Für eine soziale Produktion

die dem menschlichen Wohlbefinden dient!

Wenn wir uns die heutige Krise vergegenwärtigen, wird klar, dass der globale Finanzmarkt zu einer Bedrohung der Produktion von Gütern und damit globalen Ökonomoie  geworden ist;, Die Ursache davon liegt in der Überakkumulation von Kapital. Da das produzierende Kapital immer weniger an Profiten erwirtschaftet, flüchtet das Kapital in den „geldheckenden“ Finanzsektor. Was ist die Ursache von Überakkumulation? 1. Es ist zunächst einmal der Widerspruch zwischen Produktion und Markt, d.h.: dass trotz „strategischer Marktanalyse“ das produzierende Kapital auf gesättigte Märkte stößt. 2. Durch Rationalisierungstechnologie wird der variable Anteil des Gesamtkapitals stark verkleinert,wodurch ebenfalls die Mehrwertmasse sinkt. Der Mehrwert ist jedoch die Voraussetzung für Profit; d.h.: die Profitrate sinkt. 3. der Kapitalismus stößt an die Schranken seiner Ausdehnungsfähigkeit. 4. Produktivkräfte werden gehemmt und können sich nicht mehr weiter entwickeln. Dies führt auch zur politischen und sozialen Krise und wird von regressiven Tendenzen (z.B. Anstieg des Nationalismus) begleitet. Schon im letzten Jahrhundert wurde von einigen Marxist*innen vom „Niedergang des Kapitalismus“ gesprochen.

Wie könnte eine Alternative dazu aussehen?

Ganz einfach: Um ohne die zerstörerische Einmischung der Ware-Geld-Beziehung zu leben, brauchen wir gesellschaftliche Individuen ein – mit dieser Epoche übereinstimmendes – Rätemodell. Es würde ein Produktionsrat der Arbeiter*innen, sowie ein Distributions- und Transport-Rat und ein Konsumtionsrat  gebraucht und geschaffen, die miteinander in Wechselwirkung stehen. In dem Moment, wo die Produktionsmittel vergesellschaftet werden, sind wir alle gesellschaftliche und produktive Arbeiter*innen. Vorausgesetzt: Wir schaffen Produkte, Lebensmittel, die dem Wohlbefinden des Menschen dienen!

Hier ein einfaches Beispiel, wie die gesellschaftliche Reproduktion organisiert werden kann: In den Bewohner*innenvollversammlungen, die in Lokalitäten der Straße und des Stadtteils bzw. des Dorfes abgehalten werden, werden Listen von dem erstellt, was an Lebensmitteln und Gebrauchsgütern für eine bestimmte Zeit benötigt wird. Diese Liste wird an den Distributionsrat weiter geleitet, der die Bestellungen an den Produzent*innen-Rat weiter leitet. Der Distributionsrat bzw. Logistik-Rat hat die Übersicht über Produktionsstätten und weiß um deren Kapazitäten, da eng mit den Produktionsräten verbunden ist. Ebenfalls koordiniert er die Transporte der reellen Güter, die dann in die Stadtteile, Dörfer gebracht werden. Gleichzeitig sind die Bewohner*innen- und Konsumtionsräte aber auch Orte der direkten Selbstverwaltung. Dies aber auch in den Produktionsstätten, da auch dort Arbeiter*innen-Versammlungen stattfinden, in denen die Produktion, die Ausgestaltung der Arbeitsräume und Veränderungen im Arbeitsalltag besprochen werden. Außerdem geht es ja auch um die Energiewende und sinnvollen Einsatz der neuen Technologien.

Wir alle, d.h. jeder Mensch ist heute gesellschaftlich tätig, ist bereits Teil der Distribution und ebenfalls irgendwo „(in)habitant“ sowie Konsument, nur unter sehr entfremdeten Bedingungen sowie unter dem Kommando des Kapitals. Das Kapital ist ja eine Totalität. Es trimmt uns auf Effizienz und Leistung.

