EnDrüstung ist angesagt!

Der „globaler Dschihad“, in dem die Muslime aller Welt dazu aufgefordert wurden, Briten und Franzosen zu ermorden sowie terroristische Bombenattentate gegen sie bzw. deren Einrichtungen durchzuführen, begann 1914. Mehr dazu im exzellenten Artikel von Gerhard Piper, den ich in meinem letzten Beitrag verlinkt habe.

Ich möchte noch hinzufügen, da dieser mit: „Die gesamte Menscheit ist bedroht“ als Titel enthält: Mensch*lichkeit, die auch Gerechtigkeit, Sozialethik und Empathiefähigkeit (also gute Moral) beinhalten, wurden darin – insbesondere während 1933-1945 – ausgelöscht.

Dies sieht „man“ auch an der gegenwärtigen deutschen Politik unter dem Kommando einer christlich-evangelikalen Kanzlerin und einem christlich-katholischen Bundesinnenminister sowie dem deutschen Bundespräsidenten Steinmeier., der den Krieg 2003 auf den Irak mit zu verantworten hat.

Momentan werden die Kurd*innen Syriens in der Region und Stadt Afrin von islamistischen Dschihadisten des IS grausam niedergemetzelt, Frauen versklavt, Familien in die Flucht getrieben und auf der Flucht noch bombardiert. Das berichtete eine Mitarbeiterin des kurdischen roten Halbmondes am Sonntag im ZDF.

Syrien ist zu einem Schlachthaus geworden, in dem Menschen – darunter viele Kinder – zu Hunderttausenden durch Waffen aller Art massakriert werden. Waffenlager werden geräumt und Altbestände in Syrien „abgesetzen“. Waffen – bzw. deren Munition – werden produziert, um damit Menschen zu töten. Sie kommen auf den freien Markt, d.h. in die Zirkulation und werden in Kriegen verbraucht, damit die nächste Generation Waffen die Lagerhallen der kapitalistisch-patriachalen Ökonomie füllen kann. Die bewaffneten „Kopfabschneiderbanden“ in Syrien sowie die Soldaten und Generäle der imperialistischen Mächte sind nichts anderes als Erfüllungsgehilfen dieser Ökonomie. Es ist eine Ökonomie, in der menschliches Leben nur als „Humankapital“ gilt und verarmte Familien an der Heimatfront in Deutschland in den Kampf um einen Platz an der „Tafel“ wirft.

Die deutsche Waffenindustrie – vor allem Rheinmetall – ist für das Massaker in Syrien mit verantwortlich. Sie hat, den „OsmanoManiacs“ die Leopard2-Panzer und weitere Waffen geliefert und macht auch seit langer Zeit Bombengeschäfte mit den Saudis, die mit Waffen – made in Germany – im Jemen morden. Die gefährlichen Terrorkommandos von ISIS haben dadurch nun die Region Afrin als Stützpunkt und Operationsbasis für einen Krieg gegen den Iran erobert. Der Zweck: Sie solllten in die Schlacht gegen die Hezbollah (libanesisch-iranische Milizen) und gegen den Iran geworfen werden. Der Plan dazu liegt schon lange ganz weit oben in der Strategie-Schublade des Pentagon und wurde von dem Neocon und Falken John Bolton ausgeheckt. Dieser wurde jetzt zum nationalen Sicherheitsberater von Donald Trump ernannt.

Nur: Der OsmanoManiac Erdogan verfolgt ein eigenes und andere Interesse: Er will die Region – auch im Irak  – von Kurden „säubern“, d.h. den Genozid an Kurden voran treiben und hat den Amerikanern mit einer „osmanischen Ohrfeige“ gedroht.

Parallel dazu wird der Terror des IS gegen sog. „Ungläubige“ auch in Europa zunehmen, wenn wir jetzt nicht aktiv werden. Dies, weil im Grunde mittelerweile die Türkei zu einem islamistischen Terror-Staat geworden ist, der ISIS/ISIL/Daesh schon seit langer Zeit unterstützt.

Angesichts dieser Situation, d.h. dass alle gesellschaftlichen Individuen akut von Massakern dieses Terrorsystems Patriarchat bedroht sind, darf nicht auch noch die Rüstungsspirale weiter angehoben werden! Im Gegenteil: Wir brauchen Frieden, damit wir der Zerstörung der Natur – unserer Lebensgrundlage – entgegenwirken können.

Besonders betroffen und wütend macht mich, dass in Deutschland noch nie jemanden gehört habe, der eine Obergrenze für Waffenproduktion, Waffenexporte, Massaker, Massengräber und Genozide sowie Kindermorde gefordert hat. Dies insbesondere deshalb, weil die angeblich  „deutsche Wertarbeit“ damit „unwertes Leben“ in Form von Verstümmelten, (Invaliden) schafft. Dies täglich. Da sie täglich produziert werden.

Jede produzierte Waffe ist eine zu viel !

Wir brauchen statt dessen mehr Kinderbetreuung sowie Pflegekräfte und Ärzt*innen und… und…. die Mittel dafür.

Unbedingt muss deshalb auch der deutsche Staatsapparat abgerüstet werden!

Deshalb müssen wir einen Frauen*-Streik organisieren!

Hier der Link zum public pad, der uns dabei helfen kann, diesen „auf den Weg“ zu bringen bzw. in’s Werk zu setzen.

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Der globale Dschihad bedroht die Menschheit

Zunächst einmal zum „Dschihad“. Es ist so etwas, wie „heiliger Krieg“, der aufgrund des Terminus „heilig“ in Verbindung mit Krieg heutzutage die Zerstörung von allem, was „heile“, d.h. gesund, brauchbar, intakt und funktionsfähig ist, bedeutet. Also das, was wir als Natur- und Gesellschaftswesen an Lebensmitteln benötigen.

Es gibt ein deutsche Kinderlied, das mit „heile, heile Segen, morgen gibt es Regen“ beginnt und dem entsprechend unsere „Mutter Natur“ als heilbringend ansieht. Dazu gehört insbesondere Wasser als primäres Lebensmittel. Jihad ist etymologisch – also dem Ursprung entsprechend – „der Weg zur Quelle“, d.h. er war ursprünglich auch dem Leben und den Lebensmitteln sowie einem guten Umgang mit der Natur gewidmet. Hintergrund davon  Die literarische Ursprungsmutter des Islam, Hagar, wurde aufgrund weiblicher Eifersucht seitens Sarah „in die Wüste“ geschickt. Hagar musste also Wasser finden, um mit ihrem Kind überleben zu können. Dementsprechend bedeutet „Jihad“ auch: „die Suche“.

In Mesopotamien waren Frauen die Kulturbringer*innen und – wie wir an Inanna / Ishtar sehen, waren sie vor den patriarchalen, abrahamitisch geprägten Religionen in den Tempeln, lebten und lehrten dort.

Seit dem Patriarchat kann von einer Heiligkeit jedoch keine Rede mehr sein. Krieg wurde zum „Vater aller Dinge“ (Heraklit). Das Patriarchat ist ein Gewaltsystem, das auf Mord und Raub beruht. In der Bibel wird dies auch in der die Ermordung Abels durch seinen Bruder Kain beschrieben. (Hintergrund davon: ein zwischen Männern ausgefochtener Streit um Wasser, ggf. zwischen Nomadenstämmen bzw. der zwischen Ackerbauern und Nomaden). Tatsächlich werden 95% aller Homizide von Männern – und überwiegend – an Männern begangen. Die „Brüderlichkeit“ ist also höchst gefährlich, besonders wenn es um „Waffenbrüderlichkeit“ geht.

Und deshalb – wegen der Aktualität – mache ich jetzt einen Sprung zur Neuzeit:

Ein sehr guter Artikel, der zeigt, was „Heilige Kriege“ seit der kapitalistisch-imperialistischen Phase sind, ist der von Gerhard Piper unter der Überschrift: „Als Deutschland 1914 in den Dschihad zog„. Barmherzigkeit und Güte wurden „ausgemerzt“ und evangelische Pfaffen zu Hasspredigern. Dies bei gleichzeitiger Instrumentalisierung des Islam für die Interessen des deutschen Kapitals. Innerhalb dessen wurden Muslime zu Terroristen gemacht und zum Terrorismus angestachelt.

Am 12.05.2005 hatte Panorama dazu eine Sendung gemacht. die immer noch in der Mediathek zu finden ist.

Der deutsche Staat ist seitdem nie ein Rechtsstaat gewesen, sondern ein Terrorstaat, weshalb Adolf Hitler auch in Deutschland zur Macht kam und nicht in Österreich – seinem „Heimatland“ – politische Karriere machte. Dies liegt in der Natur des bürgerlichen Staatsapparates unter dem Kommando großer Konzerne. Adolf Hitler war übrigens auch ein glühender Islamist. Ibn Saud teilte er mit, dass der Islam ehr zu Deutschland passen würde als das Christentum. Einer aus der Goebbels-Bruderschaft setzte dies in Ägypten um: Johann von Leers/Omar Amin, der anschließend mit Gerhard Mertins / Merex AG für die CDU-Schwarzgeldkassen und die deutsche Waffenindustrie bzw. den Unternehmen, die Hitler als politischen Vertreter ihrer Interessen auserwählten. Der Waffenschwarzhandel lief über die Pullacher Geheimagentur, die von Reinhard Gehlen geleitet und später in BND umbenannt wurde.

Deshalb noch kurz zum Staat, da der Geheimdienstapparat „tiefer Staat“ genannt wird, obwohl er quasi als „Überstaat“ wirkt, d.h. den Staat und Staatsbeamte inkl. Politiker überwacht.  In Deutschland wurde nie die Tradition der GeStaPo und SD überwunden, sondern einer aus diesem Apparat fungiert gegenwärtig als Bundespräsident: Frank-Walter Steinmeier.

