Rechtsstaatlichkeit?

Vogelschiss/#pAdR und Missverständnis?

Die „Abwahl des Brandners“, dem Vorsitzenden des Rechtsausschusses im BT, Mitglied der „Vogelschiss„-Partei sei ein „Signal für Rechtsstaatlichkeit“ plapperte es heute früh aus dem Staatssender Deutschlandfunk. Völlig dumpf-naiv endete Nadine Lindner ihren Kommentar mit „Die AfD ist und bleibt eine unreife Partei„, obzwar letztere doch Teil einer faschistischen Reconquista-Bewegung ist.

Wie sah es mit dem Rechtsstaat am 09.11.2019 aus? Wie reif ist die deutsche Politik bzw. der deutsche Staat in Bezug auf „die Lehren aus der Vergangenheit ziehen“ und in der Verteidigung des Grundgesetzes im Hinblick auf Menschenrecht und Menschenwürde?

Gemessen an dem, was mit dem Grundgesetz intendiert war, muss man zu dem Schluss kommen, dass dieser Staat kein Rechtsstaat ist, da er sich nicht an seine eigenen Gesetze hält. Es ist ein Willkür-Staat, den ich als „Appendix des 3. Reiches“ bezeichnen würde.

Begründung: Im Sinn der Ethik des Grundgesetzes hätten politisch Verantwortlichen in Bielefeld und Berlin ein Verbot des Marsches von Nazis am 09.11. erwirken müssen. Viele Menschen waren zwar erleichtert, dass der geplante Massenmord in der Synagoge von Halle einen Monat zuvor scheiterte, waren aber gleichzeitig immer noch geschockt. Der deutsche Staat und dessen Beamte machen jedoch trotzdem mit dem „Business als usual“ weiter: Es wurden Bürger*innen von Polizeikräften angegriffen und misshandelt, die sich den Nazis in den Weg stellten und versuchten, ihren Marsch durch die Innenstadt von Berlin und Bielefeld zu verhindern.

Erinnern wir uns und reflektieren die deutsche Innenpolitik: Im November 2015 sollte die Bevölkerung durch eine Absage im Kontext von Terror nicht verunsichert werden:

Aufgrund der Zunahme von Rechtsterrorismus – insbesondere des geplanten Massenmordes in der Synagoge in Halle am 09.10.2019  (1) – hätte ein Innenminister die Aufmärsche der antisemitischen und nationalsozialistischen Gefährder am 09.11.2019 ebenfalls „absagen“ bzw. verbieten lassen können und meiner Auffassung gemäß müssen.

Dies haben die zuständigen Beamten des deutschen Staates jedoch nicht getan und damit wieder aufgezeigt, dass sie Rechtsterrorismus tolerieren statt bekämpfen.

Auf internationalem Parkett will der deutsche Staat das Netzdurchsetzungsgesetz verschärfen, lässt aber Männer, die die gleiche <sarcasm>Meinung</sarcasm> haben wie der gescheiterte Judenmassenmörder Stefan B. aus Halle und der Kindermassenmörder von Utoya A. Breivik am 09.11. durch die Innenstädte Deutschlands marschieren!!!

Anstatt dies zum Anlass zu nehmen, sich Gedanken über das deutsche Verwaltungsrecht und den Staat zu machen, feiert sich das grauenhafte politische und medialae Establishment Deutschlands nach Abwahl Brandners, obwohl es sich pausenlos <ugs.>selbst in‘s Knie schießt</ugs.>. Es gibt in Deutschland weder Ethik und Moral noch Recht.

Der deutsche Staat hält sich selbst noch nicht einmal an die primären Artikel des Grundgesetzes. Das wurde schon in NSU-Untersuchungsausschüssen, durch das Schreddern von Akten, dem NSU-Prozess und dem Verhalten des deutschen Verfassungsschutzpräsidenten deutlich. Noch deutlicher wurde dies dadurch, dass NPD und der III. Weg am Europawahlkampf teilnehmen konnten.

Gäbe es einen Rechtsstaat, dann müsste ein „Verfassungsschutzpräsident“ sich an die Verfassung halten und sich tagtäglich für Menschenwürde und Menschenrecht einsetzen. Das hat Hans-Georg Maassen jedoch nie gemacht.

Maassen ist ein Befürworter und Unterstützer des pAdR (parlamentarischer Arm des Rechtsterrorismus) und Innenminister Horst Seehofer wollte ihn befördern. Andrea Nahles hatte diesem Ansinnen (auf Basis eines Anrufes seitens Frank-Walter Steinmeiers, der sie dazu anwies, die GroKo nicht zu gefähren ?) zugestimmt.

Der oberste Repräsentant dieses Staates, Frank-Walter Steinmeier, ist jemand, der zwar Terror- und Folterstaaten Folter hofiert, sich jedoch beharrlich weigert, die berechtigte Forderung der jüdischen Gemeinde von Thessaloniki auf Rückerstattung von Geldern, die ihnen zwangsweise abgepresst wurden, anzuerkennen.

Mehr zum Thema in dem Hagalil-Artikel: Thessaloniki – Die Vernichtung der „Judenstadt“ und ihre Folgen

Wäre es nicht höchste Zeit, dass dieser Mann abgewählt und dieser Staat überwunden wird?

Und nun zum Thema ein Veranstaltungshinweis:

Was ist Antisemitismus? Vortrag und Diskussion.

(1) In der Wikipedia-Dokumentation über das von Stephan Balliet geplante Massaker am 09.11.2019 in Halle heißt es, dass gegen ihn wegen versuchten Mordes an 9 Menschen ermittelt wird, obwohl sich in der Synagoge zum Tatzeitpunkt 70-80 Menschen befanden. Fehlt in dem Wiki-Artikel eine Null?

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Dokumentation: Aufruf von Gewerkschafter*innen zum Klimastreik #KlimaNeustart

Vorwort:
Hier dokumentiere ich den Aufruf vom Netzwerk Gewerkschaftslinke, den ich gern diskutieren würde, da ich mich ebenfalls intensiver mit Gewerkschaftspolitik und der Profitmaximierungsmaschinerie bzw. dem Zwang zur Kapitalakkumulation beschäftigt habe. Es ist ein Zwang, dem auch die Kommandeure des Kapitals unterworfen sind. Der Kapitalist Friedrich Engels hat sich damit eingehend beschäftigt und dabei festgestellt, dass dieser als „stummer Zwang der Verhältnisse“ auch schädlich für das Naturwesen Mensch derjenigen ist, die aufgrund ihrer Geburt und Familientradition in die Klasse/Schicht der Kapitaleigner hinein geboren wurden. Die kommunistische Theorie und Wissenschaft hat das Ziel, auch die Kapitaleigner (Menschen, die der „Kapitalistenklasse“ angehören) aus diesen Zwängen zu  befreien, damit sie als konkrete menschliche Individuen ein menschenwürdiges Leben führen können. Das Ziel der kommunistischen Forschung und Tätigkeit war und ist das Wohlbefinden, die Zufriedenheit des konkreten Menschen. Immerhin ist eine Quellen, aus denen sich die kommunistische Gesellschaftswissenschaft speist: Die jüdisch-christliche Sozialethik, die sich auch in den Allgemeinen Menschenrechten sowie in der Definition von Gesundheit der WHO wiederfindet. Doch mehr dazu später im Kommentar. Während ich an diesem Beitrag arbeitete, erreichte mich noch der Telepolis-Artikel von Tomasz Konicz „Ohne Systemtransformation wird die Erhaltung der Lebensgrundlagen der Menschheit nicht gelingen“ mit dem ich gern die Wichtigkeit des folgenden Aufrufs unterstreichen und ergänzen möchte.

Es sind immer die gleichen: die, die Arbeitsplätze vernichten und das Klima killen!

Aufruf von GewerkschafterInnen zur Unterstützung des globalen Klimastreiks am 29. November und der Aktionen von Ende Gelände!

Die Klima-Proteste bringen das Land und die ganze Welt in Bewegung und ein Großteil unserer Gewerkschaften unterstützen sie. Das ist gut so! Aber die Realität ist auch, dass viele Betriebs- und Personalräte und große Teile der Belegschaften jede Umweltsünde mitmachen, wenn die Unternehmen mit Arbeitsplatzvernichtung drohen. Dann werden weiter Wälder für Braunkohle abgeholzt, Kernkraftwerke weiterbetrieben und dicke Verbrennermotoren in überdimensionierte SUVs gebaut. Die Realität ist, dass aus solchen Betrieben so gut wie keine Mobilisierung zum Klimastreik am 20.9. stattgefunden hat und es gab schon früher die Bilder vom Hambacher Forst, als ArbeiterInnen gegen die Demonstrant-Innen standen.

Beim „Kohlegipfel“ der Bundesregierung stimmten auch die VertreterInnen einem extrem späten Ausstieg und Milliardensubventionen für die Konzerne zu.

So bleibt von der Solidarität mit der globalen Umweltbewegung und den Aktionen von Friday for Future nur ein Lippenbekenntnis mit schalem Beigeschmack. Verantwortlich dafür sind auch die Führungen der großen Gewerkschaften wie der IG Metall und der IG BCE, die den notwendigen Kampf gegen die zunehmenden zerstörerischen Auswirkungen der fossilen Energieerzeugung und der Autoindustrie (um nur die Augenscheinlichsten anzuführen) gegen den Erhalt von Arbeitsplätzen stellen, selbst wenn sie bei anderen Gelegenheiten von „ökologischer Erneuerung“ und Maßnahmen gegen den Klimawandel sprechen. Und damit die Durchsetzung dieser beiden Ziele in den Augen der meisten Beschäftigten als unüberwindbaren Widerspruch hinstellen. Das führt auch dazu, dass GewerkschafterInnen bei Auseinandersetzung auf unterschiedlichen Seiten stehen. Während die IG BCE zusammen mit RWE Pro-Kohleabbau-Demos organisierte, unterstützte ver.di (richtigerweise) die Gegendemo.

