Pressekonferenz vom „Refugee Struggle For Freedom“ im DGB Berlin-Brandenburg

Die Pressekonferenz im DGB Berlin-Brandenburg fand gestern, am 1. Oktober 2014 statt.

Im Wesentlichen kritisierten die Menschen, dass der Vorstand des DGB Berlin-Brandenburg mehr besorgt um das Gebäude sei als um sie als Menschen. Dabei seien sie nicht wegen Unterbringung gekommen, sondern um Solidarität zu bekommen. Die wurde ihnen jedoch mit Verweis, der DGB wäre nicht für Flüchtlinge zustände, verwehrt. Die Sprecher sagten, dass eine Gewerkschaft mit Millionen von Mitgliedern, die sich auch die Menschenwürde auf die Fahne geschrieben hätte, es nicht tolerieren dürfe, wenn Menschen, die durch Krieg und Diktatur zur Flucht gezwungen worden seien, so entrechtet behandelt würden. Trotzdem der Dachverband der Gewerkschaften auch großen politischen Einfluss hätte, hätte er nichts unternommen, um für sie verantwortliche Politiker zu kontaktieren. Der Vorstand des DGB Berlin-Brandenburg hätte noch nicht einmal versucht, jemanden vom Bundesvorstand zu Gesprächen einzuladen. Dabei würden sie gern dabei helfen, ein Problem zu lösen, was die Gewerkschaften haben: das der illegalen Arbeit, denn sie wollen nicht in die Illegalität gedrängt werden und tragen das T-Shirt „Kein Mensch ist illegal“ mit Würde.

Eine der Frauen kritisierte ebenfalls, dass sie nicht als Menschen wahrgenommen wurden. Niemand von all den Mitarbeiter*innen hätte ihnen das Angebot unterbreitet, eine der drei Frauen mal mit zu sich nach Hause einzuladen, um ihr dort die Möglichkeit zu geben, zu duschen oder ein Bad zu nehmen. Für Menschen, die Herzlichkeit und Gastfreundschaft gewohnt sind, ist solch ein Verhalten tatsächlich unverständlich.

Sie leiden unter dieser inhumanen Bürokratie und mussten auch schon vielfach Polizeigewalt erfahren. Es ist das ständige Abwimmeln…., sich nicht „zuständig“ fühlen….. weiterverweisen…., auf Vorschriften und unmenschliche Gesetze pochen…, Dominanzgebahren und Vorrechte, ….sowie „Kaltschnäuzigkeit“, die leidenschaftlich lebende Menschen zu Müll machen… und in die Verzweifelung treiben.

Ich und ein paar weitere Basisaktivist*innen dagegen fanden, dass das DGB-Gebäude endlich mit Leben gefüllt ist und genießen die Kommunikation mit den Menschen aus vielen verschiedenen Ländern. Ich wünsche mir, dass sie von allen Bereichen der Gewerkschaften unterstützt und mit Würde und Menschlichkeit aufgenommen werden. Denn keine Gewerkschaft der Welt sollte auf diese engagierten Menschen verzichten. Insofern appelliere ich an den Vorstand des DGB-Brandenburg: Gebt ihnen ein Chance! Organisiert eine Konferenz mit ihnen und ladet dazu breit ein! Eine Räumung würde nur rassistische Ressentiments bedienen. Der „Humankapitalprotektionismus“ bzw. die „Aussortierung“ von zu verwertender Arbeitskraft für die Ökonomie muss von einer Gewerkschaft, die sich an Kriterien der Menschenwürde orientiert, zurück gewiesen werden, nicht aber die Opfer dieser Wirtschaftspolitik!

Hier sind ein paar Fotos der Medienkonferenz, zum Vergrößern bitte anklicken:

 

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Über alikase99

I'm struggling for a good future for y-our (your/our) children. Ich bemühe mich um eine gute Zukunft für unsere Kinder. We all are sisters and brothers, children and parents. Wir sind alle Schwestern und Brüder, Kinder und Eltern.
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