Die Kollektivierung der  Produktion – orientiert an den Bedürfnissen der gesellschaftlichen Individuen – würde die Produktivkräfte aus einem Kerker befreien und sie für alle nutzbar machen.

Geld würde dafür nicht gebraucht, denn jede*r nimmt Teil an diesem Prozess und arbeitet mit daran. Dafür gibt es sauberes Trinkwasser, Nahrungsmittel, Wohnung, Strom, medizinische Betreuung etc. Jede*r nach seinen/ihren Fähigkeiten und Bedürfnissen, wobei letztere sich durch Weiterbildung und experimentelles Leben verändern. Wissenschaftler sollten beratend zur Seite stehen, damit die Menschen zu einer gesunden und glücklichen Lebensweise befähigt werden.

Voraussetzung dafür ist, dass die Produktionsmittel – und damit auch die Ressourcen von verantwortungsvollen Arbeiter*innen kontrolliert werden. Die jetzt noch herrschende Klasse zeigt täglich auf’s neue, wie unverantwortlich sie mit dem höchsten Gut umgeht, das wir besitzen:  unsere Körper und unser Leben.

Die Versammlungen – und zwar alle – debattieren natürlich auch darüber, welche Produktionszweige wichtig und sinnvoll sind und welche eingestellt werden sollen oder sogar müssen, damit unsere Kinder eine Zukunft haben.

Natürlich muss der Sozialisierungsprozess von Schutzräten geschützt werden. Darin geht es nicht nur darum, Plünderungen und private Aneignungen zu verhindern, sondern auch: der Konterrevolution keine Chance zu geben.

Auch den heutigen Neoliberalismus begann mit einer Konterrevolution gegen die Macht der Arbeiter*innen. Sie wütete unter Margret Thatcher in Großbritannien und zertrümmerte die Gewerkschaften. Anschließend breitete sie sich mehr und mehr über den europäischen Kontinent bis nach Russland ab dem Zusammenbruch des Comecon aus.

Siehe dazu auch das Video „Catastroika“:

Nun stehen wir an der Schwelle, der Katastrophe, in der sich die nicht nur die Arbeiter*innenklasse, sondern die gesamte Menschheit befindet, Einhalt zu gebieten.

Wie schon der Kapitalist und Unternehmer Friedrich Engels im Vorwort von „Klassenkämpfe in England“ beschrieb, sollte es uns im heutigen Klassenkampf darum gehen, die sog. „Kapitalisten“ und „Bourgeois“ als Menschen anzusehen, die ebenfalls unter dem Druck der Konkurrenz im Kapitalismus sowie Fremdbestimmung ihres Lebens leiden. Davon befreit, können sie ebenfalls ein schönes Leben genießen und ihre kulturellen&künstlerischen sowie menschlichen und sozialen Fähigkeiten entwickeln.

Und nicht nur das: Wir alle hätten auch Zeit für Liebe und die Kinder, die als Liebesgeschenk  des Lebens (in dem sich Menschen als Natur- und Gesellschaftswesen vereinen) besondere Zuneigung und Aufmerksamkeit – besonders in ersten Lebensjahren – brauchen.  Alle Menschen, die Kinder bekommen wollen, sollten dafür in Frühkindpädagogik/Erziehungswissenschaften ausgebildet werden.

Dies ist nur ein fragmentarischer Entwurf für eine neue Gesellschaft. Die jetzt noch bestehende muss dringend aufgehoben werden.

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Über alikase99

I'm struggling for a good future for y-our (your/our) children. Ich bemühe mich um eine gute Zukunft für unsere Kinder. Wir haben nur EINE Mutter Erde und sollten sie für die nächste Generation schützen. We all are sisters and brothers, children and parents. Wir sind alle Schwestern und Brüder, Kinder und Eltern. We have only ONE mother earth and shall protect her for the following generation.
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