Diese Spaltung wollen und müssen wir aber überwinden. GewerkschafterInnen dürfen sich nicht länger vor den Karren „ihrer“ Unternehmen spannen lassen. Wenn jetzt die Unternehmen mit der Vernichtung von zehntausenden Stellen drohen, dann werden dieses Problem und der Druck noch größer. Alle Konzernzentralen begründen den Abbau mit der Konjunktur, aber alle, die das irgendwie können, schieben die Schuld auf die Klimabewegung und die „Politik“, die angeblich nicht im Interesse der Arbeitsplätze entscheide.

Das ist verlogen und dagegen wehren wir uns: alle Bundesregierungen haben immer Gesetze nach dem Wunsch der Unternehmen gemacht, besonders aber für die Autoindustrie und die Energie-Branche. Genau deshalb wurden die Klimaziele, die auf einem anderen Papier standen, nicht erreicht, während e.on, RWE, EnBW und Vattenfall der Ausstieg aus Atom und Braunkohle mit Milliardengeschenken vergoldet wurden. Diese Zugeständnisse an die Profitinteressen retten letztlich auch keine Arbeitsplätze, sondern verschärf(t)en nur die ökologische Krise und treiben außerdem einen Keil zwischen die Lohnabhängigen.

Wenn die IG Metall als größte Industriegewerkschaft verlangt, dass „die Transformation ökologisch und sozial sein soll“, dann ist das Ziel richtig. Aber die Erfahrung hat gezeigt, dass die Unternehmen solange sie können die Umwelt schädigen, wenn es Profit bringt. Genauso wie sie alle anderen Kosten ihrer Entscheidungen auf die Gesellschaft abwälzen, von den krankmachenden Arbeitsbedingungen bis zur Arbeitslosigkeit, wenn das ihre Kassen klingeln lässt.

Die SchülerInnen haben richtig erkannt, dass Demos, die niemand weh tun, die politisch Verantwortlichen nicht beeindrucken. Sie haben mit Schulstreiks begonnen. Am 20.9., dem internationalen Streiktag kam plötzlich die Frage auf, ob Gewerkschaften ebenfalls zum Streik aufrufen, ob das erlaubt sei. Am 29. November findet der nächst globale Aktionstag statt – und die Gewerkschaften sind gefordert, diesen nicht nur verbal, sondern durch betriebliche Aktionen und Arbeitsniederlegungen zu unterstützen.

Wir sagen, es ist nötig: Es ist nötig, weil die Unternehmen nicht einfach weiter Entscheidungen auf Kosten unserer Zukunft fällen dürfen! Es ist nötig, weil die Regierungen nicht weiter die Unternehmen finanziell entlasten dürfen! Es geht nicht nur um Demos während der Arbeitszeit, es geht um die Wahrnehmung des politischen Streiks, um den nötigen ökonomischen und politischen Druck ausüben zu können. Dazu braucht es eine Perspektive, die den Kampf gegen den Klimawandel als Teil des Kampfes für die Interessen der gesamten arbeitenden Bevölkerung begreift.

Wir treten dafür ein:

  • Die Umwelt schädigende Produktion zu stoppen, den schnellst möglichen Ausstieg aus dem Braunkohletagbau durchzusetzen und die Beschäftigten ohne Einkommensverlust umzuschulen.
  • die Entscheidungen über Forschung und Entwicklung offenzulegen und betrieblich und gesellschaftlich durch die lohnabhängigen Beschäftigten und KonsumentInnen zu kontrollieren.
  • Arbeitsplatzverlagerung zu blockieren und Betriebsschließungen zu verhindern
  • eine kollektive Arbeitszeitverkürzung auf 30 Wochenstunden sofort bei vollem Lohn- und Personalausgleich durchzusetzen
  • eine Transformation durchzusetzen, die nicht auf Kosten der Arbeitsplätze geht, sondern die Beschäftigten in diesen Prozess einbeziehen. Denn sie verfügen über das Know-how wie zukünftige umweltfreundliche Arbeitsplätze aussehen können.
  • die Kapitalsteuern massiv zu erhöhen und die Vermögenssteuer wieder einzuführen.
  • die großen Konzerne unter Kontrolle der Beschäftigten zu enteignen, um einen demokratischen Plan zum ökologischen Umbau der Produktion und der Infrastruktur durchzusetzen!

Wir fordern die DGB-Gewerkschaften auf, am 29.11. den globalen Klimastreik zu unterstützen und sich mit den Aktionen von „Ende Gelände“ vom 29.11. zum 1.12. zu solidarisieren!

Impressum: Sekretariat
Initiative zur Vernetzung der Gewerkschaftslinken
Klaus Peter Löwen, Christa Hourani, Christiaan Boissevain
E-Mail: forum(at)gegewi(dot)de
Redaktionsschluss: 5. November 2019
siehe dazu, jedoch „not secure“: http://www.labournet.de/gewlinke
Deshalb hier das gesamte Dokument als secure up- and download: info73-1

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Offener Brief von Klima-Aktivist*innen an Ver.di

Gemeinsam für gutes gesellschaftliches und ökologisches Klima !

Hallo Ver.di-Gewerkschafter*innen,

Foto vom we4future-camp in Berlin, das in der Aktions- und Streikwoche vom 20.9.-27.9. stattfand

zunächst einmal möchten wir uns für die solidarische Unterstützung des Klimastreiks am 20. September bedanken und wissen es zu schätzen, dass einige von Euch – insbesondere die Klima-Gewerkschafter*innen – am globalen Aktions- und Streiktag teilgenommen haben. Ferner bedanken wir uns sehr herzlich bei der Ver.di-Jugend für ihren Fahnen-Schwenk am 27.09. auf dem Bundeskongress.

Um jedoch wirklich effektiv im Rahmen des sich anbahnenden Klimanotstandes zu handeln und diesen zu stoppen, müssen wir unsere Kräfte weitaus energischer bündeln und uns zusammen mit den Klima-Aktivist*innen organisieren. Wir sehen den öffentlichen Dienst, insbesondere deshalb, weil er durch die heutige Form der Wirtschaftsweise (der zunehmenden Finanzplutokratie unter dem Kommando von BlackRock, Amazon und Co.) zunehmend ausgetrocknet wurde, als besonders wichtig an.

Wir denken, dass wir diesen „Austrocknungsprozess“ nicht mehr dulden dürfen, denn er führt zu verheerenden gesellschaftlichen Auswirkungen und belastet das gesellschaftliche Klima.

Und auch dies gilt es zu berücksichtigen: Da schon heute die ökologische Krise mehr Krankheiten und sogar zunehmend Todesfälle insbesondere unter der älteren Bevölkerung hervorruft, muss das Personal im Gesundheitswesen drastisch erhöht werden. Auch in den Grünflächenämtern muss dringend der Personalmangel behoben werden, da wir die Städte mehr begrünen müssen und das „Urban Gardening“ fördern wollen. Bereits in diesem Sommer sind viele Bäume vertrocknet, weil sie nicht gewässert wurden. Der nächste Sommer soll noch heißer werden!

Einen besonderen Stellenwert nimmt auch der ÖPVN in der Klimakrise ein: Wir müssen die Menschen dazu bewegen, die öffentlichen Verkehrsmittel zu nutzen. Diese müssen in die öffentliche Hand zurück verlagert und ausgebaut werden – wie dies u.a. aktive Verdianer*innen fordern – (1) und gleichzeitig die Fahrpreise sinken. UND: Wir dürfen nicht zulassen, dass Arbeitende durch den ökologischen Umbau belastet werden. Statt dessen müssen wir uns dafür stark machen, dass die Superreichen stärker besteuert werden! Wir brauchen eine Vermögenssteuer unter Einbeziehung von Immobilien bzw. Grundbesitz, so wie sie auch von Ver.di gefordert wurde und ein neues Erbschaftssteuerrecht. Selbst das Bundesverfassungsgericht mahnte eine gerechte Vermögenssteuer mehrfach an und im Handelsblatt ende August diesen Jahres machte sich der Rechtswissenschaftler Joachim Wieland dafür stark.

Gewiss enthält der „Klimaplan von unten“ noch weitere Anregungen in Bezug auf Steuern. Dazu hier ein Foto von dem „write-in“ auf dem „we4future-camp“ in Berlin:

Wir denken, dass es sehr gut wäre, wenn wir diesbezüglich eine Veranstaltung mit Euch im Ver.di-Haus auf den Weg bringen, damit sich Klima-Aktivist*innen mit Arbeitenden des öffentlichen Dienstes sowie engagierten Gewerkschafter*innen austauschen können. Wir plädieren deshalb dafür, dass wir ein Vorbereitungskomitee dieser Veranstaltung gründen sollten, das gleichzeitig dazu dienen sollte, einen guten Einladungsflyer zu erstellen, der anschließend sowohl digital publiziert sowie auch analog verteilt werden kann. Gleichzeitig kann dieses Engagement dazu führen, dass Ver.di neue Mitglieder findet.

Und ist es nicht so, dass die heutigen jugendlichen Klima-Aktivist*innen die Arbeitenden von morgen sind oder z.B. ihre Eltern dazu gewinnen können, Ver.di beizutreten? Dies erreichen wir jedoch nur, wenn Ihr nicht nur Flagge zeigt (das tun die Klima-Aktivist*innen seit etlichen Monaten jeden Freitag!), sondern sich handfest einmischt und die Mitglieder mobilisiert, die dann z.B. zur von Euch angekündigten Klima-Streikwoche an den Hochschulen dort Seminare besuchen, sich mit den Aktivist*innen vernetzen und ihr Wissen in ihren Arbeitsstätten einbringen können.  Die Termine und Orte findet Ihr hier.