Der bürgerliche Staatsapparat ist zum einen ideeller Gesamtkapitalist, aber auch Organ zur Niederhaltung der Arbeiterschaft sowie Zerschlagung von Klassenkämpfen in den Händen derer, die das Kapitals kommandieren und davon profitieren, also der herrschenden Klasse. Der Staat als patriarchales Produkt ist aber wesentlich ein Kriegsapparat, mit angehäufter DestruktivQUALifikation, weshalb der Staat primär den Interessen der Rüstungsindustrie folgt. Auch in der Entstehung der kapitalistischen Produktionsweise nach der Erfindung der Dampfmaschine diente die darin eingesetzte Arbeitskraft in Deutschland/Preußen dem Militär.  Dieses hatte Priorität und der Leiter der Textilmanufaktur für die Uniformherstellung war ein Beamter. Das war der Ursprung des deutschen Staatskaptalismus mit „Dienstpflicht“ aller Arbeitenden unter Bevorzugung von Uniformierten, d.h. Soldaten und Polizeibeamten. Der „deutsche Dschihad“ diente dementsprechend primär der Militärmaschinerie und seiner Ausdehnung.

Die Auswirkungen davon erleiden wir heute: eine humanitäre Katastrophe. Krieg und Terror, Kriegsterror, der auch die in Europa lebenden Menschen bedroht.

Untergang 2.0 im globalen Dschihad?

Schaut, was in Syrien passiert: Massenmord für die Interessen des globalen militär-industriellen Komplexes und einiger weniger reicher Männer, wie Jeff Bezos.

Der deutsche Gewerkschaftsapparat trägt dies mit, obwohl die Gewerkschften als Organisation für Arbeiter*innen-Interessen tätig sein sollten! Er ist eine tragende Säule des deutschen Staates, der Kinder hungern, verelenden und ermorden lässt.

Ich werde dies nicht mehr hinnehmen und fordere alle Arbeiter*innen dazu auf, dies ebenfalls nicht mehr unterstützen. Wir werden der globalen Kriegsmaschinerie unterworfen, die den gesamten Planeten zerstört! Das dürfen wir nicht mehr hinnehmen!

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Gedanken zum BDS

Gestern fand ich in meiner Twitter-Timeline einen Tweet von von „ReDoc“ (Research & Documentation), der darauf aufmerksam machte, dass das BDS-Movement eine Agit-Prop-Veranstaltung vor der ITB (Internationale Tourismus-Börse) in Berlin veranstaltet hat.

 Ich will dies zum Anlass nehmen, über Sinn und Unsinn solcher Kampagnen zu schreiben. Ich werde dies eher grundsätzlich tun:

Die Initiator*innen und Aktivist*innen der Kampagne arbeiten mit bürgerlichen Mitteln, die völlig aus dem Blick verloren haben, was „politische Ökonomie“ bedeutet und dementsprechend nicht analysieren, dass

  1. die schlimmste und beherrschendste Okkupation die des Kapitals ist, was den gesamten Planeten und die Lebewesen auf ihm im Würgegriff hält und dass
  2. Neokolonialismus als Teil des globalen Imperialismus aus den Akkumulations- und verwertungsinteressen des Kapitals entsteht. (Dies ist nachzulesen bei Karl Marx, Rosa Luxemburg und Fritz Sternberg) und
  3. Inmitten einer von großen Global Playern – u.a. in der IT Branche (google & Co.) – der Boykott einer einzelnen Nation völlig an der Realität vorbei agiert.

Der Staat Israel ist Resultat des europäischen Imperialismus des letzten Jahrhunderts. Am Kolonialismus hat sich – wie u.a. Nathan Weinstock in „Das Ende Israels?“ beschrieb, auch die palästinensische Oberschicht, die Großgrundbesitzer, durch Landverkäufe an die Zionisten bereichert:

Der Zionismus folgt seiner eigenen, immanenten Logik, und die zionistische Besiedlung wird Folgen haben. Erste Konsequenz des Zionismus: Enteignung der Fellachen. »Das Landproblem rührte hauptsächlich daher, daß abwesende Grundeigentümer große Flächen Land an Individuen oder an zionistische Gewerkschaften verkauften. Ein gängiger Begleitumstand dieser Verkäufe war die Enteignung jener, die dort lebten, denn welches Interesse sollte wohl für die Zionisten der Besitz an Land haben, das an Araber verpachtet war? So sahen sich die Unglücklichen, die ihren Lebensunterhalt oft Generationen hindurch auf eben jenem Boden verdient hatten, von Haus und Hof vertrieben und ohne jede Entschädigung der einzigen Unterhaltsmöglichkeit, die sie hatten, beraubt. (. . .) Die enteigneten Pächter, die eigentlichen Opfer der jüdischen Einwanderung, waren der Kern des Palästina-Problems.«  Richtig ist zwar, daß dieses Land von den Großgrundbesitzern für gutes Geld verkauft worden ist. Die Fellachen jedoch sind nie gefragt worden, ebenso wie die palästinensischen Massen nie veranlaßt wurden, ihre Meinung zu dem zionistischen Projekt abzugeben, weder vor noch nach der Erklärung Balfours. (…) Der Fellache wird von der auf Wucher beruhenden Ausbeutung des Effendi zu Grunde gerichtet. Die Verschuldung nimmt katastrophale Ausmaße an. Die Zinssätze – gewöhnlich etwa 30% – erreichen stellenweise 50%. Unter solchen Bedingungen und in Anbetracht der parasitären Mentalität der Großgrundbesitzer, die ihre Länder vor allem als eine Spekulationsinvestition betrachten, bleibt die arabische Landwirtschaft dem technischen Fortschritt verschlossen. Bis zum Hals verschuldet, kann der Fellache seine Anbaumethoden nicht modernisieren. Der Effendi findet in der Immobilienspekulation lukrativere Verwertungsmöglichkeiten für sein Kapital und interessiert sich nicht für seine Länder. (…) Während die Feudalherren mit diesen gewinnbringenden Transaktionen fortfahren (die Bodentransaktionen bringen ihnen die nette Summe von 854796 Pfund im Jahre 1933, von 1647836 Pfund im Jahre 1934 und von 1699488 Pfund im Jahre 1935 ein), erlaubt eine verborgene Zusammenarbeit mit den Engländern und mit den Zionisten es ihnen dennoch, ihre herrschende Position aufrechtzuerhalten.  (…) Aber während diese Führer in der Öffentlichkeit Brandreden gegen den Zionismus verstärkt führen und jede Übergabe des von den Vorfahren erhaltenen Bodens an die Juden als »Verrat« bezeichnen, bereichern sie sich insgeheim dennoch damit, indem sie weiterhin genau jene denunzierten Geschäfte mit ausgesprochenem Eifer fortführen. Die fanatischen Tiraden sind zum Scheine für die Öffentlichkeit bestimmt. Sie gestatten es, die Unterstützung der Massen zu erschleichen. Sie dienen jedoch ohne Zweifel auch zu anderen, weniger beschämenden Zielen. Unter dem nationalistischen Druck wagen es die kleinen arabischen Bodenbesitzer nicht mehr, offen ihr Land an die Juden zu verkaufen.  Während der Revolte von 1936 bis 1939 richten die Anhänger der Hussein! sogar die »Verräter« hin. »Aber in derselben Zeit machte ein naher Verwandter des Mufti einen einträglichen Handel damit, daß er sich gerade auf diesen angeblich kriminellen Märkten dieser Art bewegte, allerdings mit einem entscheidenden Unterschied, denn diese Person zwang kleine arabische Bodenbesitzer, ihr Land ihm zu Spottpreisen zu verkaufen, und er verkaufte das Land sofort zu den üblichen übermäßig überhöhten Preisen an die Juden weiter.« mit den Engländern und mit den Zionisten es ihnen dennoch, ihre herrschende Position aufrechtzuerhalten.

Landgrabbing sowie Gentrifizierung ist Teil des kapitalistischen Konzentrations- und Akkumulationsprozesses. Das Problem ist die bürgerliche Linke, die dies nicht erkennt, sondern so behandelt, als könne es einen „gerechten“ und harmlosen Kapitalismus geben und keine Klassenanalyse betreibt. Dabei – wie Karl Marx dies in „Die ursprüngliche Akkumulation“ abhandele – begann der Kapitalismus mit der Vertreibung von Bauern von ihrem Land. Kapitalismus bedeutet eben auch „Expropriation“ und „Proletarisierung“.

Am Treiben der Deutschen Bank in den USA konnte man dies ebenfalls feststellen. Dies macht Jutta Ditfurth (1) in „Slumlord und Kolonialist„. Sie schrieb:

In Cleveland z.B. lebten in rund 7.000 Häusern auf innerstädtischen Grundstücken vorwiegend ärmere Menschen, viele Afro‐ und Hispano‐Amerikaner_innen. Mit undurchsichtigen rechtlichen Konstruktionen war die Deutsche Bank Eigentümerin dieser Immobilien geworden und ließ die Menschen, oft mit Polizeigewalt, räumen. Mit der Hypothekenkreditkrise von 2007 stand bald jedes zehnte Haus in Cleveland leer, und Straßen, die einmal als gute Adressen gegolten hatten, wurden zu Slums. Wenn ich heute aus meinem Fenster sehe, frage ich mich, wo die etwa 20.000 bis 100.000 Menschen leben, die die Deutsche Bank allein in Cleveland insgesamt vertrieben hat.

Ich frage mich: Warum blieb der Protest in Deutschland dagegen aus? Weil es keine israelische Bank war, die dies organisierte?

