Patriarchale Massenhysterie erschüttert Deutschland

Innerhalb der patriarchalen, von emotionaler Pest geprägten Gesellschaftsstruktur, verhalten sich auch die darin enthaltenen Medien (und damit meine ich auch alle, die via den sogenannten „sozialen Netzwerken“ unterwegs sind) wie Pawlow’sche Wadenbeißer und fletschen die Zähne, weil ihre „Frauchen“ von scheinbar „fremdstämmigen“ ImStehenPinklern (ISP’s) „angegrabscht“ wurden. Die rassistischen Herrenmenschen spielen sich momentan, postSilvester, nur gegenüber diesen scheinbar „Fremden“ – obwohl sie ihnen doch sehr ähnlich sind – wie Kettenhunde auf, obwohl sie uns Frauen im Namen der „geistigen Mütterlichkeit“ an die Kette leg(t)en. Die Angstmache hat sich nun in Panikmache und damit zu einer Massenhysterie transformiert, die Angst besteht auf Basis einer Bedrohung, dessen Ursache noch nicht begriffen wurde und so wurde stets von einem unbestimmten-unbestimmbaren Männertypus mit „nordafrikanischem“ (?) Aussehen gesprochen. Fast so, als würde nur in „Nordafrika“ das Böse und Wilde hausen, dass sich Sylvester/Neujahr im  Kölner Bahnhof ereignet hat. Ein sehr hoher Prozentsatz der Berichterstattungen und Verlautbarungen beschäftigte sich nur mit die Herkunft der Täter. Es wurde nicht kritisch reflektiert, wie kriminelle Banden – die sicher schon lange in Deutschland leben – vor den Augen der eingesetzten Polizeibeamten zahlreiche Menschen berauben und Körperverletzungsdelikte an ihnen vollziehen konnten. Und deshalb halte ich diesen Kommentar für sehr wichtig: http://diekolumnisten.de/2016/01/05/der-jaeger-sprach/ Er gehörte zu den leider sehr wenigen reflektierten und recherchierten rationalen Artikeln der ersten Veröffentlichungen im Internet.

Diejenigen, die sich echauffieren und hetzen, also die deutschen Nazis, wie hier dargestellt, sind jedoch nur das Heer der Heimatfront und „besorgte Bürgerwehren“ im globalen Amoklauf und werfen dabei auch allerhand „Frauenmaterial“ in die Schlacht. Die bürgerliche Politik war bereits ab 1945 die Weiterführung des Krieges mit anderen Mitteln und Frauen hatten darin die Aufgabe „Ihren Mann zu stehen“, also – um zur eingangs benutzten Hundemetapher zurückzukehren: – „Männchen“ zu den patriarchal-kapitalistischen Sachzwängen zu machen. Das tut auch Emma und heult mit den Wölfen gegen angeblich unzivilisierte oder gar zuvielisierte „Rudel“. Ich muss sogar gestehen, dass Alice Schwarzer mich durch die Benutzung des Terminus „Rudel“ erst auf die Hundemetapher brachte, weil „Rudel“ für Wölfe genutzt wird und aus den Wölfen die Hunde gezüchtet wurden.

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Wir Frauen, die wir im letzten Jahrhundert grobschlächtig-brutal lebensborniert wurden, sind immer noch in erster Instanz ihre Objekte eben dieser patriarchalen Besitz-,  Zwangskollektiv und Kriegsstrukturen. Dies zeigt sich rein sprachlich in der Neujahres-Massenhysterie wie in einem Brennglas, denn sie enthält die „Politik der verbrannten Erde“.

Frauen werden immer noch hart vom patriarchalen Gewaltmonopol bestraft, wenn sie es wagen, sich ihrer Haut selbst zu wehren. Par excellance lässt sich dies am Vorgang 1645. auf dem Oktoberfest in München nachzeichnen. Eine Frau, die dies tut, wird hart bestraft, denn sie wurde – gemäß patriarchaler Denke – zur Bespaßung der Männerwelt – von einem männlichen Gott geschaffen, der im Christentum sogar noch männlich-trinitätisch (als Dreifachgott) auftritt und das katholische Christentum hat es bis heute nicht geschafft, eine Frau in ihre Mitte aufzunehmen, obwohl jeder einzelne Paffe aus der Mitte einer Frau geboren wurde. Aber gemäß dieser Denke hat die Frau dem Mann bzw. der patriarchalen Welt zu dienen. Bis 1995 mussten Frauen sogar die Vergewaltigung in der Ehe erdulden. Wie viele von ihnen haben dies nicht überlebt?