Fridays for Future hat in einem Video auf youtube ein paar Tipps zusammengestellt, wie Arbeitende Freitags teilnehmen können.

Damit könnten Klima-Aktivist*innen – zusammen mit Ver.dianer*innen die Rolle der aktiven Staatsbürger*innen, die zudem mit der Schlüsselqualifikation ausgestattet sind einnehmen. Das würde bedeuten: Die Gesellschaft zu verändern und das praktisch umzusetzen, was auf dem Bundeskongress in Leipzig beschlossen wurde:

Der ökologische Umbau kann nur gelingen, wenn die betroffenen Menschen mitgenommen werden.“ Lasst uns also – politdeutsch formuliert – ein „Mitnahmepaket“ entwickeln, das die „Mitgenommenen“ und deren Begehr‘ nach Gesundheit, Existenzsicherheit, Glück und Wohlbefinden emanzipatorisch mit einbezieht.

Lasst uns die Chance der gegenwärtigen gesellschaftlichen Kraft dieser Bewegung nutzen, um im Interesse der großen Mehrheit der Bevölkerung nicht nur sozial gerecht, sondern auch ökologisch sinnvoll zu handeln.

Um uns als Gewerkschaftsmitglieder gemeinsam mit der Klimabewegung und allen darin aktiven Gruppen zu organisieren, brauchen wir Eure Zustimmung, Eure Mitwirkung und am besten einen noch leer stehenden Raum im Ver.di-Gebäude, um diesen für die Veranstaltungsvorbereitung nutzen zu können.

So formuliert Ihr das ja selbst: Die Gewerkschaft ist mehr als ein Zusammenschluss der abhängig Beschäftigten, sie ist eine Gemeinschaft vieler Menschen. Mit vielen Ideen und einem Ziel: ein schöneres Leben für alle in einer besseren Welt.

Bitte zerstört diese Hoffnung nicht durch die GewerkschaftsBÜRO-KRATIE!

Bitte in den Nachrichten-Teil „Ich unterstütze diesen Offenen Brief“ schreiben. Sofern Du aktiv daran mitwirken möchtest: Sehr gut. Dies auch bitte kund tun.

Ferner kann unter https://pad.riseup.net/p/zw4QquugZo6-Ot7SLOWz dieser „Offene Brief“/Aufruf im Chat kommuniziert und unterschrieben werden. Im Kommentarbereich unter diesem Blogbeitrag ist nachzulesen, was dieser „offene Brief“ kurz-  und langfristig bewirken soll.

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(1) siehe: https://verdi-aktiv.de/ und das, was Frank Werneke auf dem Bundeskongress am 27.09. sagte

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update: Kondolenz in Halle

Ich bin voller Zorn über die  Art und Weise, wie mit dem rechtsterroristischen Anschlag in Halle seitens der Bundesregierung und Mainstreammedien umgegangen wird.

Zwar galt der Anschlag den anwesenden Juden und Jüdinnen in der Synagoge, doch der Täter suchte sich andere Opfer, da die Tür seinen Öffnungsattacken stand hielt. Die Jüdische Gemeinde hatte dementsprechend Glück gehabt und für sie war dies ein Grund zum feiern, doch es wurden zwei Menschen getötet, die von ihren Angehörigen vermisst werden. Es gab auch traumatisierte Zeugen, wie den Inhaber des Imbiss Izzet Cagac und Mitarbeiter des Imbiss.

Statt sich auch ihnen zu widmen bzw. den Angehörigen von Jana und Kevin (zwei jungen Menschen) Beileid auszusprechen bzw. zu kondulieren (wie es üblich ist), besuchte der deutsche Bundespräsident – wie es die deutschen Medien und die Nachrichtenagentur reuters darstellten – nur die Synagoge.

Die Mainstream-Medien berichteten außerdem fast nur über den Killer. Hier ist ein Tweet, der das kritisiert und die einen Artikel mit Bericht über die Mutter von Kevin veröffentlicht hat:

Solch ein Verhalten der politischen Propaganda im politischen Establishment und ihren Medien zeigt auf, dass ihnen traumatisierte, trauernde Menschen völlig gleichgültig sind. Er existiert weder Empathie noch Würde. Damit wird die Gesellschaft die Gesellschaft gespalten und Antisemitismus geschürt. Dies deshalb, weil dieses Verhalten suggeriert, jüdisches Leben wäre bedeutender als das von anderen. Bei unreflektieren Menschen kann dies zu Neid führen, aus dem dann Opfer-Konkurrenz und Antisemitismus erwächst.

An dieser Stelle möchte ich mich deshalb sehr herzlich bei Herrn Izzet Cagac für sein vernünftiges Verhalten bedanken und dafür, dass er dies thematisierte.

Ich habe mir noch einmal das Foto von dpa / Jan Woitas angeschaut, das von Deutschlandfunk am 10.10. publiziert wurde und ich gehe auf die nonverbale Ausstrahlung der darauf Abgebildeten ein und mache es mal so, wie es die Zeitschrift „STERN“ mal machte: „Prominenten in den Mund geschoben“, allerdings als Gedankenblase. Dass ich zunächst an folgendes dachte

„Denen gehe ich jetzt mal ihr Fest versauen!“

hat mich dann doch schockiert. Aber so wirken diese Apparatschiks nun einmal auf mich.

Von jüdischer Seite wird dieser Anschlag als „Das Wunder von Halle“ in die Geschichte eingehen:

„Nach jüdischem Verständnis handelt es sich um ein Wunder. Trotz massiver Waffengewalt und fehlenden Polizeischutz wird keinem der Betenden ein Leid angetan. Alle Juden sollen Gott danken, dass Er sie errettet hat.“ Dr. Nathan Warzawski

Da ich religiöse Juden/Jüdinnen kenne, weiss ich, dass sie in solchen Momenten (normalerweise nachdem das Shofar ertönt, wird die Vergebung gefeiert) HaShem lobpreisen. Dies werden sicher viele am 10.10. gemacht haben. Ferner gibt es auch noch die menschliche Seite: Nach einer Situation, in der mensch in Lebensgefahr war und diese unbeschadet überstanden wurde, fühlt man sich – sofern man das Leben liebt – in Feierstimmung und fast so wie „neu geboren“. Menschen, die so etwas erlebt haben, sprechen oftmals von dem 2. Leben und leben danach viel intensiver.

Es könnte also sein, dass der 9. Oktober gemäß des gregorianischen Kalenders ähnlich wie das „Purim“-Fest gefeiert wird: Als Tag, an dem die Ermordung von Juden vereitelt wurde. Außerdem könnte ich mir vorstellen, dass die Mesusa bald einen Sinnspruch erhält, in der der Tür des Synagoge in Halle gedacht wird.

Auch der „embedded Journalism“ bzw. das Hofschranzentum der deutschen Medien widert mich an, denn auch darin wurde nur von der Synagoge gesprochen:

Es hätte z.B. auch heißen können: F.-W. Steinmeier besucht die jüdische Gemeinde in Halle. Die Medien hätten z.B. auch mal nach dem Tischler der Tür recherchieren und diesen lobend erwähnen können…

Auf der Primärquelle ist jedoch und außerdem folgendes zu lesen:

Der Protest von vielen Bürgern hatte Erfolg: Bundespräsident Steinmeier drückt Dönerbesitzer in Halle sein Mitgefühl aus

Dass sich an den Medien und dem Verhalten des politischen Establishments etwas ändert,bezweifel ich jedoch. Denn es ist inzwischen eine Aufmerksamkeitsprofitmaschinerie, die auch die sozialen Medien vergiftet und die Menschen immer asozialer macht.

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Klimapaket gegen Arbeiter*innen in Deutschland und weitere Streiks

„Beschlossen wurden einige Maßnahmen.“

Die Tageszeitung „Junge Welt“ zum Klimaschutzpaket der Bundesregierung betitelt ihren Artikel mit „Marktradikal und unsozial“ und schreibt:

„Schon jetzt ist klar: Die Unternehmen werden die Kosten auf die Endverbraucher von Benzin, Diesel, Heizöl oder Erdgas abwälzen. Es wird vor allem die Privathaushalte treffen.“

Genauer gesagt: Die *einkommensschwachen Haushalte*, die an sich eigentlich einen eher geringen ökologischen Fußabdruck haben, werden wieder einmal überproportional belastet. Eine weitere Belastung von Privathaushalten (und Umwelt) stellt die Ideologie der *Wärmedämmung* von Gebäuden mittels umweltschädlicher Styropor-Verbundstoffe (Sondermüll!) dar. Denn: Fassadendämmung wird nach wie vor forciert, trotz aktualisierter Erkenntnisse und unabsehbarer Folgekosten: Die Dämmung hält ca. 20-30 Jahre, danach entstehen gigantische Mengen an Sondermüll. Die BSR hatte vor kurzem sogar die Verbrennung von Styropordämmung ausgesetzt, ausgerechnet wegen ökologischer Bedenken. Die weitere Verfahrensweise ist nach wie vor unklar. (Wen das an das Problem der atomaren Endlagerung erinnert, der liegt sicher nicht falsch.)

Dies bedeutet, dass die Klimaprotestbewegung mit den Arbeiter*innen (und dementsprechend auch mit den Mieter*innen der Arbeiterklasse) zusammen kämpfen muss, damit die 1% der Superreichen den Umbau der Produktion auf ökologische Nachhaltigkeit zahlen.

Ein Vorbild könnte die Aktionen der Arbeitenden von Amazon sein, die ihr Unternehmen dazu verpflichten wollen, die CO²- Emissionen deutlich zu reduzieren.