In dem Moment, wo unbewohnte Grundstücke mehr Spekulationsgewinn einbringen als bewohnte Immobilien, werden sich u.a. „dank“ dem globalen Finanzdienstleister „BlackRock“ & Co. Vertreibung und „Verslumung“ potenzieren bzw. stark zunehmen. Auch heute sind es hauptsächlich Arbeiter*innen bzw. pauperisierte Schichten, die wohnungslos gemacht werden, wodurch sich im Grunde eine Klassenanalyse – wie sie Nathan Weinstock für Palästina machte – aufdrängt.

Zum Kapitalismus gehört auch sein gesellschaftliches Verhältnis, in dem die Zirkulation und Reproduktion von Kapital organisiert ist. Zu diesem Zweck wurde der Nationalstaat geschaffen. Wenn nun, wie dieser – also Aufbau eines palästinensischen Nationalstaates – ein Ziel der  palästinensischen Nationalisten ist, so wird sich am Elend der palästinensischen Arbeiter*innen nichts verändern. Dies umso mehr, weil die Überakkumulation von Kapital keine nationalstaatliche „ursprüngliche Akkumulation“ in Palästina mehr zulässt. Diese aber wäre die Voraussetzung für einen eigenständigen Staat und um im neoliberalen, globalen Kapitalismus und innerhalb der Weltmarktkonkurrenz überhaupt bestehen zu können.

Dies bedeutet: Wir brauchen eine transnationalistische Bewegung zur Überwindung des Kapitals und seines bürgerlichen Verkehrsverhältnisses und damit auch der Nationalstaaten. Ziel sollte die Wiederherstellung des menschlichen Gemeinwesens sein, in der der Mensch als Mensch und nicht gemäss seiner ethnischen Zugehörigkeit anerkannt wird bzw. das Wohlbefinden des menschlichen Individuums im Zentrum einer sozialen Bewegung steht. Davon ist jedoch die BDS-Bewegung weit entfernt.

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(1) Ich erwähne Jutta Ditfurth nicht, weil ich ihr nahe stehe bzw. ihren Kampf gegen das BDS-Movement unterstütze, sondern weise lediglich auf ihre Rede hin, da sie die Deutsche Bank auf Basis ihres historischen Hintergrundes sehr gut kritisierte. Da der Antisemitismus (die organisierte Unmenschlichkeit) sich in der bürgerlichen Gesellschaft verbreitete, ist jede bürgerliche Bewegung nicht davor gefeit, antisemitisch zu wirken bzw. antisemitische Elemente und Persönlichkeiten anzuziehen bzw. in diese Bewegung mit aufzunehmen. Das BDS-Movement zeigt dies auf. Es betrifft in gleicher weise aber auch alle anderen bürgerlichen politischen Parteien und Gruppierungen.

 

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Aus dem Bauch heraus

oder auch:

Wie kann der „Krieg der Bäuche“ und Kindesmissbrauch für Profitzwecke aufgehoben werden?

Ausschnitt aus einer Kollage von Hannah Höch

Zunächst einmal: Viele existieren und handeln aus dem Bauch heraus. Es heisst auch: Du bist, was Du isst… (wobei wir bei „gesunder Ernährung“) wären, die jedoch eine Wissenschaft ist.

Dieser Artikel ist in Anlehnung an Alice und Otto Rühle geschrieben, die sich beide mit proletarischen Kindern beschäftigten und kommunistische Erziehungswissenschaftler*innen waren.

Kapitalismus bedeutet: ständiger Krieg

  • der Konkurrenten gegeneinander
  • der beiden Klassen (Arbeiter*innen auf der einen Seite und Kapitalbesitzer*innen auf der anderen) gegeneinander
  • um preisgünstige oder strategisch wichtige Bodenschätze
  • um Weltmarktanteile
  • um Welthegemonie, die u.a. durch ein „robustes Militär“ und technologischen Vorsprung erreicht werden kann
  • auf dem Feld der Ideologie/Theorie, insbesondere auf dem politischen Feld (wobei reflektiert werden muss, dass die Politik nur die Weiterführung des Krieges mit anderen Mitteln ist)

Kapitalismus ist aufgrund der Konkurrenzfaktoren der Kapitalbesitzenden gegeneinander auch ein Krieg gegen die Arbeitenden, da die Lasten an sie abgegeben werden. Dies, weil sie ihre Konkurrenz dadurch besiegen wollen, dass sie ihr Produkt preisgünstiger anbieten und dies nur über Lohnsenkung erreichen können. Dies wird auch im Rahmen imperialistischer Markteroberung durchgesetzt. Z.B. wurde Deutschland durch die Agenda 2010 und Hartz-Gesetze inkl. Ausweitung der Leiharbeit zum Dumpinglohnland, wodurch Deutschland einen Riesenhandels(bilanz)überschuss erwirkt. (siehe dazu auch den Blogartikel: „Europas Niedergang„) Dadurch verstärkt sich die Konkurrenz der Arbeitenden gegeneinander. Dies sowohl bei Bewerbungen (jede*r versucht sich besser zu verkaufen, als der/die ander*e) als auch innerhalb der Arbeitsstelle, um sich Vorteile auf Beförderung bzw. Lohnsteigerung zu verschaffen oder auch, um der nächsten Kündigungswelle zu entgehen.

Dieser Konkurrenzkampf beginnt schon in der Schule, der aus den Kindern „brauchbares Humankapital“  für die kapitalistische Wirtschaft machen soll. Darin lernt das Kind, dass es nicht ausreicht, sich einfach nur wohl oder gut zu fühlen, sondern es wird darin trainiert, den vom Lehrer vorgegebenen Stoff zu beherrschen und besser zu sein, als „die anderen“. Das Konkurrenzprinzip vergiftet Freundschaften und löst brutale Mobbingwellen in den Schulinstitutionen aus. Einige Kinder werden dadurch zu dissozialen, empatielosen Persönlichkeiten und andere – besonders die sensiblen – werden dadurch bereits arbeitsunfähig, depressiv, stark verunsichert und ebenfalls dissozial, weil sie kein Vertrauen mehr zu anderen Kindern entwickeln können. Misstrauen ist ein Faktor, der dissozialisiert. Der entfesselte Kapitalismus, der heutige Neoliberalismus, lässt wirklich soziale Interaktionen nur noch in Nischen zu.

Verlassen wir nun die Schule, obwohl „Schule“ (=Schulung) und damit Weiterbildung bekanntlich nie aufhört. Obwohl. ob wohl? Es ist eher ein Unwohl; denn: Es gibt erschreckenden Bildungsmangel – gerade was das Leben besonders Schutzbedürftiger – der Kinder – betrifft. Ein Staat müsste sich deshalb für das Kindeswohl stark machen und angehende Eltern bzw. solche Paare, die einen Kinderwunsch haben, darüber aufklären, was dem Kindeswohl und seiner Gesundheit und Entwicklung dient.

Es müsste wesentlich mehr Aufklärung über weibliche Sexualität und die Orgasmusfähigkeit von Frauen sowie Schwangerschaftsverhütung z.B. in den öffentlich-rechtlichen Medien und kostenlosen Volkshochschulkursen berichtet werden. Die bürokratisch-kapitalistisch intendierte „Familienplanung“ müsste jedoch abgelegt und das Prinzip der Lebenslust gelebt werden, wie  Raoul Vaneigem es in „Das Buch der Lüste“ beschreibt.

Auf lustvolle Mutter- und Elternschaft hatte bereits Wilhelm Reich im letzten Jahrhundert hingewiesen. Er artikulierte in einem seiner Bücher, dass die Zuneigung der Eltern zu ihrem Kind nur durch lustvoll-liebevolle Erotik/Sexualität entstehen kann. Fehlt sie, so wird sie auch dem Kind fehlen und die Interaktion zwischen Eltern und Kind wird geprägt durch Gleichgültigkeit, einem durch und durch kapitalistischen bzw. ökonomischen Prinzip.

Ich lebe in einem Umfeld, in dem viele Frauen in proletarischen Großfamilien quasi wie Gebärmaschinen wirken. Es gab und gibt keinen Bruch mit dem patriarchalen Traditionalismus des ländlich und religiös indoktrinierten – angeblichen  – Kinder“segens“ bzw. der von deutschen Feminst*innen kritisierten K’s, wozu Kusche(l)n, KinderKriegen, Küche samt führerKult gehört(e). Freilich gehört dies zum patriarchalen „Krieg über die Bäuche der Frauen“, dem „wachset und mehret Euch“, wie es die patriarchalen Götter befohlen haben. Dass dies noch so ist, ist der mangelnden Emanzipation aller benachteiligten Frauen geschuldet, an der der kapitalistisch-patriarchale Staat kein Interesse hat. Frauenkörper sind für ihn Ausbeutungsmaterial wie die durch Glyphosat verseuchten Äcker. Keinesfalls jedoch – oder nur einem sehr geringen Prozentsatz – basiert er meiner Wahrnehmung gemäß auf der Verschwörungsideologie nichtdeutscher „Menschen/Muslime mit Migrationshintergrund“, um das „Deutschtum“ zu unterwandern bzw. Deutschland zu erobern, wie es in der Halluzi-Nation von Thilo Sarrazin zu lesen ist.

Und nun – fast wirkt es so, als ob sich viele (bio-)deutsche Mittelstandsfrauen die Propaganda von T.S. zu eigen gemacht hätten – gibt es in Berlin einen Babyboom in den Reihen deutscher Frauen. Doch anders als die proletarischen Frauen, treten sie als Kampfmütter der Mittelklasse in Erscheinung. Zum einen sind es z.T. überbesorgte „Helikoptermütter“, zum anderen schieben Frauen aller Schichten ihren dicken Schwangerschaftsbauch oder das um den Bauch gewickelte Baby oftmals wie einen Kampfpanzer vor sich her. Es sind Frauen, die meinen, dass ihr Bauch und ihr Produkt etwas Wert ist (z.B. „den demographischen Kollaps“ verhindert) und dafür fordern sie Gegenleistung. Darunter sind höchstwahrscheinlich viele Frauen, deren „Start-Ups“ bzw. Karriere auf dem „freien Markt“ gescheitert ist.

