Fairer Handel? Wir brauchen Wandel!

Heute auf der Demonstration gegen TTIP und CETA geht es darum, der Machtgier einiger weniger Corporations und ihrer Banken und Lobbies in die Grenzen zu weisen und um unseren Schutz als Arbeitende, gesellschaftliche Individuen, Naturwesen und Konsument*innen vor Willkür auszubauen bzw. unserem Begehr‘ heute Nachdruck zu verleihen. Und sicherlich gehört Solidarität dazu. Solidarität schützt uns und macht uns stark.

Ich danke allen, die diese „größte aller europäischen Bürgerinitiaven“ und Proteste gegen den „unfairen Handel“ mitorganisiert haben und natürlich allen, die heute solidarisch zu Protesten antreten.

Doch wir alle wissen: Demonstrationen reichen nicht aus, um die Reichen und Mächten unter Druck zu setzen. Deshalb rufe ich als verdi-Mitglied zu einem großen sozialen Streik auf, der auch bewirken soll, dass der rechtspopulsitische Bürgerkrieg gestoppt wird.

Für mich ist das heutige System, das ich „patriarchalen Kapitalismus“ oder auch „die organisierte Unmenschlichkeit“ nenne, ein Massenmordsystem. Auch seit dem letzten Jahrhundert in Europa. Der Genozid an den Herero und Nama in Afrika sowie an der indigenen Bevölkerung ander Kontinente führte zum Massenmord an den Armenier*innen und später an den Europäischen Juden sowie zu vielen weiteren Millionen Toten innerhalb der beiden Weltkriege.

Der Massenmord des Kapitalismus beruht darauf, dass die Produktivkräfte (das sind die Sektoren der Wirtschaft, die die Herstellung von konsumierbaren Gütern betreiben sowie Maschinen für diese Wirtschaftszweige herstellen) in den Sog der Destruktionskräfte (Waffenindustrie; militärindustrieller und -technologischer Komplex) geraten sind bzw. letztere zunehmend die Dominanz über die produktiven Sektoren bekommen haben. Zunehmend wurde das kapitalistische Patriarchat damit zum generalisierten Kapitalverbrechen.

Viele sehen im Finanzkapital bzw. der Diktatur der Banken und des Zinses bzw. der Spekulation mit Hedgefonds sowie weiteren Derivaten oder gar der Spekulation mit Staatsanleihen und Währungen sowie Nahrungmittelkontingenten das Übel schlechthin. Es ist aber erst dann besonders gefährlich, wenn es für Kriegszwecken dient. Ansonsten ist es Symptom der Akkumulationskrise (d.h., dass das fungierende und produzierende Kapital in der Reproduktionsfalle sitzt, weil es nicht mehr die erwarteten Profite erwirtschaften kann). Dann nämlich wandert es in in zinstragenden oder spekulativen Bereich, dem sogar Schulden noch mit Gewinn verkauft werden bzw. die „Leerkäufe“ die Krise anheizen.

Und gewiss heizt der Finanzsektor Kriege auch insofern an, als dass er ganze Länder in’s Chaos stürzt und auf Basis tiefer sozialer und politischer Krise ein Bürgerkrieg entsteht, wie in der Ukraine.

Doch zurück zur Patriachatskritik: In „Der Krieg ist der Vater aller Dinge“ von Heraklit ist exemplarisch ausgedrückt, dass nur durch Krieg – der von Männern geführt wird – Neues entstehen kann. Besonders verheerend wirkte sich die Verarbeitung von Eisen für Kriegszwecke aus. Die gigantischen Armeen des römischen Imperiums entstanden und später Panzer und Kanonen. Stahlbarone, wie Krupp und Thyssen brachten Hitler mit an die Macht.

Jeder Mensch, der sich seines Verstandes bedienen kann, weiss, dass ein Handel nur mit zuvor produzierten Gütern (die im Kapitalismus Warenform annehmen) gemacht werden kann. Insofern wären Alpha und Omega von Fairness zuvor in der Produktion – auch der Arbeitskraft bzw. der Produktkraft Mensch – angesagt. Z.B. muss Kinderarbeit grundsätzlich geächtet und verboten, aber die Frau als Gebärerin geachtet und Schwangere bzw. werdende Eltern für die frühkindliche Pädagogik ihres Kleinkindes gemäß erziehungswissenschaftlichen Forschungsergebnissen ausgebildet werden. Waffenproduktion dagegen sollte grundsätzlich verboten werden, denn mit Waffen kann mensch nur eines: zerstören und töten. Ist es nicht ein Irrsinn, dass ganze Armeen an Ingenieuren und anderen Technikern für die Waffenproduktion und -anwendung ausgebildet werden, aber die wichtigste Produktion: menschliches Leben völlig vernachlässigt wird?

Der Wandel gegen Waffenhandel: Frieden ist die Mutter des lebendigen Wachstums.

Und genau dafür sollten wir schleunigst kämpfen, damit die Massenvernichtungsfabrik in Syrien und Irak sowie allen anderen Ländern geschlossen werden.

Frauen, erhebt Euch und tretet in den sozialen Streik!

Als verdi-Mitglied rufe ich zu einem sozialen Streik aller Geschlechter/Gender gegen den Sparzwangwichtel Wolfgang Schäuble auf. Ich fordere die Beschagnahmung/Konfiszierung der Profite der deutschen Waffenindustrie für ein neues soziales Wohnungsbauprogramm für die Opfer ihrer Kriege! Die wir aber in gewisser Weise alle sind. Dies, weil es einen ständigen Klassenkrieg von oben nach unten gibt bishin zu einem jeder gegen jeden in einer immer brutaler werdenden Konkurrenzmaschinerie gibt.

Lasst uns zu Produktivkräften des Wandels, der Transformation, werden!

Aufbauen statt zerstören! Welfare instead warfare !

In Belgien gehen die Proteste nun weiter:

Mehr unter:

http://www.ox15.eu/en
http://euromarchas2015.net/
https://campnottip.noblogs.org/
http://www.rwlp.be

Twitter mit den hashtags: #OX15 #ChangeEurope et #EuroMarchas2015
Facebook: OX15.eu

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Über alikase99

I'm struggling for a good future for y-our (your/our) children. Ich bemühe mich um eine gute Zukunft für unsere Kinder. We all are sisters and brothers, children and parents. Wir sind alle Schwestern und Brüder, Kinder und Eltern.
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