Die Tech-Workers-Koalition hat vier Forderungen:

  • „Zero carbon emissions by 2030
  • Zero contracts with fossil fuel companies
  • Zero funding of climate denial lobbying or other efforts
  • Zero harm to climate refugees and frontline communities“

in deutscher Sprache:

  • Keine CO²-Emissionen ab 2030
  • Keine Verträge mehr mit Unternehmen, die fossile Brennstoffe herstellen
  • Keine Finanzierung der Klimaleugner-Lobby oder anderen dieser Bestrebungen
  • Keine Verletzung von Klimageflüchteten und Naturschutz-Gemeinschaften, zumeist Indigenous, die an vorderster Front für Klimagerechtigkeit kämpfen

Unter dem Hashtag #techclimatestrike könnt Ihr deren Kämpfe und Bekundungen nachlesen.

Eines ist klar: Die Jugendlichen werden weiterhin auf die Straßen gehen und protestieren. Wir Erwachsenen – insbesondere Arbeiter*innen – sollten es ebenfalls tun – zusammen mit ihnen!

Ich möchte an dieser Stelle daran erinnern, dass die Aktionswoche bis einschließlich dem 27.09.2019 geht und am nächsten Freitag wieder ein größerer Streiktag stattfinden wird.

Z.B. wird in Italien ein nationaler Streiktag stattfinden, zu dem die Gewerkschaft für Bildung aufgerufen hat und an dem sich auch die COBAS beteiligen. Die Cobas in Milano externer Linkbegründen den Streik mit:

„Es ist wichtig, dass die Studierenden auf der ganzen Welt unter den Flaggen von „Freitags für die Zukunft“  mobilisiert werden , um die Öffentlichkeit für die Klimanotfälle zu sensibilisieren und die Regierungen aufzufordern, sofort mit dem Übergang zu einer ökologischen und fairen Gesellschaft auf der Grundlage erneuerbarer Energien zu beginnen: ökologischer Landbau, öffentliche und nachhaltige Mobilität …
Noch wichtiger ist es jedoch, dass sich die Arbeitenden diesen Mobilisierungen anschließen. Um die ökologische Umstellung der Wirtschaft zu ermöglichen, halten wir es für unabdingbar, das kapitalistische System, das unsere Gesellschaft beherrscht, in Frage zu stellen. Ein System, dessen Motor die krampfhafte Suche nach Profit durch die grenzenlose Ausbeutung von Mensch und Natur bedeutet. Ein System, das durch irreführende Werbung dazu führt, dass immer mehr produziert und immer mehr konsumiert wird, ohne sich um die sozialen und ökologischen Folgen dieser Verhaltensweisen zu kümmern.
Um unserem Planeten eine Zukunft zu geben – davon sind wir zutiefst überzeugt -, reicht es nicht aus, die faulen und korrupten Strukturen des gegenwärtigen Systems grün zu streichen.
Wir brauchen einen Green New Deal, bei dem Ökologie und soziale Gerechtigkeit eng miteinander verbunden sind. Was wir von der Stadt Mailand fordern:

    • kostenloses Abonnement für öffentliche Verkehrsmittel
    • Umwandlung der Heizung in der Stadt
    • Förderung von Radfahren im gesamten Gebiet und eine Verwaltung, die in Bezug auf die Mobilität entschlossener handelt, um Emissionen zu reduzieren
    • den Verbrauch von Land für den Bau von Wolkenkratzern stoppen
    • der Wohnungen müssen sich am Bedarf der Bevölkerung orientieren

Studierende und Arbeiter müssen sich daher zusammenschließen, beginnend mit dem globalen Klimastreik am 27. September.“

Anschließend geben die COBAS Empfehlungen, wie im Alltag Emissionen reduziert werden können.

An meine Gewerkschaft Ver.di habe ich einen „VERDI-Kritik-Brandbrief“ aufgesetzt, der von mir im Gewerkschaftshaus von Ver.di Berlin-Brandenburg verteilt wurde bzw. an die Türen der Funktionäre geklebt wurde.

 

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Klimastreik für Arbeiter*innen II

Eine Frau und ein Mann umarmen den Planeten und es wird zum Klimastreik unter Berücksichtung der Arbeiter*innen seitens "Workers for sustainability" aufgerufen

Screenshot vom 18.09.2019 der Handlungsanleitung von „workers for sustainability“, mit der Jugend zusammen den Planeten zu bewahren

Die im letzten Jahr entstandene Fridays-For-Future-Bewegung ist meiner Beobachtung und Reflexion gemäß zunächst eine Mittelschichtsbewegung, die jenseits der Klassen agiert. Teilnehmende sind vor allem Kinder der gehobenen Bildungsbürger-Mittelschicht, an der sich bislang kaum Schüler*innen der Arbeiterschaft beteiligen. Es sind vor allem Gymnasiast*innen. Zu beachten ist allerdings folgendes: Es ist der fortschrittlichste Teil der Mittelschicht. Sie wissen nichts davon, wie es sich anfühlt, unter einem schlechten Betriebsklima leiden zu müssen. Mir tat es als Kind sehr weh, wenn meine Mutter weinend von der Arbeit nach Hause kam, weil Ihr Chef seine schlechte Laune an ihr ausgelassen hatte und sie unbegründet verbal niedermachte und anschrie. Ich ging dann auf meine Mutter zu, umarmte und tröstete sie. Zuvor musste sie als Schneiderin viel sog. „Heimarbeit“ machen. Sie arbeitete für die Lampenindustrie und machte Lampenschirme. Außerdem hatte sie noch den gesamten Haushalt am Hals und kochte täglich für die Familie.

Den Schüler*innen ist kein Vorwurf zu machen, denn sie können ja nichts dafür, dass sie in eine Mittelschichtsfamilie hinein geboren wurden. Es wäre jedoch gut, wenn sie mal die Hauptschulen in ihrem Stadtteil aufsuchen und dort mit den Schüler*innen aus der Arbeiterschaft sprechen und sie herzlich einladen würden. Immerhin sind es die „working poor“ bzw. Armen, die am meisten unter den kapitalistischen Verhältnissen leiden und im Grunde wenig zu den CO²-Emissionen beitragen. Dies, weil sie sich z.B. gar keine Urlaubsflüge leisten können und ihr Haushalt auf „Schmalspur“ läuft, d.h.: Sie konsumieren nicht viel. Die Arbeiter*innen-Familien haben Angst, dass die Kosten der „Energiewende“ auf sie abgewälzt und sie dadurch noch mehr vom gesellschaftlichen Reichtum ausgeschlossen werden. Diese Angst muss ihnen genommen werden. Das geht aber nur, wenn alle gemeinsam dafür kämpfen, dass die Reichen stärker besteuert werden, wie es die Bewegung der „Gelbwesten“ in Frankreich fordert. Um die gesellschaftliche Produktion umzugestalten, bräuchte es im Grunde das bedingungslose Grundeinkommen, damit die Arbeiter*innen nicht in Existenzkrise geraten und die gesellschaftlich Arbeitenden an Versammlungen teilnehmen können um den Umgestaltungsprozess der gesellschaftlichen Produktion aktiv mitzubestimmen. Dies ist die Voraussetzung dafür, damit die FFF-Bewegung nicht eine grüne Öko-Diktatur hervorbringt, in der die Kriege um „seltene Erden“ unter der Dominanz der IT-Giganten zunehmen und dadurch den Planeten zerstören.

Der rückschrittlich-regressive Teil der Mittelschicht dagegen wählt die AfD und gehört damit zum gesellschaftlichen Faktor der Klimaleugner. Diese werden u.a. von dem Mann, der auch mit seinen angehäuften Finanzen die Trump-Wahl und den Brexit finanzierte, Robert Mercer u.a. unterstützt. Er spendet hohe Summen an Think-Tanks, die die Klimaveränderung durch den industriellen Fortschritt bzw. das auf Kapitalproduktion beruhende ökonomische System leugnen.

Welche Aufrufe gibt es seitens der Gewerkschaften zum Klimastreik?

Screenshot der „Trade Unions for ENERGYDEMOCRACY“ – Seite, abgerufen am 18.09.2019

Da ich von Deutschland aus schreibe, werde ich also zunächst einmal die deutschen Gewerkschaften und den DGB diesbezüglich untersuchen und deren Aufrufe sowie ihr Verhalten kritisch reflektieren:

Am aktivsten sind zweifellos die Klimagewerkschafter*innen, die breit mobilisieren und das Verbot eines politischen Streiks in Deutschland kritisieren. siehe dazu: http://www.labournet.de/politik/gw/gw-in-d/gewerkschafterinnen-fuer-klimaschutz/

Ferner hat sich „Workers for Future“ gebildet. In ihre wirken „verdi-aktiv“-Kolleg*innen aktiv mit. Sie fordern einen offenen Streikaufruf für den 20.09. und sammeln Unterschriften.

Am letzten Samstag, den 14.09. gab es eine Veranstaltung von „workers for Future“ in der Berliner Humboldt-Universität zum Klimastreik. In ihr sind internationalistisch gesinnte Agenzien aktiv. Unterstützung brauchen vor allem die Arbeitenden der BVG, von denen ein Betriebsrat anwesend war. Dies vor allem, weil der öffentliche Nah- und Fernverkehr meiner Auffassung gemäß deutlich ausgebaut statt outgesourced werden muss.

Ich finde ferner, dass es höchste Zeit ist, die grauenhafte Tradition von H.C. Nipperdey hinter uns zu lassen und damit auch gegen den DGB und die reaktionäre Bürokratie und deren Funktionäre zu streiken und die Streikkasse in Arbeiter*innen-Hände zu legen! Deshalb freute ich mich über folgenden Tweet auf Twitter:

Von seiten der DGB-Gewerkschaften müssen die Solidaritätsbekundungen mit dem Streik der nicht arbeitenden Jugendlichen als als Lippenbekenntnis angesehen werden. Dies insbesondere deshalb, weil kaum an der Basis mobilisiert wird.