Mir tun die Kinder leid, denn im Grunde werden sie für den Überlebensegoismus und die prokapitalistische Einstellung ihrer Mütter/Eltern missbraucht. Dies vor allem in den Großstädten dieser Erde, in denen die Kinder mit Abgasen/Feinstaub, Schwefeldioxiden, Stickoxiden, Ozon, Benzol und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffen vergiftet und krank gemacht werden.

Auch in Berlin habe ich bislang kaum keinen Aufschrei seitens besorgter Eltern in Folge des „Dieselgates“ gehört. Dies zumindest gemessen am Babyboom! Das halte ich für verantwortungslos. Denn die Automobilmafia bzw. die „Industriekapitäne“ machen weiter und wollen Profit auf Kosten unserer Gesundheit. Menschliches Leben ist für sie wertlos und wir werden wie Arbeits- und Konsumvieh behandelt, wodurch die Erde zum Schlachthaus wird.

Da dies nicht erfolgte, gehe ich davon aus, dass es einen weiteren Grund für den Baby-Boom gibt: Mittelstandsfrauen wollen sich noch – so lange wie möglich – ein „heiles Leben“ vorgaukeln. Sie igeln sich darin ein und gucken auch keine Nachrichten mehr, da sie diese „zu sehr aufregen“. Dies sagte eine Mutter zu mir. Ich höre auch öfter von Müttern: „Als Mutter habe ich so viel mit meinem Kind / meinen Kindern zu tun, dass ich dazu keine Zeit habe. Auch den Kopf dafür habe ich nicht.“ Sie ziehen sich also völlig von gesellschaftlichen Problemen zurück. Dazu gehören auch Frauen der Linken, die die Politik nicht mehr mitmachen wollen, weil die darin vorherrschende kaltschnäuzige Männerdominanz und der patriarchale Habitus, den auch viele Frauen angenommen haben sie zu sehr belastet.

Und zu den „Helikoptermüttern“ kann ich nur sagen: Sie „helikoptern“ nur sich selbst und missbrauchen dafür ihre Kinder, deren Gesundheit ihnen völlig gleichgültig ist.

Hier sind die Analysen der Luftverpestung durch den Automobilitarismus (synonym für die kapitalistisch-patriarchale Industriegesellschaft):

Auswirkungen von Feinstaub auf Neugeborene und Babys im Mutterleib

Schlechte Luft macht Kinder weltweit krank

Feinstaub und Stickoxide: Gefährdung nicht unterschätzen

Es gibt natürlich weitaus mehr Artikel dazu  (einfach die Suchmaschinen dazu bedienen…)

Nun zur Aufhebung: Sie ist u.a. im Buch von Alice und Otto Rühle in „Erziehung und Gesellschaft“ angelegt. Darin heisst es auf der ersten Seite in „Programm unserer Arbeit„:

L e b e n  w i l l  g e l e b t  s e i n.  Nichts weiter. Kein Zweck, keine Zielsetzung. Keine Spekulation und Meditation. Nur eine Aufgabe: Leben! Leben bewahren! Leben fortsetzen! Das ist das ganze Geheimnis“ („der Frage nach dem Sinn des Lebens, dem sich die Menschen seit Jahrtausenden“ widmen, A.S.).

Wer lebt, möchte gut leben. Doch gut und Güte wird und wurde bereits im letzten Jahrhundert verhindert, in dem ich aufgewachsen bin. Denn ich hörte andauernd von den scheiß Erwachsenen: „Dich hat man vergessen, zu vergasen“. Die automobilitärische – patriarchal-kapitalistische Gewaltmaschine muss gestoppt werden!!!

Ich denke, dass wir für das Leben unserer (Enkel-)Kinder „auf die Barrikaden“ gehen sollten! Wir brauchen eine völlig neue Verkehrs- und Umweltpolitik und damit auch Gesellschaftspolitik, die dazu beiträgt, dass unsere (Enkel-)Kinder nicht mehr krank gemacht werden und die Menschheit nicht mehr auf die Schlachtbank für die Profite der Rüstungsindustrie getrieben wird.

Wie wäre  es mit einem großen Krachflashmob vor dem Bundesverkehrsministerium?

Immerhin hat der VCD e.V. Bundesverband am 1. Februar einen Flashmob vor der CSU-Zentrale in Berlin gemacht. Hier dessen Presse-Erklärung dazu.

Was stoßen Panzer und Tornados bzw. das Kriegsmaterial „made in Germany“ aus? Vielleicht wäre es deshalb besser, vor das Bundesverteidigungsministerium oder vor das Bundeswirtschaftsministerium zu ziehen???

 

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Die Proletarierin

(ein noch nicht im Internet publizierter Text von Rosa Luxemburg von 1914; GW 3, S.410, erschienen in Sozialdemokratische Korrespondenz Nr. 27 am 5. März 1914)

Der Tag der Proletarierin eröffnet die Woche der Sozialdemokratie. 1 Die Partei der Enterbten stellt ihre weibliche Kolonne vor die Frontm indem sie zu dem heißen Achttagewerk auszieht, um die Samen des Sozialismus auf neue Äcker zu streuen, Und der Ruf nach politischer Gleichberechtigung der Frauen ist der erste, den sie erhebt, indem sie sich anschickt, für die Forderungen der gesamten Arbeiterklasse neue Anhängerscharen zu werben.

Die moderne Lohnproletarierin tritt so heute auf die öffentliche Bühne als die Vorkämpferin der Arbeiterklasse und Zugleich des ganzen weiblichen Geschlechts, die erste Vorkämpferin seit Jahrtausenden.

Schwer hat die Frau des Volkes seit jeher gearbeitet. In der wilden Horde schleppt sie Lasten, sammelt Lebensmittel; in dem primitiven Dorfe pflanzt sie Getreide, mahlt, formt Töpfe; in der Antike als Sklavin bedient sie die Herrschaft und säugt deren Sprößlinge mit ihrer Brust; im Mittelalter front sie in der Spinnstube des Feudalherrn. Aber seit das Privateigentum besteht, arbeitet die Frau des Volkes meist getrennt von der großen Werkstatt der gesellschaftlichen Produktion, also auch der Kultur, eingepfercht in die häusliche Enge eines armseligen Familiendaseins. Erst der Kapitalismus hat sie aus der Familie gerissen und in das Joch der gesellschaftlichen Produktion gespannt, auf fremde Äcker, in die Werkstätten, auf Bauten, in Büros, in Fabriken und Warenhäuser getrieben. Als bürgerliche Frau ist das Weib ein Parasit der Gesellschaft, ihre Funktion besteht nur im Mitverzehren der Früchte der Ausbeutung; als Kleinbürgerin ist sie ein Lasttier der Familie. In der modernen Proletarierin wird das Weib erst zum Menschen, denn der Kampf macht erst den Menschen, den Anteil an der Kulturarbeit, an der Geschichte der Menschheit.

Für die besitzende bürgerliche Frau ist ihr Haus die Welt. Für die Proletarierin ist die ganze Welt ihr Haus, die Welt mit ihrem Leid und ihrer Freude, mit ihrer kalten Grausamkeit und ihrer rauhen Größe. Die Proletarierin wandert mit dem Tunnelarbeiter aus Italien nach der Schweiz, kampiert in Baracken und trocknet trällernd ihre Säuglingswäsche neben Felsen, die mit Dynamitpatronen in die Luft fliegen. Als Saisonlandarbeiterin sitzt sie im Frühjahr im Lärm der Bahnhöfe auf ihrem bescheidenen Bündel, ein Tüchlein auf dem schlicht gescheitelten Kopfe, und wartet geduldig, um von Osten nach dem Westen verladen zu werden. Auf dem Zwischendeck des Ozeandampfers wandert sie mit jeder Welle, die das Elend der Krise von Europa nach Amerika spült, in der buntsprachigen Menge hungernder Proletarier, um, wenn die rückläufige Welle einer amerikanischen Krise aufschäumt, nach der heimatlichen Misere Europas, zu neuen Hoffnungen und Enttäuschungen, zur neuen Jagd nach Arbeit und Brot zurückzukehren.

Die bürgerliche Frau hat kein wirkliches Interesse an politischen Rechten, weil keine wirtschaftliche Funktion in der Gesellschaft ausübt, weil sie die fertigen Früchte der Klassenherrschaft genießt. Die Forderung nach weiblicher Gleichberechtigung ist, wo sie sich bei bürgerlichen Frauen regt, reine Ideologie einzelner schwacher Gruppen, ohne materielle Wurzeln, ein Phantom des Gegensatzes zwischen Weib und Mann, eine Schrulle. Daher der possenhafte Charakter der Suffragettenbewegung.2

Die Proletarierin braucht politische Rechte, weil sie dieselbe wirtschaftliche Funktion in der Gesellschaft ausübt, ebenso für das Kapital rackert, ebenso den Staat erhält, ebenso von ihm ausgesogen und niedergehalten wird wie der männliche Proletarier. Sie hat dieselben Interessen und benötigt zu ihrer Verfechtung dieselben Waffen. Ihre politischen Forderungen wurzeln tief in dem gesellschaftlichen Abgrund, der die Klasse der Ausgebeuteten von der Klasse der Ausbeuter trennt, nikcht im Gegensatz von Mann und Frau, sondern im Gegensatz von Kapital und Arbeit.

