Klimastreik für Arbeiter*innen

Ein Mädchen ruft zur Rettung der Erde auf. sie trägt ein Transparent mit "Save me please". Unser Planet hat ein trauriges Gesicht.

A girl of the FFF movement in Berlin this summer

Wie im Brennglas lässt sich am Treiben der transnationalen Investmentcorporations in Brasilien die destruktive Gewalt des Kapitals beobachten, weshalb ich die Reflexion darüber in den Focus dieses Artikels gesetzt habe.

Zu den gewichtigsten Akteuren derer, die das Klima belasten und den Planeten zerstören und damit dem Klima- und Umweltschutz entgegenstehen, zählen BlackRock und Blackstone. Diese Finanzholdings sind auch gleichzeit global agierenden Großgrund- und Immobiliengesellschaften. Marx bezeichnete die Großgrundbesitzer als die reaktionärste Schicht des Kapitals. Ich würde sie zudem – in Verbindung mit der Finanzaristokratie – als gesellschaftszerstörerische Agenzie einer Kleptokratie bezeichnen, die vor Raubmord nicht zurück schreckt. Es sind die Kräfte, die den Kolonialismus zu Beginn des Siegeszuges des Kapitals vorantrieben und die ursprüngliche Akkumulation in Europa in’s Werk setzten. (Dies ist im Buch: „Caliban und die Hexe“ recht gut beschrieben.) Getrieben werden sie heutzutage von den Verwertungszwängen der sich in ihren Händen angesammelten Geldmengen, die sie ständig steigern müssen.

Natur- und Klimaschützer sowie Aktivist*innen der Mieter*innen-Bewegung haben es dementsprechend mit einem mächtigen und gefährlichen Gegner zu tun. Am deutlichsten wird dies an den Brandanschlägen, die die gesamte Menschheit gefärden  bzw. der Welle der im August außer Kontrolle geratenen Brandrodungen im Amazon. Diese Finanzmacht-Konglomerate,  (siehe dazu auch diesen Artikel im „Economist“ oder gucke das Bloomberg-Video auf youtube) konkurrieren in etwa so mit- und gegeneinander, wie Media Markt und Saturn bzw. Steinkohle gegen Eierkohle:

Screenshot: Bloomberg-Video of youtube

Beiden geht es unnatürlich um Kohle/Zaster anderer Art und dafür betreiben sie und deren Politiker eine politische Ökonomie der „verbrannten Erde“. Sie orientieren sich beide am Nettogewinn, der am Zuwachs von Ziffern in Dollar bzw. floodenden Geldmengen berechnet wird.
Dieser steigt umso mehr, je preisgünstiger die Ware Arbeitskraft wird. Im Baubereich können sich viele der darin schuftenden schon heute keine Wohnung mehr leisten und schlafen auf der Straße. In Libyen werden SubSaharians auf dem Sklavenmarkt verkauft, um dann das zivilisatorische „Arbeit macht frei“ genießen zu dürfen. (Ich bitte an dieser Stelle, mir den Sarkasmus zu verzeihen!)

Doch zurück zur „Lunge der Erde“: Die Zerstörung des Amazon-Regenwaldes bedeutet  die gravierende Schädigung des Weltklimas und der Wasserversorgung. Dadurch werden weitaus mehr Menschen kurz- und langfristig getötet als durch den Anschlag am 11. September 2001 auf das WorldTrade-Center. Besonders schlimm wüte(te)n die Feuer in Brasilien. Und nicht nur das: Seit langer Zeit schon finden immer wieder Wellen von Genoziden an der brasilianischen Ureinwohnerschaft, den Indigenous statt. (siehe: dazu https://en.wikipedia.org/wiki/Genocide_of_indigenous_peoples_in_Brazil sowie die Artikel in der New York Times: https://www.nytimes.com/2017/05/29/opinion/the-genocide-of-brazils-indians.html und https://www.nytimes.com/2018/11/10/world/americas/brazil-indigenous-mining-bolsonaro.html).
Ich sehe diejenigen, die dafür verantwortlich und das voran treiben, als die gefährlichste Terror-Gruppe der Menschheit an.  Die naturwissenschaftliche Zeitschrift Spektrum schrieb folgendes:

„Doch es sind nicht nur die entwaldeten Flächen, die brennen. Einerseits greifen Feuer auf den gesunden Wald über, der unter normalen Umständen nicht Feuer fängt – andererseits werden solche Brände als Terrorwaffe gegen indigene Völker eingesetzt, die in intakten Waldgebieten leben und sich gegen die Zerstörung ihrer Heimat wehren“

Sie muss deshalb entschieden bekämpft und unschädlich gemacht werden. Die dafür Verantwortlichen gehören vor den Internationalen Strafgerichtshof. Dies ist allerdings schwierig zu erreichen, da die Polizei und der kapitalistische Staatsapparat mit seinem bis zu den Zähnen bewaffnetem Gewaltmonopol die Interessen dieser 1% schützen und verteidigen soll. Der Staat ist ein Organ der herrschenden Klasse gegen die Arbeiter*innen.

Die deutsche Regierung wirkt für die Interessen derer, die täglich für Kapitalverbrechen verantwortlich sind.  Friedrich Merz z.B. ist ein BlackRock-Chair. Die deutsche Regierung fiel dem Aufruf von dem französischen Präsidenten Macron, der die EU zum Handelsboykott gegen brasilianische Agrarprodukte unter dem Faschisten Bolsonaro aufrief, in den Rücken.  Außerdem hofierte auch schon Heiko Maas „Bolsonazi“. (http://www.labournet.de/internationales/brasilien/politik-brasilien/politik_bolsonaro/freundschaftsbesuch-aussenminister-maass-trifft-rechtsradikalen-praesidenten-den-wunschkandidaten-bundesdeutscher-unternehmen-in-brasilien/) Außerdem finden sich unter den Finanziers der Brandrodungen in Brasilien  auch die Deutsche Bank und die Commerzbank.

Die US-amerikanische Zeitschrift „The Intercept“ veröffentlichte am 27. August einen Artikel, in dem beschrieben wird, warum „Blackstone“ für die aktuelle Zerstörung der Lunge unseres Klimas und Planeten in hohem Maße verantworlich ist.

Die Zeitung „The Atlantic“ benennt weitere „Global Player“, die daraus Gewinne generieren:

„In its research, Amazon Watch found that just a handful of global financial companies have been profiting from these exports. The global agribusiness giants Archer Daniels Midland (ADM) and Bunge dominate Brazil’s soy-trading market. Their major shareholders include Vanguard, State Farm, BlackRock, State Street, and T. Rowe Price. Collectively, these financiers own more than $9 billion of investments in these two companies. The privately held U.S.-based Cargill and Netherlands-based Louis Dreyfus are the other two companies that dominate global grain trade. As for the banks providing lines of credit to these agribusiness giants, five provide the lion’s share: BNP Paribas, JPMorgan Chase, Barclays, Bank of America, and Citigroup. Together, these banks “provided more than a billion dollars in credit apiece,” according to Amazon Watch.“

Und nun etwas Positives: Es gibt z.B. seitens „Friends of the earth“ / „Freund*innen der Erde“ auch Lösungsansätze, die hier mit konkretem Bezug auf die Agrarindustrie als „AgroEcology“ ausgearbeitet wurden.

im nächsten Blogbeitrag geht’s weiter mit „Arbeiter*innen und Gewerkschaften mit  Bezug auf den Klimastreik

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Über alikase99

I'm struggling for a good future for y-our (your/our) children. Ich bemühe mich um eine gute Zukunft für unsere Kinder. Wir haben nur EINE Mutter Erde und sollten sie für die nächste Generation schützen. We all are sisters and brothers, children and parents. Wir sind alle Schwestern und Brüder, Kinder und Eltern. We have only ONE mother earth and shall protect her for the following generation.
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