Die organisiert sich selbst:

Ich schreibe dies aus der Sicht als Ver.di-Mitglied, das auch das Mitgliedernetz liest.  Schaue ich auf meinen Ortsbereich – verdi Berlin-Brandenburg – so ist dort bis heute, den 18.09.2019, keine einzige Veranstaltung dazu geplant, in der Aktivist*innen der FFF-Bewegung mit Kolleg*innen des öffentlichen Dienstes miteinander sprechen können und wir Ver.di-Mitglieder uns absprechen können, wie wir gemeinsam am 20.09. bis zum 27.09. am Streik in Form des zivilen Ungehorsams teilnehmen können oder ob wir tatsächlich streiken wollen. Ich frage mich gerade: Gebietet uns nicht die Vernunft, bzw. das Grundgesetz, einen Streik zur Einhaltung der Verfassung, wie sie in Artikel 2 Abs. 2: „Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit“ zu organisieren und zu machen?

Anders als bei den bürgerlichen Gewerkschaften sieht es bei der FAU (Freie Arbeiter*innen-Union) aus, die ihre Mitglieder zu einer Veranstaltung in Berlin am 28.08. „zusammentrommelte“ und auch in Dresden dazu mobilisiert.

Ein Aufruf von der ITUC  zum 15. März, der auch auf den 20. September angewendet wird, ruft  zu „Just Transition“ – einem sofortigen Wechsel auf erneuerbare Energieträger – auf und bedankt sich bei der Jugend.

Die Vereinigung der europäischen Gewerkschaften für den öffentlichen Dienst (EPSO)  rief zur Unterstützung und Teilnahme am globalen Aktionstag vom 15. März auf. Obzwar die Gewerkschaften als Klassenkampforganisationen gegründet wurden, fehlt jegliche Kritik am „BlackRock-Kapitalismus“. Statt dessen suggerieren sie einen Generationenkonflikt:

„Die jüngere Generation wird am stärksten durch zukünftige Kosten belastet, wenn die ältere Generation jetzt keine weitergehenden und sofortigen Maßnahmen ergreift und sich stärker an den Kosten beteiligt (mit Auswirkungen auf unseren Lebensstil usw.)“ (1)

Darin kommt zum Vorschein, dass die europäischen Gewerkschaftsbosse des öffentlichen Dienstes – die also Teil des kapitalistischen Staatsapparates sind – auf keinen Fall BlackRock oder Blackstone „zur Kasse bitten“ wollen, sondern deren Macht und Profite schützen. Dies, obwohl die Neoplutokratie (=die höchste Stufe des Neoliberalismus) auch den öffentlichen Dienst mit wachsender Tendenz austrocknet und damit auch für Mitgliederschwund der Gewerkschaften verantwortlich ist und sie tendenziell zerstört. Und die ältere – arbeitende – Generation darf ja keine „sofortigen Maßnahmen“ ergreifen. Die beste aller Maßnahmen wäre nun einmal ein Streik, in dem wir Zeit dafür hätten diese zu debattieren, d.h. konkrete Schritte zur Überwindung des fortschreitenden Klimawandels zu entwerfen und zu organisieren.

Für den 20.09.2019 ist seitens der EPSO kein Aufruf zu finden. Sie solidarisieren sich gegenwärtig mit den französischen Arbeitenden der Elektizitätswerke, die morgen gegen die Privatisierung des Energiesektors streiken.

Die PSI ist ebenfalls ein Gewerkschaftsbündnis des öffentlichen Dienstes und thematisiert den Klimawandel bzw. unterstützte den globalen Schüler*innenstreiktag vom 15. März, ruft aber bislang nicht zum Klimastreik am 20.09. auf. Stattdessen mobilisiert sie für einen Kongress von Ver.di am 22. September in Leipzig:

sreenshot vom 18.08.19 der über diesem screenshot verlinkten PSI-Event-Seite

Im Grunde müssten wir Arbeitenden des öffentlichen Dienstes am 22. September vor dem Kongress-Gebäude in Leipzig gegen die herrschende Gewerkschafts-Bürokratie protestieren!

Anders sieht es in Frankreich aus, wo die CGT breit  für Kundgebungen am 20. und 27. September mit den Jugendlichen mobilisiert. Sie ruft allerdings dafür auch nicht zum Streik auf, sondern ist mit Streiks gegen die Rentenreform beschäftigt, womit sie schon kürzlich den gesamten öffentlichen Verkehr lahm legte. Am 24. September findet erneut ein großer Streik gegen den „Coup de Jarnac“ statt.

ein junges Mädchen sitzt auf einer Ampel und ruft zum Generalstreik auf

Generalstreiklogo der SUD

Die alternative Gewerkschaft SUD ruft zur Teilnahme am Streik auf. Die Gewerkschaft hat am 04. September 2019 dem Innenminister, wie es in Frankreich geregelt ist, einen Brief geschickt, in dem ein „préavis de grève“ mitgeteilt wird – also jene „Streikvorwarnung“, die eine solche Maßnahme entsprechend französischen Gesetzen legalisiert. Ausdrücklich wird darin unterstrichen, dass dieser „Préavis“ es den Beschäftigten im öffentlichen Dienst Frankreichs ermögliche, am 20. September für das Klima in den Streik zu treten. Der Brief der Einzelgewerkschaft ist in dem Beitrag „Mobilisons-nous pour la rentrée climatique et sociale !“ am 16. September 2019 beim Gewerkschaftsbund SUD Solidairesexterner Link dokumentiert, worin auch noch zu weiteren Aktionen und Protesten am folgenden Tag aufgerufen und begründet wird, warum eine „convergence des luttes“, also ein Zusammenströmen der Kämpfe sowohl dringend notwendig ist, als auch davon berichtet, wie die alternativen Gewerkschaften für diesen Zusammenschluss arbeiten. In dem Beitrag ist auch der zivilgesellschaftliche Aufruf zur Klima-Aktionswoche dokumentiert, den der Gewerkschaftsbund zusammen mit zahlreichen progressiven Organisationen unterzeichnet hat. (Übersetzung bzw. Zusammenfassung dank labournet.de )

In Italien ruft die Flc Cgil (Gewerkschaft für Bildung, vergleichbar mit der GEW in Deutschland) die Lehrer*innen und Universitätsangestellten zu einer Versammlung in Rom am 25. September und zu einem Streik am 27. September auf.
Die  Cobas rufen ebenfalls zum Streik in den Schulen – zusammen mit den Marginalisierten bzw Präkarisierten (privat Arbeitenden u.a. im Transport- und Verkehrswesen) – am 27. September auf, um sich der „Revolte der Jugendlichen“ anzuschließen.

Die EI (Education International) ist ein Dachverband der Lehrer*innen- und Bildungsgewerkschaften bzw. versteht sich als „Bildungsinternationale„.  Auf ihrem 8. Weltkongress beschlossen sie:

„While millions of young people from across the world are taking to the streets in defence of the planet, teachers are standing with their students and supporting the fight against climate change. During the 8th EI World Congress, delegates representing over 32 million educators from over 150 countries adopted a resolution that highlights the role of education in resolving the climate crisis and defines climate change as one of the priorities of Education International for the next four years“ (2)

„Während Millionen junger Leute weltweit Aktionen in den Straßen für den Schutz des Planeten durchführen, stehen Lehrer*innen ihren Schüler*innen/Studierenden Im Kampf gegen den Klimawandel bei und unterstützen sie. Innerhalb des 8. EI-Weltkongresses, in dem Delegierte über 32 Millionen Erzieher*innen aus 150 Ländern repräsentieren, verabschiedeten sie eine Resolution, die folgende Rolle der Bildung hervorhebt: Die Klimakrise zu lösen, weshalb der Klimawandel zu den Prioritäten der EI für die nächsten vier Jahre wird.“

Besonders bemerkenswert ist das Engagement von Gewerkschafter*innen in den USA, die das „Arbeits-Netzwerk für Nachhaltigkeit“ aufgebaut haben. Sie machen Community-Organizing und stützen sich auf die in den USA verbreitete Tradition der Graswurzelbewegungen, die sich unbürokratisch organisieren. Sie rufen die Arbeiter*innen dazu auf, den Klimastreik zu unterstützen. Sie haben klar definierte Ziele (z.B. den „Green New Deal“), der die Arbeitenden besonders berücksichtigen soll. Auf Ihrer News-Seite erfährt man, dass die SEIU – die zweitgrößte Gewerkschaft der USA – den Klimastreik unterstützt und 1.000 Amazon-Arbeiter*innen auch streiken wollen. Letzteres wird auch von der Zeitschrift „Portside“ berichtet.

Einfach auf das untere gif clicken und ihr kommt direkt auf die News-Seite:

Screenshot ihres Labels

Ihre Methode enthält auch Tenden hin zu einer Arbeiter*innen-Demokratie, wie mensch an der unteren Empfehlung, der ich einen roten Punkt gab (3), ablesen kann:

Sie sind auch mit Umweltschutzorganisation und IT-Techniker*innen in Seattle vernetzt.

Von dort kam folgender schöner Tweet:

Eine sehr lesenswerte Handlungsempfehlung (Toolkit) für IT-Techniker*innen/Programmierer*innen gibt es hier.

Tatsächlich existieren Aufrufe zum digitalen Klimastreik. Z.B. von einem Mitarbeiter von wordpress. „Technies“ von google haben eine Twitter-Plattform für den Streik geschaffen. Auch Arbeitende von Microsoft sind aktiv. Ferner existiert ein Aufruf dazu im  Netzwerk von „FridaysForFuture“.