Formell fügt sich das Politische Recht der Frau in dem bürgerlichen Staat ganz harmonisch. Das Beispiel Finnlands, amerikanische Staaten, einzelner Gemeinden beweist, dass die Gleichberechtigung der Frauen den Staat noch nicht umstürzt, die Herrschaft des Kapitals nicht antastet. Da aber das politische Recht der Frau heute tatsächlich eine rein proletarische Klassenforderung ist, so ist es für das heutige kapitalistische Deutschland wie die Posaune des Jüngsten Gerichts. Wie die Republik, wie die Miliz, wie der Achtstundentag, kann das Frauenwahlrecht nur zusammen mit dem ganzen Klassenkampf des Proletariats siegen oder unterliegen, kann es nur mit proletarischen Kampfmethoden und Machtmitteln verfochten werden.

Bürgerliche Frauenrechtlerinnen wollen politische Rechte erwerben, um sich dann im politischen Leben zu betätigen. Die proletarische Frau kann nur der Bahn des Arbeitskampfes folgen, der umgekehrt jeden Fußbreit tatsächlicher Macht erringt, um dadurch erst die geschriebenen Recht zu erwerben. Im Anfang jedes sozialen Aufstiegs war die Tat. Die proletarischen Frauen müssen im politischen Leben durch ihre Betätigung auf allen Gebieten festen Fuß fassen, nur so schaffen sie sich ein Fundament für ihre Rechte. Die herrschende Gesellschaft verweigert ihnen den Zutritt zu den Tempeln der Gesetzgebung, aber eine andere Großmacht der Zeit öffnet ihnen breit die Tore – die Sozialdemokratische Partei. Hier, in Reih und Glied der Organisation, breitet sich vor der proletarischen Frau ein unübersehbares Feld politischer Arbeit und politischer Macht. Hier allein ist die Frau ein gleichberechtigter Faktor. Durch die Sozialdemokratie wird sie in die Werkstatt der Geschichte eingeführt, und hier, wo zyklopische Kräfte hämmern, erstreitet sie sich tatsächliche Gleichberechtigung, auch wenn ihr das papierne Recht einer bürgerlichen Verfassung versagt wird. Hier rüttelt die arbeitende Frau neben dem Manne an den Säulen der bestehenden Gesellschaftsordnung, und bevor ihr diese den Schein ihres Rechts zugesteht, wird sie helfen, diese Gesellschaftsordnung unter Trümmern zu begraben.

Die Werkstatt der Zukunft bedarf vieler Hände und heißen Atems. Eine Welt weiblichen Jammers wartet auf Erlösung. Das stöhnt das Weib eines Kleinbauern, das unter der Last des Lebens schier zusammenbricht. Dort in Deutsch-Afrika in der Kalahariwüste bleichen die Knochen wehrloser Hereroweiber, die von der deutschen Soldateska in den grausen Tod von Hunger und Durst gehetzt worden sind.3 Jenseits des Ozeans, den den hohen Felsen des Putumayo, verhallen von der Welt ungehört, Todesschreie gemarteter Indianerweiber in den Gummiplantagen internationaler Kapitalisten.

Proletarierin, Ärmste der Armen, Rechtloseste der Rechtlosen, eile zum Kampfe um die Befreiung des Frauengeschlechts und des Menschengeschlechts von den Schrecken der Kapitalsherrschaft. Die Sozialdemokratie hat dir den Ehrenplatz angewiesen. Eile vor die Front, auf die Schanze!

1 Im Jahr 1914 stand der Internationale Frauentag am 8. März im Zeichen des Kampfes für das Wahlrecht und die Gleichberechtigung der Frau. Mit diesem sozialdemokratischen Frauentag wurde die „Rote Woche“ der Partei vom 8. bis 15. März 1914 eingeleitet, die der Agitation für die Sozialdemokratie und ihre Presse diente. Als Ergebnis konnte ein wesentlicher Mitgliederzuwachs und eine Erhöhung der Abonnentenzahl für die Presse verzeichnet werden.

2 Als Suffragetten wurden in Großbritannien die Kämpferinnen für die politische Gleichberechtigung der Frauen, in erster Linie die Anhängerinnen der Frauenwahlrechtsbewegung bezeichnet.

3 Bei dem Unterdrückungsfeldzug 1904-1907 gegen die Hereros in Südwestafrika hatten die deutschen Kolonialtruppen die Eingeborenen in die Wüste getrieben und von den Wasservorkommen abgeschnitten. General Lothar von Trotha hatte Befehl gegeben, keine Gefangenen zu machen und auf Frauen und Kinder zu schießen, so dass die Hereros einem grausamen Tod ausgeliefert waren. Im Jahr 1904 hatten sich die Völker der Hereros und der Hottentotten gegen die Kolonialherrschaft des deutschen Imperialismus erhoben. Der Aufstand, der den Charakter eines Freiheitskrieges trug, endete mit einer verlustreichen Niederlage dieser Völker, nachdem die deutschen Kolonialtruppen drei Jahre lang mit äußerster Grausamkeit gegen sie vorgegangen waren.

 

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Personalfragen im PPP-Staat

Ich frage mich immer wieder, warum eigentlich Frau Merkel (1) – insbesondere bei den Vervolkern (2) – ständig „in der Schusslinie“ steht. Denn: Thomas de Maizière hat(te) den Job in der Flüchtlingspolitik, denn er ist ja auch Boss des BAMF…

Im Interview mit Marietta Slomka am 3. Mai diesen Jahres bescheinigte er den Mannen im Weißen Haus in Washington, darunter Steve Bannon – im Gegensatz zu Angela Merkel – „Kontinuität in der „Sicherheitspolitik“.

Dabei trat er als Oberprofessor einer unbestimmten Anzahl von Personen auf (denn nur ein Oberprofessor kann die Professionalität von Professionalisierten beurteilen bzw. bestimmen…). Es sei denn, er versteckt(e) sich hinter der „Professionalität“ seiner Beamten, um im „Zweifelfall“ seinen „Kopf aus der Schlinge“ zu ziehen, indem er behauptet, er sei von „seinen Mannen“ falsch beraten worden. Doch die Öffentlichkeit wurde darauf aufmerksam, dass es im BAMF z.B. sehr unprofessionell zugeht und dieses Amt einem deutschen Bundeswehroffizier einen Flüchtlingsstatus als Syrer zuerkannte. Diese Tatsache hinterfrage auch Frau Slomka scharf. Denn der Rechtsterrorist Franco A. plante – mit anderen zusammen – als false-flag-operation einen Terroranschlag, bei dem er vermutlich seinen – auf einen Syrer ausgestellten – Flüchtlingsausweis „verloren“ hätte, um den Rechten noch mehr Zulauf für die Bundestagswahl zu „bescheren“…

Weiter lässt sich in dem Interview bemerken, dass Thomas de Maizière bei der Frage von M. Slomka , ob dies auch Thema im „Weißen Haus“ gewesen sei, lacht bzw. grinst. Wie ist dieses Lachen/Grinsen – immerhin eine nonverbale Antwort – zu deuten? Ist es der Zynismus eines Bürokraten, der stets die Gesamtmaschinerie im Auge hat und der das einzelne Rädchen darin für unwichtig erachtet? So, wie es von H. Arendt in „Eichmann in Jerusalem“ beschrieben wurde? Oder ist es das Lachen eines Mannes, der weiß, dass der „tiefe Staat“, dem er sich verpflichtet fühlt, mit solchen Methoden „arbeitet“, wie es alle Geheimdienstapparate tun? Es ist auch möglich, dass er lachte, wie es Männer immer wieder tun, um das Gegenüber lächerlich zu machen, insbesondere gegen-über Frauen. Dies nach dem Motto: „Es ist dumm und lächerlich, solch eine Frage zu stellen…“, worin dann Chauvinismus zum Ausdruck kommt… Ich bin mir sicher, dass er jenseits einer live zuschauenden Öffentlichkeit „Lassen Sie mich doch bitte mit solch unprofessionellen Fragen in Ruhe!“  sagt.

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obersachse

Thomas de Maiziére aus Washington am 3. Mai 2017 (screenshot)

Ganz besonders frappierte mich jedoch sein „professorales“ Geschichtsverständnis. Er sagte wortwörtlich: „Kampf gegen Rechtsextremismus war immer ein Markenzeichen der Bundeswehr“ !!! Matthias Gebauer fand jedoch in „Der Spiegel“ folgendes heraus:

Bereits im Jahr 2014 fiel Oberleutnant Franco A. mit einer rassistischen Masterarbeit auf, fabulierte über Rassenreinheit, hetzte gegen Migranten. Aus den Bundeswehr-Akten ergibt sich eine unglaubliche Chronologie des Wegschauens. (…)

Nun geht es um viele brisante Fragen: Warum die rechtsextremistischen Tendenzen von A. bei der Bundeswehr über Jahre folgenlos blieben? Warum er nach der Abgabe seiner Arbeit nicht durch den Militärischen Abschirmdienst (MAD) durchleuchtet und mit einer Disziplinarstrafe belegt wurde? Und ob genau dieses Schema des Wegschauens, eines falsch verstandenen Korpsgeistes unter Soldaten, eben nicht nur ein Einzelfall, sondern die Regel in der Bundeswehr ist?

Resultat der Investigation seitens Matthias Gebauer: Die Marke müsste anders gesetzt werden. Der Satz von Thomas de Maizière, der bekanntlich auch zwei Jahre lang oberster Dienstherr der Bundeswehr war und in den Fußstapfen seines Pflicht versessenen Vaters (3) marschiert(e), hätte lauten müssen: „Rechtsterrorismus wird innerhalb der Bundeswehr geduldet“ und – vom tiefen Staat (MAD) – beaufsichtigt, kontrolliert! Und gesteuert? Oder läuft das auch unter „Pleiten, Pech und Pannen“, wie beim NSU bzw. dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Berlin (V-Mann-Affaire Amri)?

