Der deutschen Terrorstaat und seine Helfeshelfer

Das, was der NSU-Komplex aufzeigt, ist die ungebrochene Tradition des Terrors, wie er offiziell zwischen 1933-1945 vorherrschte.

Schon vor 1933 wurde versucht, den aktiven Kommunist*innen, Sozialist*innen und Anarchist*innen den Garaus zu machen. Es gab Fememorde und Attentate durch die Freicorps, die von Noske kommandiert wurden. Eines der prominentesten Opfer des Krieges gegen den „jüdischen Bolschewismus“ ist Rosa Luxemburg, deren Werk mich sehr inspirierte. Auf sie stieß ich, als ein Richter in einem Hausbestzerprozess mich nach meiner Prozesserklärung mit ihr verglich und ich darauf hin von Mitstreiter*innen deren „gesammelte Werke“ geschenkt wurden.  Dieser Krieg gegen den „Bolschewismus“ ging auch nach 1945 mit Unterstützung der USA weiter. Der Apparat nannte ihn „kalter Krieg“ und wurde mit den alten Nazis an der Außen- sowie auch Heimatfront fortgesetzt. Als Kind musste ich oft erleben, wie die kleinen Nazis auf der Straße zu mir sagten: „Du wärest besser auch vergast worden.“ Von meiner Mutter wurde ich humanistisch erzogen und sie bat mich, gegen Rassismus aktiv zu werden. Denn in den 60er Jahren zogen viele sog.“Gastarbeite“ aus Italien und der Türkei in unseren Wohnort und wurden von den Nazis verbal attackiert. „Ieeeeeetacka“ schrien sie Italiener an und „Kümmeltürken“ zu den türkischen Männern. Als kleines Kind sagte ich nur zu den Kindern: „Ihr seid doof“ und wurde anschließend von deren Eltern attackiert, die mich posthum nach Auschwitz schicken wollten.

Da ich, politisiert durch mein proletarisches Elternhaus sowie die 68er Bewegung zur Kommunistin und Feministin wurde, war ich häufig dem Terror dieses Staates und dessen Landsmannschaft ausgesetzt. Das Schlimme war nicht nur, dass „der Apparat“ versuchte, mich zu ermorden, sondern er fiel auch über meine beste Studienfreundin her. Er drang in ihre Wohnung ein, verwüstete sie und sie, die gerade im „Zentrum für Folteropfer“ arbeitete, wurde dadurch psychisch ruiniert. Die Schergen hatten die Mesusa von ihrer Tür gerissen und auf ihre Bücher gepinkelt, die sie dazu zuvor aus ihrem Bücherregal rissen.

Mich sollte ein Nazi und Frauenmörder beseitigen, der mich in seine Wohnung lockte. Zu diesem Zeitpunkt arbeitete ich zwecks Organisierung von Frauen in der Sexindustrie selbst in diesem Gewerbe, u.a. auch, um gegen die grauenhafte Zwangsprostitution vorzugehen. Er hatte mich 4 Stunden in seiner Gewalt und bedrohte mich. Es sagte, dass er mich erst foltern (z.B. die Augen ausstechen) und dann erschießen wolle… und er ließ sich Zeit, denn er wollte die Gewalt und Macht über mich auskosten. Just in dem Moment, wo er in der Küche Bratwurst briet, die er in mich hineinstopfen wollte, konnte ich mit einem Sprung aus dem Fenster mein Leben retten.

Während meines Studiums an der Alice-Salomon-Hochschule nahm der Terror wieder zu. Ich bekam nicht nur Morddrohungen, sondern ein Nazi hatte auch meinen Kater in seine Gewalt gebracht und quälte mich sadistisch damit, dass er das Tier umbringen würde, u,a. auch „die Augen ausstechen“ würde. Ich war überglücklich, dass mein Käterchen, mit dem ich oft spazieren ging, und das immer freien Auslauf brauchte plötzlich wieder auftauchte. Ich nehme an, dass der Kater sich ebenso durch einen Sprung aus dem Fenster befreien konnte, wie ich. Ich brachte das Tier dann zu einem guten Freund, denn ich hatte zu große Angst davor, dass sich dieser „Vorgang“ wiederholt.

Die Bedrohungen auch meiner Freund*innen führten dazu, dass ich mich immer mehr isolierte. Ich hatte Angst, dass gute Menschen – nur durch Kontakt mit mir – Opfer eines Gewaltverbrechens durch den deutschen Staat (VS) wurden. Nicht nur das: ich wurde psychisch krank (ptsd). Panikattacken sowie Paranoiaschübe gehören zum Krankheitsbild meiner Persönlichkeitsstörung.

Gesund werden und in Würde sterben kann ich aber erst, wenn der Mörderbrut das Handwerk gelegt wird.

Da ich unter der zunehmenden Altersarmut leide und mir noch nicht einmal mehr notwendige Medizin kaufen kann,  aber auch nicht mehr arbeitsfähig bin, um meinen Lebensunterhalt aufzubessern, werde ich in einen unbefristeten Hungerstreik vor dem Bundesinnenministerium treten. Wie Ihr wisst, kämpfe ich nicht nur für mich selbst und hoffe deshalb auf breite Unterstützung insbesondere von Frauen, die in diesem patriarchalen System am brutalsten versklavt wurden und werden.

Es wäre schön, wenn sich in Köln vor der Bundeszentrale des VS ebenfalls etwas tun würde…

Der Aufruf dazu findet sich hier

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Über alikase99

I'm struggling for a good future for y-our (your/our) children. Ich bemühe mich um eine gute Zukunft für unsere Kinder. We all are sisters and brothers, children and parents. Wir sind alle Schwestern und Brüder, Kinder und Eltern.
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Eine Antwort zu Der deutschen Terrorstaat und seine Helfeshelfer

  1. Pingback: Stoppen wir den Krieg des deutschen Staatsapparates an der Heimatfront gegen uns ! | foodandpeace

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