Mehr zu den global interagierenden Gewerkschaftsinstitutionen und der multilateral wirkenden -bürokratie (insbesondere in Deutschland) mit Bezug zum „Klimastreik“ siehe hier: http://unionsforenergydemocracy.org/union-statements-and-actions-in-support-of-the-youth-led-calls-for-global-climate-action/

Die Gewerkschaftslinke und soziale Bewegungen mit Bezug auf den Klimastreik werden vom Labournet – durchaus internationalistisch – dokumentiert. (http://www.labournet.de/politik/gw/selbstverstaendnis/klimastreik-am-20-september-2019-oekologische-notwendigkeit-und-gewerkschaftliche-debatte-um-das-streikrecht/)

Da ich Seniorin, nicht mehr ganz gesund und trotzdem noch Aktivistin bin, kann ich nur „zeitversetzte“ updates machen. Ich finde, dass wir Arbeiter*innen am 27.09. erneut und mit vielen mehr die Straße gehen sollten!  Ich werde das in das Ver.di-Netzwerk tragen und am Dienstag, den 24.09. um 14 Uhr ein Go-In in meine Gewerkschaft ver.di-Berlin-Brandenburg machen und die Gewerkschaftsfunktionäre kritisieren, dass sie nicht zum Streik aufrufen!

Ferner wünsche ich mir eine Krach-Demonstration um den DGB herum mit ganz vielen Frauen, die fordern: „Schluss mit dem Burgfrieden“, der uns Arbeitende im Dienst für die Neoplutakratie ausbeutet und den Planeten zerstört. „Schluss mit ‚lieber tot als rot‚!“

Wenden wir uns schlussendlich einem Portal zu, das sich um unser LEBEN bemüht:

In der Auseinandersetzung mit dem „Klimastreik“ ist mir bewusst geworden, wie wichtig das Labournet für uns gesellschaftlich Arbeitende ist. Deshalb möchte ich meine Leser*innen bitten, es durch eine Fördermitgliedschaft und/oder Spende zu unterstützen.


Quellen:

Zumeist gebe ich Quellen an, indem ich sie direkt verlinke. Wenn ich zitiere, dann findet sich zumeist über dem zitierten Text ein Link, der zur Quelle führt.

(1) https://www.epsu.org/article/public-service-unions-support-youth-climate-action-15-march-people-and-planet-over-profit, abgerufen am 18.09.2019

(2) https://ei-ie.org/en/detail/16345/climate-change-a-hands-on-guide-for-educators, abgerufen am 18.09.2019

(3) Es entstammt einem ihrer Organizing-Toolkits: „Climate Strike Toolkit for workers„.

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Klimastreik für Arbeiter*innen

Ein Mädchen ruft zur Rettung der Erde auf. sie trägt ein Transparent mit "Save me please". Unser Planet hat ein trauriges Gesicht.

A girl of the FFF movement in Berlin this summer

Wie im Brennglas lässt sich am Treiben der transnationalen Investmentcorporations in Brasilien die destruktive Gewalt des Kapitals beobachten, weshalb ich die Reflexion darüber in den Focus dieses Artikels gesetzt habe.

Zu den gewichtigsten Akteuren derer, die das Klima belasten und den Planeten zerstören und damit dem Klima- und Umweltschutz entgegenstehen, zählen BlackRock und Blackstone. Diese Finanzholdings sind auch gleichzeit global agierenden Großgrund- und Immobiliengesellschaften. Marx bezeichnete die Großgrundbesitzer als die reaktionärste Schicht des Kapitals. Ich würde sie zudem – in Verbindung mit der Finanzaristokratie – als gesellschaftszerstörerische Agenzie einer Kleptokratie bezeichnen, die vor Raubmord nicht zurück schreckt. Es sind die Kräfte, die den Kolonialismus zu Beginn des Siegeszuges des Kapitals vorantrieben und die ursprüngliche Akkumulation in Europa in’s Werk setzten. (Dies ist im Buch: „Caliban und die Hexe“ recht gut beschrieben.) Getrieben werden sie heutzutage von den Verwertungszwängen der sich in ihren Händen angesammelten Geldmengen, die sie ständig steigern müssen.

Natur- und Klimaschützer sowie Aktivist*innen der Mieter*innen-Bewegung haben es dementsprechend mit einem mächtigen und gefährlichen Gegner zu tun. Am deutlichsten wird dies an den Brandanschlägen, die die gesamte Menschheit gefärden  bzw. der Welle der im August außer Kontrolle geratenen Brandrodungen im Amazon. Diese Finanzmacht-Konglomerate,  (siehe dazu auch diesen Artikel im „Economist“ oder gucke das Bloomberg-Video auf youtube) konkurrieren in etwa so mit- und gegeneinander, wie Media Markt und Saturn bzw. Steinkohle gegen Eierkohle:

Screenshot: Bloomberg-Video of youtube

Beiden geht es unnatürlich um Kohle/Zaster anderer Art und dafür betreiben sie und deren Politiker eine politische Ökonomie der „verbrannten Erde“. Sie orientieren sich beide am Nettogewinn, der am Zuwachs von Ziffern in Dollar bzw. floodenden Geldmengen berechnet wird.
Dieser steigt umso mehr, je preisgünstiger die Ware Arbeitskraft wird. Im Baubereich können sich viele der darin schuftenden schon heute keine Wohnung mehr leisten und schlafen auf der Straße. In Libyen werden SubSaharians auf dem Sklavenmarkt verkauft, um dann das zivilisatorische „Arbeit macht frei“ genießen zu dürfen. (Ich bitte an dieser Stelle, mir den Sarkasmus zu verzeihen!)

Doch zurück zur „Lunge der Erde“: Die Zerstörung des Amazon-Regenwaldes bedeutet  die gravierende Schädigung des Weltklimas und der Wasserversorgung. Dadurch werden weitaus mehr Menschen kurz- und langfristig getötet als durch den Anschlag am 11. September 2001 auf das WorldTrade-Center. Besonders schlimm wüte(te)n die Feuer in Brasilien. Und nicht nur das: Seit langer Zeit schon finden immer wieder Wellen von Genoziden an der brasilianischen Ureinwohnerschaft, den Indigenous statt. (siehe: dazu https://en.wikipedia.org/wiki/Genocide_of_indigenous_peoples_in_Brazil sowie die Artikel in der New York Times: https://www.nytimes.com/2017/05/29/opinion/the-genocide-of-brazils-indians.html und https://www.nytimes.com/2018/11/10/world/americas/brazil-indigenous-mining-bolsonaro.html).
Ich sehe diejenigen, die dafür verantwortlich und das voran treiben, als die gefährlichste Terror-Gruppe der Menschheit an.  Die naturwissenschaftliche Zeitschrift Spektrum schrieb folgendes:

„Doch es sind nicht nur die entwaldeten Flächen, die brennen. Einerseits greifen Feuer auf den gesunden Wald über, der unter normalen Umständen nicht Feuer fängt – andererseits werden solche Brände als Terrorwaffe gegen indigene Völker eingesetzt, die in intakten Waldgebieten leben und sich gegen die Zerstörung ihrer Heimat wehren“

Sie muss deshalb entschieden bekämpft und unschädlich gemacht werden. Die dafür Verantwortlichen gehören vor den Internationalen Strafgerichtshof. Dies ist allerdings schwierig zu erreichen, da die Polizei und der kapitalistische Staatsapparat mit seinem bis zu den Zähnen bewaffnetem Gewaltmonopol die Interessen dieser 1% schützen und verteidigen soll. Der Staat ist ein Organ der herrschenden Klasse gegen die Arbeiter*innen.

Die deutsche Regierung wirkt für die Interessen derer, die täglich für Kapitalverbrechen verantwortlich sind.  Friedrich Merz z.B. ist ein BlackRock-Chair. Die deutsche Regierung fiel dem Aufruf von dem französischen Präsidenten Macron, der die EU zum Handelsboykott gegen brasilianische Agrarprodukte unter dem Faschisten Bolsonaro aufrief, in den Rücken.  Außerdem hofierte auch schon Heiko Maas „Bolsonazi“. (http://www.labournet.de/internationales/brasilien/politik-brasilien/politik_bolsonaro/freundschaftsbesuch-aussenminister-maass-trifft-rechtsradikalen-praesidenten-den-wunschkandidaten-bundesdeutscher-unternehmen-in-brasilien/) Außerdem finden sich unter den Finanziers der Brandrodungen in Brasilien  auch die Deutsche Bank und die Commerzbank.

Die US-amerikanische Zeitschrift „The Intercept“ veröffentlichte am 27. August einen Artikel, in dem beschrieben wird, warum „Blackstone“ für die aktuelle Zerstörung der Lunge unseres Klimas und Planeten in hohem Maße verantworlich ist.

Die Zeitung „The Atlantic“ benennt weitere „Global Player“, die daraus Gewinne generieren:

„In its research, Amazon Watch found that just a handful of global financial companies have been profiting from these exports. The global agribusiness giants Archer Daniels Midland (ADM) and Bunge dominate Brazil’s soy-trading market. Their major shareholders include Vanguard, State Farm, BlackRock, State Street, and T. Rowe Price. Collectively, these financiers own more than $9 billion of investments in these two companies. The privately held U.S.-based Cargill and Netherlands-based Louis Dreyfus are the other two companies that dominate global grain trade. As for the banks providing lines of credit to these agribusiness giants, five provide the lion’s share: BNP Paribas, JPMorgan Chase, Barclays, Bank of America, and Citigroup. Together, these banks “provided more than a billion dollars in credit apiece,” according to Amazon Watch.“

Und nun etwas Positives: Es gibt z.B. seitens „Friends of the earth“ / „Freund*innen der Erde“ auch Lösungsansätze, die hier mit konkretem Bezug auf die Agrarindustrie als „AgroEcology“ ausgearbeitet wurden.

im nächsten Blogbeitrag geht’s weiter mit „Arbeiter*innen und Gewerkschaften mit  Bezug auf den Klimastreik

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Messer-Attacken und Degen-Sätze in Geutsch-Land

Heute ist das Urteil über die tödliche Messerattacke vom letzten Jahr in Chemnitz in den Medien. Mir geht es weniger um Schuld oder Unschuld des jungen Friseurs, sondern um den Hintergrund des „zornigen Volkes„, in dessen Namen das Urteil gefällt wurde. Und natürlich wird das Urteil auch in den dissocial media diskutiert und kommentiert.