Und apropos der von de Maiziére behaupteten „Kontinuität“ der Steve-Bannon- und Mercer-Truppe im Weißen Haus: Der Einsatz von Biowaffen an der Heimatfront war bislang in den USA nicht üblich.

Wird sie als – zusammen mit der „Deutschen Bank“, die Trump finanzierte – als Wegbereiter eines erneuten Untergangs in die Geschichte eingehen? Am 9. November, einem sehr geschichtsträchtigem Datum, fand ich folgendes auf Twitter-Deutschland und sehr zentral und an oberster Stelle zu sehen:

Gefunden unter #Staat in Twitter

Ich gebe zu bedenken, dass auch der Kindermassenmörder A. Breivik als Templer für die „Reconquista“ kämpfte und Franz-Josef Strauss die Kinderdrangsalierungs-Siedlung Colonia Dignidad in Chile hofierte und mit der Merex  AG (4) dabei mithalf, Pinochet an die Macht zu „reconquisten“. Für diesen rechtsterroristischen Putsch lieferte die Merex AG Waffen „made in Germany“ nach Chile in die Colognia, die unter Protektion von Franz-Joseph Strauss stand. Der CSU-Boss Horst Seehofer feierte 2015 noch den „hundertjährigen Strauss“.

Es steht deshalb nicht gut um die Zukunft der Kinder in Deutschland !

Was bedeutet das Kreuz im Dienstzimmer von de Maizière ? Auf keinen Fall jedoch für die Worte von Joshua/Jesus: „Lasset die Kinder zu mir kommen„.

(1) Es kursieren verschwörungsidiotische Seiten im Netz, die sie zu einer jüdisch-zionistischen Geheimsekte zählen.

(2) Mit „Vervolkern“ sind alle Populisten gemeint. Also die, die sich positiv auf den Volksbegriff in Deutschland und „das deutsche Volk“ stützen, statt z.B. von Bürger*innen, Bewohner*innen, oder in Deutschland lebender Menschen zu sprechen. Sie gehören damit zum Apparat der „organisierte Unmenschlichkeit“, d.h. ein Massenmordsystem.

(3) Siehe dazu u.a,.: https://www.welt.de/politik/deutschland/article12712012/Die-Familie-de-Maiziere-eine-deutsche-Dynastie.html

(4) Die Merex AG wurde von zwei Waffen-SS-Männern, Gerhard Mertins (arbeitete nach 1945 für VW, den BND und damit die Adenauer-Regierung ) sowie Otto Skorzeny (arbeitete nach 1945 für den Mossad und damit die israelische Regierung).

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Gewalt im Klassenkampf

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Klassenkampf statt Populismus

Am  28. Oktober veröffentlichte Telepolis einen Artikel, der mit „Gewaltaktionen in Athen“ tituliert war und der von der Aufmachung her eine Propaganda der Gewaltlosigkeit im Kampf gegen den heutigen neoliberalen, aggressiven kapitalistischen Expropriationsprozess suggeriert.

Die Illusion von einem gewaltlosen Widerstand der Arbeiterklasse markiert seit der Propaganda des „friedlichen Hineinwachsens der bürgerlich-kapitalistischen Produktionsverhältnisse in den Sozialismus“ durch Eduard Bernstein  die „Krise der Sozialdemokratie“, die im Juni 1891 von Friedrich Engels theoretisch bekämpft wurde. Er schrieb 1891:

„Und dennoch muß so oder so die Sache („Expropriation der Expropriateure“, A.S.) angegriffen werden. Wie nötig das ist, beweist gerade jetzt der in einem großen Teil der sozialdemokratischen Presse einreißende Opportunismus. Aus Furcht vor einer Erneuerung des Sozialistengesetzes, aus der Erinnerung an allerlei unter der Herrschaft jenes Gesetzes gefallenen voreiligen Äußerungen soll jetzt auf einmal der gegenwärtige gesetzliche Zustand in Deutschland der Partei genügen können, alle ihre Forderungen auf friedlichem Weg durchzuführen. Man redet sich und der Partei vor, ‚die heutige Gesellschaft wachse m den Sozialismus hinein‘, ohne sich zu fragen, ob sie nicht damit ebenso notwendig aus ihrer alten Gesellschaftsverfassung hinauswachse und diese alte Hülle ebenso gewaltsam sprengen müsse wie der Krebs die seine, als ob sie in Deutschland nicht außerdem die Fesseln der noch halb absolutistischen und obendrein namenlos verworrenen politischen Ordnung zu sprengen habe.“ [Quelle]

Auf der einen Seite wurde dieser „Klassenpazifismus“ der deutschen Arbeiter*innenklasse durch die Bewilligung der Kriegskredite 1914 zum Verhängnis, auf der anderen Seite der spontaneistische, militante Aktivismus, der davon geprägt war, dem russischen Vorbild der Oktoberrevolution zu folgen und schnellstmöglich eine proletarische Revolution auch in Deutschland durchzuführen. Dies manövrierte sie am 4. Januar 1919 in die Falle einer Provokation durch die Mehrheitssozialdemokratie unter Ebert, der den von der USPD eingesetzten Berliner Polizeipräsidenten  Emil Eichhorn absetzte. Es folgte der „Spartakus-Aufstand„, der blutig niedergeschlagen wurde.

Ursächlich für das Scheitern der proletarischen Revolution in Deutschland war allerdings auch die mangelnde Organisation der Kommunist*innen in Deutschland. Die Kommunist*innen hatten versäumt, frühzeitig mit der Sozialdemokratie zu brechen, um eine eigene Partei aufzubauen, d.h. sie verblieben zu lange in ihr. Im April 1917 schloss sich der Spartakusbund, der 1916  von Rosa Luxemburg gegründet worden war, der USPD an. Doch die USPD war nur ein Wurmfortsatz der „alten SPD“, d.h. opportunistisch, weshalb der Spartakus-Bund später beschloss, die KPD zu gründen und mit der USPD zu brechen. Die KPD wurde jedoch erst am 1. Januar 1919 gegründet und nahm gegen den Rat von Rosa Luxemburg nicht an der Wahl zur Nationalversammlung teil. Rosa Luxemburg, die das Kräfteverhältnis analysiert hatte, war bewusst, dass eine revolutionäre Offensivstrategie zum Scheitern verurteilt war. Dies, weil nach wie vor die Mehrheits-Sozialdemokratie die deutschen Verhältnisse dominierte und vom 16. bis 18. Dezember 1918 eine Selbstentmachtung der Arbeiterräte stattgefunden hatte, wodurch sich das Kräfteverhältnis zwischen den Klassen zu Ungunsten der Arbeiter*innenklasse verschoben hatte.

Ursächlich für das Scheitern der Offensivstrategie war jedoch auch, dass die Arbeiter*innenklasse durch den Weltkrieg physisch und psychisch stark gelitten und entkräftet war und sich die Mehrheit nach Frieden bzw. einer „Erholungspause“ vom Kämpfen sehnte. Nicht nur das: Die Macht der Generalität (Hindenburg, Ludendorff, die später zu Wegbereitern der NSDAP wurden), die auch die Steigbügelhalter der Ebert-Noske-Regierung waren,  war ungebrochen. (siehe dazu auch das epische Werk über die „Novemberrevolution 1918“ von Alfred Döblin sowie „Der Verrat“ von Sebastian Haffner).

Ich habe den historischen Abriss der gescheiterten Revolution in Deutschland deshalb geschrieben, weil ich gelernt habe, dass es wichtig ist, aus der Geschichte zu lernen UND weil sie auf die Gegenwart einwirkt. Doch wenden wir uns nun der weiteren Niederlage und Fortsetzung der Konterrevolution in Deutschland nach 1945 zu:

Schon allein die Tatsache, dass der bürgerliche Staatsapparat in Deutschland das Gewaltmonopol besitzt, zeigt auf, wie es um die Legitimität und Legalität von Gewaltanwendung bestellt ist. Allerdings existiert ein Notwehrrecht, bei dem das bürgerliche Individuum einen Angriff auf sich mittels Gewaltanwendung abwehren darf. Dabei handelt es sich ausschließlich um persönliche Situationen, öffentliches Terrain und öffentliche Güter (die jedoch im Neoliberalismus immer mehr in die Hände der Privatwirtschaft über gegangen sind) sind davon ausgeschlossen.

Der Klassenkampf in Deutschland ist fast nicht existent, da er durch und durch – u.a. durch das „Betriebsverfassungsgesetz„, dessen Prämissen auf Sozialpartnerschaft zwischen „Arbeitgebern“ und „Arbeitnehmern“ beruhen – verrechtlicht wurde. Streiks wurden dadurch zum Vehikel des „Burgfriedens“ zwischen Kapital und Arbeit sowie ökonomistischen Tarifstreits herabgewürdigt.  Ein Streik um mehr Mitbestimmung der Betriebsräte in der Montanindustrie wurde im Mai 1952 u.a. wegen des Opportunismus des DGB verloren. Drei Arbeitsrechtler, die zuvor dem NS-Staat dienten (Alfred Hueck, (1) Ernst Forsthoff sowie Hans Carl Nipperdey; siehe dazu auch „Deutsche Lebensläufe – Wie NS-Rechtswissenschaftler nach 1945 weiter lehrten und schrieben„), wurden von der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeber zur Begutachtung dieses Streiks herangezogen, die ihn als „verfassungswidrige Nötigung des Parlaments“ ansahen und verurteilten.