Ich kenne eine Frau, die deswegen und wegen der Schläge des „Hausherren“ inkl. ihrer Entmündigung (das Scheidungsrecht sowie das Recht außerhäuslich ohne Einwilligung ihres Ehemannes Arbeiten zu gehen erhielten die Frauen in Deutschland erst 1976) lange vor 1995 Suizid machte. Es war meine Mutter, die ich schon als kleines, dreijähriges Mädchen trösten musste, wenn sie weinend zusammenbrach. Sie war sehr talentiert und hatte eine Ausbildung als Schneiderin, Kürschnerin und Hutmacherin. Gern hätte sie in ihrem Beruf gearbeitet, aber sie durfte dies nicht, weil die Frau den Haushalt zu führen hat. Der Hausherr nahm sich auch das Recht heraus, meine Mutter und mich in seinem Jähzorn oder aus Frust zu verprügeln, wie es ihm gerade passte. Da die Lehrer auch prügelten, sahen sie großzügig darüber hinweg, wenn ich mit vielen blauen Flecken am ganzen Körper in die Schule kam.  Meine Mutter musste jedoch make-up und Puder verwenden, um die Flecken vor den Nachbarn und Nachbarinnen zu verstecken. Sie maskierte sich und ihr schönes Gesicht wurde mehr und mehr zu einer starren Maske. Sie wollte nicht auf ihre Verletzungen angesprochen werden. Ein einziges Wort davon an jemand außerhalb der Familie zog erneute Strafe nach sich. „Es“ musste „nach außen hin“ eine „heile Familie“ vorgegaukelt werden. So habe ich schon als kleines Kind am eigenen Leib erfahren, was Patriarchat bedeutet und natürlich habe ich es bekämpft. Indem ich mich vor allem meinem Erzeuger vehement widersetzte. Das brachte mir zwar umso mehr Strafen (auch Hausarrest) ein, aber ich schaffte es, mich im Alter von 15 Jahren von ihm zu befreien und habe ihm damit das Sorgerecht aberkannt, denn tatsächlich musste ich mir Sorgen um mein Leben machen, das überschattet war von häuslicher Gewalt.

Diese frühkindliche Erfahrung und Sozialisierung hat mich von der Lebensbornierung der bürgerlichen Familie befreit,  nicht jedoch vom Patriarchat.

Und deshalb empfehle ich vorerst, bevor ich mich tiefgründiger den Geschehnissen von Köln unter einem gesellschaftsanalytischem Blick widme (immerhin habe ich mich mit solchen proletarischen Gangstern beschäftigt und kenne sie) folgenden Blogbeitrag: http://feminismus-im-pott.de/2016/01/gewalt-gegen-frauen-ist-staats-grenzenlos/

Die „Pottstrategie“: Was würde passieren, wenn alle Frauen jeden Tag bei jeder sexuellen Belästigung oder bei jedem sexuellen Übergriff Anzeige erstatten würden? Lasst es uns auf einen Versuch ankommen.“

Ich würde sie gern mit einer Kampagne oder Operation gemäß „Lysistrata“ kombinieren: Diese Massenhysterie des Patriarchates, die sich inzwischen „postnazistisch“ (post=“da geht die Post ab“ und bedeutet ugs., und deut(sch)lich, dass „die Sau rausgelassen wird„) zum  globalen Amoklauf mit hohem Testosteronpegel gemausert hat, muss durch kollektive Verweigerung von Frauendiensten für das Patriarchat und in aller Herren Länder Einhalt geboten werden.

Hintergrundlektüre über die Zurichtung patriarchaler Monster bzw. dem Bösen,, zu denen auch bekanntlich Frauen gehören : „Dem Leben entfremdet“ von Arno Gruen. Er ist Patriarchatsanalytiker.

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Über alikase99

I'm struggling for a good future for y-our (your/our) children. Ich bemühe mich um eine gute Zukunft für unsere Kinder. We all are sisters and brothers, children and parents. Wir sind alle Schwestern und Brüder, Kinder und Eltern.
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