Frank Jansen beginnt seinen Artikel im Berliner Tagesspiegel mit:

„Fast auf den Tag genau ein Jahr nach dem Tod des Deutsch-Kubaners Daniel Hillig in Chemnitz hat das Landgericht der Stadt den mutmaßlichen Täter Alaa S. (24) zu neuneinhalb Jahren Haft verurteilt. Die Erste Kammer unter Vorsitz von Richterin Simone Herberger hält den syrischen Flüchtling des Totschlags und der gefährlichen Körperverletzung für schuldig.“

Für die Xenophoben bzw. denen, die aus der Xenophobie politisches Kapital schlagen, war diese Messerattacke ein „gefundenes Fressen“ und getreu der sozialdarwinistischen Methode von Fressen oder gefressen werden, griffen sie bei ihren Aufmärschen in Chemnitz auch ein jüdisches Speiselokal an. Antisemitismus ist eine der ältesten xenophoben Geisteskrankheiten, die innerhalb der Reconquista in Spanien und Portugal in biologischen Rassismus umschlug. Diesen exportierten die spanischen Kolonialisten nach Amerika und Afrika.

Damit ist auch gesagt, was diese „Zivilisation“ begleitet: Sie beruht – psychologisch – auf Angst und Hass. Materiell/materialistisch auf: Krieg und Raubmord. Deshalb ist diese patriarchale Zivilisation im Grunde eine Militarisation. So beruht auch die politische Ökonomie der heutigen Gesellschaft auf Eroberungskriegen, Homiziden, Vertreibung und Versklavung. Das „materialistische“ ist die Entstehung einer Gesellschaft, in der das Privateigentum an Produktionsmitteln gesellschaftliche Realität wurde und die Verfügungsgewalt über den gesellschaftlichen Reichtum sich in den Händen einer winzigen politökonomischen Klasse angesammelt hat. Und nicht nur das: Ihnen zu Diensten ist auch Legislative, Exekutive und Judikative und damit auch das bis an die Zähne bewaffnete staatliche Gewaltmonopol.

Die Messerattacken der Expropriierten (=Enteigneten) sind – verglichen mit den täglichen Raubmorden der herrschenden Klasse – Verzweifelungstaten, insbesondere dann, wenn sie als Amoklauf und Beziehungstaten (Eifersucht) angesehen werden müssen.

Die patriarchale Erziehung bringt dies allerdings auch mit sich. In meiner Kindheit fuchtelten die Jungen oft wild mit Spielzeugschwertern um sich und wer keines hatte, nahm einen Stock. Szenen aus den patriarchalen Märchenbüchern, in denen Ritter die Prinzessin retteten, gaben dafür das ideologische Rüstzeug.

Nüchtern und materiell betrachtet, sind Attacken mit Messern in Deutschland nur deshalb häufig, weil es – anders als in den USA – Schusswaffen nicht im „freien“ Handel gibt bzw. diese im „Degensatz“ zu Messern recht teuer sind.

Würde ich, wenn ich folgenden Absatz

„Die AfD-Fraktion in dem Bundesland (Saarland, A.S.) wollte es nun genauer wissen und fragte nach den Vornamen der Täter. Die Vermutung offenbar: Unter den Deutschen seien etliche Migranten, die eingebürgert wurden. Nun legte die Polizei das Ergebnis für die Anfrage des AfD-Abgeordneten Rudolf Müller vor. Demnach war der häufigste Name unter den 842 deutschen Tätern Michael, gefolgt von Daniel und Andreas. Mehr noch, unter den elf häufigsten Vornamen findet sich kein einziger, der sofort einen Migrationshintergrund nahelegt.
Die genau Auswertung: Michael (24 Fälle), Daniel (22 Fälle), Andreas (20 Fälle), Sascha (15 Fälle), Thomas (14 Fälle), Christian (13 Fälle), Kevin (13 Fälle), Manuel (13 Fälle), Patrick (13 Fälle), David (12 Fälle), Jens (12 Fälle), Justin (11 Fälle) und Sven (11 Fälle).

Ebenfalls hatte die AfD nach einer möglichen doppelten Staatsangehörigkeit der Täter gefragt. Die Antwort der Polizei: Nur 14 der 842 deutschen Täter haben neben dem deutschen Pass noch einen weiteren.“

in der Welt vom März diesen Jahres mit „Messerattacken: Deutscher Michel der häufigste Täter“ betiteln würde, an der Eskalationsschraube drehen? Ja. Dies aber nicht, weil alle Männer namens „Michael“ unter Generalverdacht stünden bzw. sich die Aggressionen auf sie beziehen würden, sondern weil sich dann nur Nationalismus und Anti-Nationalismus gegenüber stünden, die sich weiterhin ihre rhetorischen Degensätze an den Kopf werfen würden.

Ich halte mehr davon, wenn wir Messer nur für die Speisezubereitung nutzen würden und Degen-Sätze zur Aufhebung des Patriarchats und seiner Greuel beitragen würden. Und apropos „Bücher-Protz“: es wäre gut, anstatt sich an den dissocial media zu beteiligen, einfach mehr gute Bücher zu lesen. Mensch muss ja nicht damit „protzen“.

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Social? Media?

Ich stieß heute in der Bibliothek auf das Buch von Jaron Lanier „Zehn Gründe, warum du deine Social Media Accounts sofort löschen musst“ und war sofort begeistert. Der Typ schreibt echt gut und hat mich im Vergleich zwischen Katzen und Hunden gleich gepackt. Denn: Ich mag Katzen mehr als Hunde, da Katzen sich nun einmal nicht abrichten lassen und ihre Individualität behaupten. Allerdings nervt mich unsere Hauskatze hin und wieder: Immer, wenn ich im Garten auf dem Tisch ein Plakat malen will, setzt sie sich mitten auf das Plakat. Es wirkt fast so, als wolle sie einfordern, dass ich sie malen soll.

Doch kommen wir nun zur gegenwärtigen Gesellschaft der (Pawlowschen) Hunde: Als das Internet in den 80er und 90er Jahren Einzug in mein Leben hielt, war ich anfangs sehr begeistert. Ich liebe Kommunikation und der Eindruck, mit Menschen global in Kontakt treten zu können, hat mich fasziniert. Dementsprechend habe ich in einem Rechenzentrum einer Hochschule daran mitgearbeitet, die Hochschulen zu vernetzen und geguckt, welche Usenet-Gruppen und Mailinglisten für die Studierenden zur Verfügung stehen. Es war eh eine Zeit, die mensch als „Tauwetter-Periode“ bezeichnen konnte. Dies, weil sich der sogenannte „Warschauer Pakt“ auflöste und es so schien, als ob nun auch der militärisch-industrielle Komplex der USA „zivilisiert“ werden würde.

Nun, Edward Snowden hat uns diese Illusionen genommen. Wir wissen, dass es dazu benutzt wurde, uns zu kontrollieren und zu überwachen. Auch die sogenannte „freie Marktwirtschaft“ schnürt aus unseren Daten Pakte, die verhökert werden, um die Aufmerksamkeitsökonomie noch schärfer und zielgerichteter auf uns anzuwenden. Nicht nur das: Das Internet und die sogenannten „Social Media“ werden dazu benutzt, um uns auch politisch zu manipulieren. Der „Cambridge-Analytica-Skandal“ beweist dies.

Außerdem: Die auf Kapitalakkumulation beruhende Gesellschaft ist eine brutale Konkurrenzgesellschaft, die Dissozialität bedeutet. Wenn es kein richtiges Leben im falsche gibt, kann es auch keine sozialen Medien in einer Gesellschaft der Dissozialität geben.

Nun muss ich etwas zum Begriff es Sozialen schreiben: Natürlich ist meiner subjektiv, d.h. ich nehme mich als denkendes und handelndes Individuum wahr. Ich entstamme einer Familie, die durch die christliche Sozialethik geprägt wurde. Dies bedeutete: einander beizustehen, sich um Fürsorge für Gebrechliche zu bemühen bzw. es war/ist selbstverständlich, ihnen zu helfen. Freundschaft, Ehrlichkeit, Vertrauen und Rücksicht auf die Bedürfnisse und Bedürftigkeiten unseres Gegenübers gehör(t)en zu den Essentials im gegenseitigen Umgang. Und die Ethik von Kant. die er im „kategorischen Imperiativ“ dargelegt hat, kindgerecht aufbereitet in „Was Du nicht willst, dass man Dir tu‘, das füg‘ auch keinem anderen zu“ waren Teil meiner Erziehung. Dies ist denkbar einfach und handhabbar, da davon ausgegangen wird, psychisches Leid und physischen Schmerz von Lebewesen fernzuhalten.