Obwohl der Streik 1952 keinesfalls militant geführt wurde, wurde er wie ein Gewaltakt verurteilt. Und nicht nur das: Die Niederlage der Arbeiter*innen 1952 gegen die arbeitnehmerfeindliche Besetzung in den Aufsichtsräten von Unternehmen (es waren darin weniger als 30% Arbeiter*innen bzw. Gewerkschafter*innen zugelassen) wurde durch die daraus resultierende Auffassung, dass ein politischer Streik in Deutschland verboten sei, zu einer permanenten. Nur dadurch ist zu verstehen, wie in Deutschland die Durchsetzung des Neoliberalismus (Agenda2010; Hartz-Gesetze) ohne Widerstand der Arbeiter*innen erfolgen konnte. (2)

Dementsprechend ist es – anders als z.B. in Frankreich – politische Tradition in Deutschland, dass die Arbeiter*innenschaft sehr unpolitisch denkt und handelt und dass die Klassenversöhnung immer wieder fröhliche Urstände feiert. Gewalt und Klassenkampf von oben, d.h. durch die Herrschenden und Kapitalbesitzenden dagegen wird kaum thematisiert und Gegengewalt ist verpönt bzw. wird sehr schnell mit dem Vorwurf des „Terrorismus“ überzogen. Wie z.B. nach dem G20-Gipfel, der zu einem Verbot der Onlineplattform „links-unten“ führte. Es ist in Deutschland völlig unpopulär, den Kapitalismus als Terrorregime und Massenmordsystem darzustellen, obwohl dies durch den NS im letzten Jahrhundert eine offensichtliche Tatsache ist. Wer diese Behauptung nicht teilt, müsste in der Lage sein, zu beweisen, dass der NS kein auf Kapitalproduktion beruhendes System war.

Durch den Traditionalismus der Sozialpartnerschaft bedingt, haben es Rechtspopulisten und Nazis in Deutschland umso leichter, auf „Bauernfang“ zu gehen bzw. konnten und können vor dem Hintergrund eines nicht existenten Klassenkampfes der Arbeiter*innen erstarken. Gemäß den Analysen von Götz Aly bedeutet die Absage an Klassenkampf den Rassenk(r)ampf. Und die Herrschenden verstehen sich darauf, letzteres zu inszenieren. Immerhin stammt das rassistische Machwerk „Deutschland schafft sich ab„, das ideologische Grundlage der AfD und Pegida wurde, aus herrschenden Kreisen, von dem Finanztechnokraten und WamS-Leser Thilo Sarrazin.

Und wie wir an der Illusion des „harmlosen Kapitalismus“ sehen, der u.a. durch die immer noch existenten „Sozial“demokratie sowie der Partei „die Linke“ u.a. mit den Phrasen von „sozialer Gerechtigkeit“ genährt wird, haben daran auch die völlig systemkonformen deutschen Linken ihren Anteil. Sie sorgen mit dafür, dass der Kapitalismus als System befürwortet wird, obwohl die Kapitalproduktion und seine „freie Marktwirtschaft“ doch für das Leid des größten Teils der Weltbevölkerung verantwortlich ist.

Umso erbärmlicher ist es jedoch, den – z.T. militant geführten –  Klassenkampf in anderen Ländern als „gewalttätig“ zu stigmatisieren bzw. die eigene Obrigkeitshörigkeit und Staatskonformität mit dem Vorwurf der „Selbstjustiz“ an die kämpfenden Sozialrebell*innen zu offenbaren.

Wichtiger wäre es, den Burgfrieden in Deutschland – auch journalistisch – zu brechen. Wohin dieser führt, konnten wir kürzlich erfahren, als der DGB München – nach einer Hetzkampagne rechter Gruppen – einen antifaschistischen Kongress aus seinen Räumen zunächst verbannte und die Organisator*innen dazu nötigte, ein Bekenntnis zur Gewaltlosigkeit abzulegen bevor er ihnen das DGB-Haus dann doch wieder als Versammlungsort zusagte. (hier mehr dazu )

Doch nun zu grundsätzlichere Reflexionen zum Thema:

Für die Theoretiker*innen der Kritik der politischen Ökonomie und des Klassenkampfes war Gewalt niemals Selbstzweck. Karl Marx verglich die Gewalt im  Kampf für eine auf Sozialität und Gemeingütern beruhende Gesellschaft mit dem Geburtsprozess eines Kindes, das gewaltsam von der Nabelschnur der Mutter getrennt wird. Friedrich Engels schrieb in „Die Lage der arbeitenden Klasse in England„:

„Der Kommunismus steht seinem Prinzipe nach über dem Zwiespalt zwischen Bourgeoisie und Proletariat, er erkennt ihn nur in seiner historischen Bedeutung für die Gegenwart, nicht aber als für die Zukunft berechtigt an; er will gerade diesen Zwiespalt aufheben. Er erkennt daher, solange der Zwiespalt besteht, die Erbitterung des Proletariats gegen seine Unterdrücker allerdings als eine Notwendigkeit, als den bedeutendsten Hebel der anfangenden Arbeiterbewegung an, aber er geht über diese Erbitterung hinaus, weil er eben eine Sache der Menschheit, nicht bloß der Arbeiter ist. Ohnehin fällt es keinem Kommunisten ein, an einzelnen Rache üben zu wollen oder überhaupt zu glauben, daß der einzelne Bourgeois in den bestehenden Verhältnissen anders handeln könne, als er handelt.“

Amadeo Bordiga hat dem Thema unter dem Titel: „Gewalt und Diktatur im Klassenkampf“ ein Buch gewidmet. Die Sachzwanggewalt der Herrschaft der Bourgeoisie, der die Arbeiter*innen täglich ausgeliefert sind, hat folgendermaßen dargestellt:

Was man gewöhnlich Zivilisation nennt, hat folgenden, wesentlichen Zug: der Stärkere konsumiert mehr als der Schwächere. Solange man im Bereich des Tierlebens bleibt, könnte man sagen, dass die sogenannte Natur, die die bürgerlichen Theorien als einen braven Kapellmeister auffassen, ihre Sache gut gemacht hat, da stärkere Muskeln mit einem grösseren Magen und somit mit mehr Nahrung zusammenhängen. Andererseits bestellt der Stärkere die Sachen so, dass der Schwächere mehr Arbeit als er selber liefert. Weigert sich der Schwächere, zuzusehen, wie der andere mehr isst und weniger, wenn überhaupt, arbeitet, hält ihn die Überlegenheit der Muskeln nieder, und er muss die dritte Plage, die Prügel, einstecken.“

Ceterum censeo: Ich finde es notwendiger, die Gewalt des Kapitals anzuprangern statt die ggf. militanten Verzweiflungstaten oder auch berechtigte Gegengewalt des Proletariats zu kritisieren.

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(1) Über Hueck im NS schreibt Wolfgang Zöllner: „So führt Hueck etwa in einem Aufsatz in der Juristischen Wochenschrift 1934 aus, es  gehe dem neuen Recht um die Überwindung des Klassenkampfgedankens, die Versöhnung des Interessengegensatzes zwischen Arbeitgebern und Arbeitnehmern und um die Schaffung, ich zitiere wörtlich, ‚echten Gemeinschaftsgeistes und wirklicher Zusammenarbeit im beiderseitigen Interesse und zum Nutzen der Gesamtheit‘.“ Genau darauf basierte aber auch die Adenauer-Regierung und die sogenannte „soziale Marktwirtschaft“.

(2) Ganz anders dagegen z.B. in England, in der die Bergarbeiter*innen einen erbitterten und militanten Kampf gegen die Thatcher-Regierung führten oder in Frankreich, wo es immer wieder zu radikal geführten Auseinandersetzungen kommt.

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Automobilitarisation

auto-teddy

polar bear cub t

On the picture left, you can see, how animals, male babies and their parents are being instrumentalized for buying cars. We are living inside an „automobilitarisarion“, not inside a „zivilisation“!

The small toy – a white / polar bear cub – dressed in blue color rompler (for male babies) was produced in times of the „white polar bear hype“ of Bärlin. There had been two: cute Knut (2007) and cute Fritz (2017). Both died and couldn’t survive in the animal-prison, called „zoo“.

But what’s about the toys? If the baby takes this toy, many of the relatives, specially men of the family will try talking to the baby: „Oh, what do you have… such a cute bear! And what’s on the dress? Oh it’s a cute car….!!! Please say: „c a r“ or – in German: „Auto“ …. oh, what a cute car!“ That’s the reason, why male babies in Germany can speak/expell „auto“ earlier than „I’m hungry„. And that’s not all: They will get toys, which they can hold in their hands. Of course car toys, which are created even for babies, as this on, called: „Baby-Flitzer„!

In this way, no wonder, that men in Germany loving cars more than (their) kids… AND cars are threaten kids and other human beings…  and of course: animals, who are crossing the streets.

Streets for cars, parking places – all cities are overcrowded by cars… And the traffic is responsible for climate change.

Stop selling such toys as those „teddies“, toy cars and stop producing cars! For our cities and our survive it’s important, travelling with bikes, using public transport services and supporting urban gardening!

 

Kurzmitteilung | Veröffentlicht am von | Verschlagwortet mit , , , , , , , | Kommentar hinterlassen

Mimese – meme – Inhaltsleere

Theoretische Reflexion und Kritik des Konzeptionspapieres der „Operation“  „B61-12“:

Folgendes halte ich für sehr fragwürdig: „Die Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz als Symbol der Stadtentwicklung“ ??? Ich halte eher den BER für DAS Symbol der neoliberalen Bau- und Stadtentwicklung bzw. einer politischen Ökonomie, die gemäß den Prinzipien der heutigen „freien Markt- und Bauwirtschaft“  operiert. (1) Will der Autor der Konzeption davon ablenken? Denn die „Volksbühne“ ist doch  eher ein Museum… und ein Monument der Krise der bürgerlichen Linken, die vom Neoliberalismus aufgesogen wurden und zerfressen sind. Ob in den Polstern dieses Museums bereits dementsprechend die Motten wüten, weiss ich nicht… Wenn jedoch der Leerstand weiterhin andauert, wird auch das Inventar nach und nach verrotten…

„Mimetisches Theater“…. Nachahmung ???? Massenproduktion von gleichen Inszenierungen, in denen das Subjekt Mensch gar nicht mehr enthalten ist? Techno-Konzert-Inszenierungen mit sinnesberaubenden Geräuschen, wie sie fast drei Tage lang (von Freitag bis Montag morgen zelebriert wurden) passen – gemäß meiner Wahrnehmung von Kultur – in etwa so zusammen, wie eine vegetarische oder vegane Speisezubereitung in einer Fleischverarbeitungsfabrik.

Massentourismus und Profit sind keine „Kulturlandschaft“, sondern ist schnöder Kapitalismus!

„Ganze Bevölkerungsgruppen werfen faktisch zwangsumgesiedelt“. Welche Bevölkerungsgruppen? Es sind doch die gering verdienenden Arbeiter*innen und diejenigen, die in der HartzIV-Tretmühle stecken, die die neoliberale Stadtpolitik drangsaliert ! Warum wird dies nicht klar gesagt? Sollen diese Gruppen (die Expropriierten und Proletarisierten) mit in „das Volk“ vermanscht und weiter vom „VOLK“ beherrscht und und instrumentalisiert werden? Dies aber kenne ich von allen bürgerlichen Parteien. Und in Bezug auf den BER siehe: Umsiedlungen

Gab es je „kostenfreien Raum im Überfluss“ ??? Welcher Raum ist damit gemeint? Sofern damit Grund und Boden angesprochen ist: Der gilt als „knappes Gut“, da die Erde – und auch Berlin – sich nicht aufblasen lässt, wie ein Ballon. Insofern kann dieser Satz sich nur auf die Anfangsphase der Menschheit beziehen, als diese begann, sie (die Erde) zu besiedeln.

Mit „unsere Stadt“ wird eine Identität hergestellt. Wozu? „Ort der Sehnsucht“…??? Höchstens für den Mittelstand ! „Unsere Stadt als Beute!“ Oups…!!! Ausgebeutet wurden und werden Menschen, d.h. ihre Arbeitskraft!

Auf S. 2 oben heißt es: Es wird „Gemeinschaftsgefühl zerschlagen“ !  Dann geht es um „Lebensraum“ und dann auch noch der dumpfe Satz: „Die Stadt aber gehört allen Bewohnern gleichermaßen.“ Eben nicht! Städte basieren auf Sklaverei. Erst durch Sklavenarbeit haben sich überhaupt Städte gegründet, die zumeist im Widerspruch zum Land bzw. den Bauern/Landarbeiter*innen standen. Und durch die Konkurrenz innerhalb des Kapitalismus wird auch jede Gemeinschaft zerschlagen. Dazu gibt es in der deutschen Sprache wahrlich genügend Sprichwörter, wie „Jeder ist seines Glückes Schmied“ – oder das, was auch die Nazis zu einem LeiDspruch machten: „Jedem das Seine“ (auf ideologisch-fanatischer Grundlage eines Arier-Kultus, der sich gegen die jüdische Kultur richtete und sie innerhalb ihres Krieges gegen den „jüdischen Bolschewismus“ vernichtete.

Der Soziologe Max Weber kannte noch Klassen und Schichten, nicht jedoch der angebliche „Sozialwissenschaftler“, der dies geschrieben hat. Bei ihm existiert nur die „Bewohner- und Nutzergemeinschaft“. Die wirklichen Produzent*innen des gesellschaftlichen Reichtums, die Bauarbeiter*innen und Architekt*innen kommen darin nicht vor. So what???

„Öffentliche Güter sollten öffentlich verhandelt werden“ ???!!!!  Was bedeutet „verhandeln“ darin?

Warum wird Gesundheit, Energieversorgung, „Automobilitarismus“ (2), öffentliche Verkehrsmittel, Schulen/Kitas etc. in Bezug auf „Stadtentwicklung“ nicht thematisiert? Auch dies gehört dazu.

Kapitalismus ist nicht nur ein Expropriations-, Verdrängungs-, und Zentralisierungsprozess, sondern geht einher mit Kapitalvernichtung.

Von Inhaltsleere zu weiterer Inhaltslosigkeit?

Was kann mensch auch schon von einer Partei erwarten, die erst Rosa Luxemburg liquidieren lässt und 98 Jahre später ein Theater auf einem Platz, der ihren Namen trägt, bespielen lässt?

Ganz Berlin mit seinem BER sowie der Volksbühne ist eine geriatrische Groß-Anstalt der (Krise der) Sozialdemokratie, die – zusammen mit der Zentrums-Partei (Nachfolge: CDU / Konrad Adenauer) samt stalinistischer KPD – der NSDAP den Weg frei machte. Heute sind CDU/CSU samt SPD Wegbereiter der AfD.

Ich stelle mir gerade die Frage, ob die „interventionistische Linke“ der militante Flügel der heutigen neoliberalen Dissozial-Demo-Kratie ist, die eben deshalb keine wirkliche Opposition sein kann. Denn wenn schon auf ihrem Blog zu finden ist, dass vielen von ihnen „vor allem die Niederlage der griechischen Linksregierung noch in den Knochen“ steckt, kann es mit dem „Außerparlamentarismus“ ja nicht weit her sein…  Rosa Luxemburg hatte diesem Bewegungs-Aktionismus eine klare Absage erteilt. Während Bernstein schrieb: „Der Weg (und damit die instrumentalisierten Wegbereiter*innen, d.h. die Bewegung) ist mir alles. Das Ziel ist mir nichts“, erklärte Luxemburg, das Ziel sei das Entscheidende, was die sozialistische Bewegung von anderen Linken unterscheide. Zu guter letzt resümmiert sie in ihrer Schrift „Sozialreform oder Revolution„: „So kommt Bernstein ganz logisch und folgerichtig von A bis herunter auf Z. Er hatte damit angefangen, das Endziel um der Bewegung willen aufzugeben. Da es aber tatsächlich keine sozialdemokratische (lies: sozialistische, kommunistische; A.S.) Bewegung ohne das sozialistische Endziel geben kann, so endet er notwendig damit, daß er auch die Bewegung selbst aufgibt.“

(1) Die Volksbühnen-Identitären sollten dementsprechend froh darüber sein, dass das Theater nicht umgebaut wird…

(2) Autonomiebestrebungen wurden durch Automobilitarismus („freie Fahrt für freie Bürger“) u.a. mittels „Volkswagen“ und deren Agenten und Technokratie erschlagen

 

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Theater der Expropriierten i. Gr.

Grundlegende Skizze und W-Ort-Definition:

Theater: Bewusstmachung von Gesellschaftsprozessen im öffentlichen Raum durch dramaturgische Mittel, der Aufmerksamkeitsökonomie trotzend… Doch die gesamte Gesellschaft ist ein Theater, das uns leider noch durch Sachzwänge Rollen diktiert, die in dicke – und früher schweinslederne – Gesetzesbücher gepresst wurden (zu Presse siehe bitte #operation vb6112).  Die gattungsbezogene Elternrolle wurde in „ERziehungsberechtigte“ transformiert, in der Kinder – bezogen auf das Präfix „er“ nicht die „Muttersprache“, sondern die patriarchal vor-programmierte Vatersprache lernen. Damit ist jetzt hoffentlich bewusster, dass Frauen und Kinder – nicht nur prozentual betrachtet – zu den expropriiertesten menschlichen Lebewesen auf diesem Planeten gehören.

Expropriation: Fortschreitender Enteignungsprozess durch die politische Ökonomie sowie Hemmung auch der Produktivkräfte, der menschlichen Qualitäten bzw. dem menschlichen Wesen  (1)  durch die Existenzunsicherheit und insbesondere die kapitalistische Zerstörungsgewalt des militärindustriellen und -technologischen Sektors auf globaler Ebene.

Wir wollen diesem EIN H A L T gebieten !!!

Wer wir sind – zuerst von mir als Außenseiter*in- und outside vb6112 formuliert:

Manche Medien und Künstler*innen beschrieben uns bis heute bzw. sich selbst als „Tote auf Urlaub“. Wir sehen uns jedoch als Gäste auf diesem Planeten und negieren den Urlaub, der durch die kapitalistische Tourismusbranche die indigenen communities zerstört. Statt dessen wünschen wir uns, auf Basis von Gastfreundschaft leben zu können und diese Lebenshaltung zum Wohl aller wieder gesellschaftlich zu verankern, d.h. die Grundlage des Lebens/Daseins wieder zu entdecken.

In Bezug auf die „Volksbühne“: Keinesfalls woll(t)en wir eine Immobilie in Besitz nehmen, die „dem Volk“ mittels einer von außen angebrachten Inschrift gewidmet ist. (2) Denn wir sind konkrete Individuen und einzig-un-artig. Jede* einzelne* von u.n.s. lässt sich nicht zuvielisieren. 

(1) siehe dazu Ashley Montagu: „Zum Kind reifen“

(2) und außerdem nur der Gewinnsteigerung von Grund&Boden bzw. dem neoliberalen Casino-Finanzkapital dienen soll.

Hier sind public pads zum Thema:

Einleitung „Theater der Expropriierten“

Die wirklich demokratische Opposition bzw. „Demokratie von unten“ als Ideenentwurf für das Haus am Rosa-Luxemburg-Platz

 

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