Die sogenannten „sozialen Medien“ funktionieren allerdings nach dem Prinzip: Die Quantität erschlägt die Qualität. Belohnt werden nur die, die eine Masse an Zuschauern und Followern haben. Nur dann gehören sie zum Kreis jener, die als „bedeutend“ erkoren werden. So funktioniert die Aufmerksamkeitsökonomie, die Teil der politischen Ökonomie ist. Das ist nichts anderes als Propaganda, Marketing. Und leider funktioniert sie auch bereits im Alltag. Viele machen sich zu kostenlosen Werbeträgern von Firmen, wie Adidas oder Nike. Auch die Plastikflut ist Teil der Werbeflut, die uns überschwemmt. Und imho ist diese für Mensch und Natur bzw. die Menschennatur und viele andere Lebewesen weitaus unbekömmlicher als die „gestrandeten Menschen“ in Rettungsbooten. Die vielen Länder, die sich weigern, Flüchtlinge aufzunehmen, sollten lieber die Plastikflut eindämmen, statt das Asylrecht zu eliminieren!

Doch kommen wir zurück auf „Social Media“: Nachdem ich in dem Buch von Jaron Lanier herumgeblättert hatte und mich dazu entschied, es mir auszuleihen und öffentlich daraus im „Lesetresen“ vorzulesen, stieß ich heute abend, nachdem ich Firefox aufrief auf den Zeit-Artikel „Ein Leben nach dem Internet. Jetzt.“ von Anna Miller. Meiner Auffassung gemäß beklagt sie in ihrem Artikel die Dissozialität, die durch das IKT-Technologie hervorgerufen wird. Fakt ist aber: Sie war vorher schon da und wird von dieser Technologie nur verstärkt.

Schon vor einiger Zeit habe ich mal einen Flyer verteilt, dass ein guter Nachbar wichtiger sei als ein entfernter Facebookfreund… Doch nun gibt es „nebenan.de„. Schon ein Blick auf die Teamseite zeigt, dass auch darin um Aufmerksamkeitsökonomie geht:

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In den Datenschutzrichtlinien heißt es:

2.11.1. Facebook Conversion- und Retargeting-Tags

Unsere Webseite verwendet zu Marketingzwecken sog. Conversion- und Retargeting-Tags (auch „Facebook-Pixel“) des sozialen Netzwerks Facebook, einem Dienst der Facebook Inc., 1601 Willow Road, Menlo Park, California 94025, USA („Facebook“). Wir nutzen Facebook-Pixel, um die allgemeine Nutzung unserer Webseite zu analysieren und die Wirksamkeit von Facebook-Werbung nachzuvollziehen („Conversion“). Zudem nutzen wir die Facebook-Pixel um dir momentan oder zukünftig anhand deines Interesses für unseren Service individualisierte Werbebotschaften auszuspielen („Retargeting“). Facebook verarbeitet dafür Daten, die der Dienst über Cookies und ähnliche Technologien auf unserer Webseite erhebt.

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Falls du Mitglied bei Facebook bist und es Facebook über die Privatsphären-Einstellungen deines Kontos erlaubt hast, kann Facebook die über deinen Besuch bei uns erfassten Informationen zudem mit deinem Mitgliedskonto verknüpfen und für die zielgerichtete Schaltung von Facebook-Ads benutzen. Die Privatsphären-Einstellungen deines Facebook-Profils kannst du jederzeit einsehen und ändern. Wenn du kein Facebook-Mitglied bist, kannst du die Datenverarbeitung durch Facebook unterbinden, indem du auf der zuvor erwähnten TRUSTe-Webseite den Deaktivierungs-Schalter für den Anbieter „Facebook“ betätigst. Die Datenverarbeitung kannst du weiterhin unterbinden, indem du einen Haken in dem Kästchen „Browser-Tracking deaktivieren“ am Ende dieser Datenschutzerklärung setzt.

Wenn du die Datenverarbeitung durch Facebook deaktivierst, wird Facebook nur noch generelle Facebook-Ads anzeigen, die nicht anhand der über dich erfassten Informationen ausgewählt werden.

Nähere Informationen hierzu findest du in der Datenrichtlinie von Facebook.

2.11.2. Google AdWords Conversion-Tracking und Remarketing

Unsere Webseite nutzt die Dienste „AdWords Conversion-Tracking“ und „AdWords Remarketing“ der Google Ireland Limited, Gordon House, Barrow Street, Dublin 4, Irland („Google“). Mittels „AdWords Conversion-Tracking“ werden von uns definierte Nutzeraktionen erfasst (wie beispielsweise das Klicken auf bestimmte Teile der Webseite, Seitenaufrufe, Downloads) und analysiert. „AdWords Remarketing“ nutzen wir momentan oder zukünftig, um dir individualisierte Werbebotschaften für unseren Service auf Partnerwebseiten und innerhalb des Suchnetzwerks von Google anzuzeigen. Beide Dienste setzen dafür Cookies und ähnliche Technologien ein. Die in diesem Zusammenhang anfallenden Daten können von Google zur Auswertung an einen Server in den USA übertragen und dort gespeichert werden. Für den Fall, dass personenbezogene Daten in die USA übertragen werden, hat sich Google dem EU-US Privacy Shield unterworfen.

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Nähere Informationen hierzu findest du in der Datenschutzerklärung von Google.

2.11.3. Google Analytics

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Nähere Informationen hierzu findest du in der Datenschutzerklärung von Google Analytics.

2.11.4. Unbounce

Unsere Webseite verwendet unbounce, einen Dienst der unbounce Marketing Solutions Inc., 400-401 West Georgia Street, Vancouver, BC, V6B 5A1 Kanada („Unbouce MS“). unbounce ist oder wird für bestimmte Seiten von Aktionen und Werbekampagnen (Landingpages) verwendet.

Diese Seiten werden von Unbounce MS gehostet und der Browser des Users kommuniziert dabei direkt mit dem unbounce, so dass die IP-Adresse des Users übermittelt wird und Cookies gesetzt werden können. Auch alle Angaben die vom User auf diesen Seiten eingegeben werden, werden bei unbounce gespeichert. Eine Auswertung der Aktivitäten wird zur Verfügung gestellt.

Wir haben mit Unbounce MS einen speziellen Vertrag abgeschlossen, der den Erfordernissen in Hinblick auf die Standardvertragsklauseln der Europäischen Kommission entspricht.

Weitere Informationen zu Unbounce MS und dem Datenschutz bei Verwendung des Diensts unbounce findest du hier: https://unbounce.com/privacy/

Damit ist bewiesen und angekündigt, dass auch von dieser Firma dicke Datenpakete von unserem nachbarschaftlichen Engagement geschnürt werden und die High-Tech-Firmen uns und unsere Vorlieben und Gewohnheiten bald besser kennen als unsere besten Freund*innen. Erst vor einer Woche wurde wieder ein neuer Datenskandal im Kontext von Instagram (gehört wie what’sApp zu Facebook) bekannt:

Ein Startup aus San Francisco hat heimlich massenhaft Daten von Instagram-Nutzern gesammelt. Konkret wurden Millionen „Stories“ und Standortdaten gespeichert. Die Informationen hat die Marketing-Firma Hyp3r offenbar genutzt, um detaillierte Werbeprofile von Nutzern zu erstellen – inklusive Bewegungsmustern und möglichen Interessen. Der Vorfall ruft Erinnerungen an den Skandal um Cambridge Analytica wach: Im März 2018 kam ans Licht, dass die Analysefirma Daten von 87 Millionen Facebook-Nutzern abgegriffen hatte. Instagram gehört seit 2012 zu Facebook. (Quelle: heise)

Dieser ist aber nur einer von vielen Skandalen der Datenkraken. Worin mündet diese Praxis der Aufmerksamkeitsökonomie? Ich habe ein Horror-Szenario im Kopf: Amazon wird sich in den Immobilien-Sektor einmischen, darin marktführend und vermietet nur noch Wohnungen, in denen Alexa installiert ist, das uns husten hört  und uns darauf hin dann ein Medikament – ebenfalls über Amazon – bestellt.

Tatsächlich ist diese social-medial-Gesellschaft eine Mischung aus Huxleys „Schöner neuer Welt“ und Orwells „1984„. Die gegenwärtigen politischen Verhältnisse entwickeln einen Drall ins Autoritäre und Totalitäre, was  ebenfalls in den beiden Büchern genannt wird.

Doch zurück zur Frage, ob und wie wir aus den Social Media aussteigen müssen, sollen, können. Diese Frage beschäftigt die FOSS-Community schon lange und sie hat Alternativen dafür entwickelt, die nur  noch genutzt zu werden brauchen:

social_media.png

Mehr dazu hier und da. Viel Spaß beim Löschen der Facebook-Accounts und dem Ausprobieren von Fediverse!

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Heißer Erpressungssommer „dank“ „Microsoft“

Winfuture“ meldet:

Erpressungstrojaner: Ransomware „GermanWiper“ löscht Daten einfach
Ransomware-Infektion veranlasst Ausrufung eines Notstandes
Nichts gelernt: Ransomware kostet eine Stadt einen Millionen-Betrag
Ransomware legt großen Windows-Hoster seit über einer Woche lahm
Phobos: Schlimmste 2018er Ransomware hat schon einen Nachfolger
Bitcoin gefordert: Jetzt auch mit Bombendrohung statt Ransomware.

Mit anderen Worten: Gute Zukunft geht nicht mit Windows.

Ich nutze schon seit vielen Jahren Linux und hatte noch nie solche Probleme.

In vielen Zeitungsartikeln und -kommentaren heisst es, dass momentan der deutschsprachige Raum heimgesucht würde.

Falsch: Auch Linux existiert im deutschsprachigen Raum und es gibt kaum eine Distribution oder Flavour, die/der nicht auch in die deutsche Sprache übersetzt wurde. Linux-Nutzer*innen sind nicht betroffen.

Sind wir Linux-Nutzer*innen tatsächlich solch eine verschwindend kleine Minderheit? Wenn ja, dann wird es Zeit, dass sich das ändert!

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