Schule macht böse

schule ist scheisse

Im Gedenken and die Opfer deutscher Missbildungspolitik

– oder wie das Böse Schule macht(e) –

eine Abhandlung zum Desaster der Gewalt und des Elends der Geflüchteten in der Gerhart-Hauptmann-Schule in Kreuzberg

 

Nun – am 25. April – hat es im Streit um die einzige Dusche auf dem Gelände der „Refugee-School“ einen Toten gegeben. Da die Verelendung dort aggressiv macht und sich die Aggressionen gewalttätig entladen, war dies voraus zu sehen. Hier will ich der Ursache davon nachgehen, die in einer menschenverachtenden neoliberlanen Asyl- und Gesellschaftspolitik zu suchen sein muss. Ich bitte Sie deshalb, mir zu verzeihen, dass ich diesbezüglich historische Beispiele bringe und „etwas weiter ausholen“ muss. Doch beginnen wir mit der Aktualität:

Ich war Teilnehmer*in des 1. großen Schulplenums im Sommer letzten Jahres, auf dem ein besorgter Vater darum bat, dass alle Drogendealer festgenommen und aus der Schule entfernt werden sollen, weil seiner Wahrnehmung gemäß durch sie die Gewalt in der Schule entstünde. Es ist eine Tatsache, dass belegte Räume in der GHS (Gerhardt-Hauptmann-Schule) von ihnen brutal aufgebrochen wurden und sie die Bewohner*innen mit Waffen bedrohten. Die Berliner Drogenmafia benutzte die nach Schutz suchenden Geflüchteten als menschliche Schutzschilder für ihre kriminellen Geschäfte. Sie handelten und handeln auch nicht nur mit dem recht harmlosen Cannabis, sondern auch mit gefährlichen harten Drogen und versuchen den schmutzigen Geschäftsbedingungen gemäß, auch Menschen abhängig zu machen und sie dadurch in ihre Gewalt zu bekommen. Statt einen Raum zu geben, in dem Süchtige entwöhnt und betreut werden, wie es auch mal angedacht und angeboten wurde, wurde jedoch ein Dealer-Treffpunkt daraus.

Und: Die Bitte des verzweifelten Vaters wurde von den „Supportern“, die noch tief im im Anus Praeter der Grünen steckten, nicht erfüllt.

Sie verhielten sich gemäß der „schlechten Aufhebung der autoritären Persönlichkeit“ und machten aus der – durch den Bezirk geduldeten Unterbringung – eine „Besetzung“. Fortan waren auch die dort Untergebrachten mit dem Stigma: „Illegale Besetzer“ belegt und Frank Henkel sowie andere Reaktionäre nutzten dies schamlos aus, um die „refugee-Bewegung“ zu kriminalisieren.
Die Verrohung, Verelendung und Verzweifelung der schutzsuchenden Familien in der Schule nahm immer mehr zu.

Dass dies unter einer Regentschaft der Grünen passierte, ist nicht weiter verwunderlich, denn bekanntlich gehen sie für das Kapital über Leichen, wie dies Joschka Fischer exemplarisch aufzeigte und er – zusammen mit Kanzler Schröder – 1999 einen Krieg mit organisieren half, dem der UNO-Sicherheitsrat nicht zugestimmt hatte. Er propagierte diesen Krieg gegen das serbische Jugoslawien bekanntlich sogar zynischerweise „im Namen von Auschwitz“.

Die deutsche Zusammenarbeit mit den Faschisten von Pavelić setzte bereits in der noch Weimarer Zeit ein. Die Kroatischen Ustaše arbeiteten eben nicht nur mit Mussolini, sondern auch mit deutschen Imperialisten zusammen, die sich im „Mitteleuropäischen Wirtschaftstag“ trafen und dort (es gingen auch die Generäle der Wehrmacht darin ein und aus) mit Waffen, Sprengstoff und strategischen Kommandoplänen ausgestattet wurden.

http://de.scribd.com/doc/46341764/Alfred-Sohn-Rethel-Oekonomie-und-Klassenstruktur-des-deutschen-Faschismus

Ab S. 33 ff unter „Ein Südosteuropa-Memorandum“ beschreibt Alfred Sohn-Rethel die Zusammenarbeit der deutschen Bourgeoisie mit den Ustaše, die wesentlich enger war, als  wikipedia berichtet.

Unter Hitler und dem nationalsozialistischen Deutschland begann ferner die berüchtigte Zusammenarbeit mit dem Großmufti von Jerusalem, der die Balkan-Front aufbaute.

Nun zur „postfaschistischen“ Politik nach der sogenannten „deutschen Wiedervereinigung“: Die kroatischen Ustaschas wurden nach dem Zusammenbruch des „Ostblockes“, des Comecon, des Warschauer Paktes und der Sowjetunion sowie auch der DDR (was zur sogenannten „Wiedervereinigung“ führte) nicht nur mit Waffen aus ehemaligen NVA-Beständen ausgestattet, es gingen auch deutsche Nazis als „Freischärler“ dorthin, um die Anbindung von Kroatien und Slowenien an Deutschland/Europa zu forcieren. (und die Kosovo-Albanische UCK, die gar ein „Großalbanien“ begründen wollte, wurde später gar mit Heckler&Koch-Gewehren ausgestattet).

Kroatische Ustaschas: „Hitler und Genscher gut“ …

Weiteres dazu als Dokumentation deutscher Außenpolitik in der Kontinuität völkischer Hegemoniebestrebungen:

http://www.srpska-mreza.com/library/facts/Nazi_neo.html

http://www.balkanforum.info/f9/deutsche-soeldner-kosovo-3977/

http://128.121.186.47/ISSA/reports/Balkan/Oct3192.htm

http://www.ag-friedensforschung.de/regionen/jugoslawien/schuetz.html

Auf internationen Druck hin musste Genscher seinen Posten als Außenminister unter Kohl aufgeben. Doch später – als sich der Bürgerkrieg längst auf Bosnien-Herzegowina und den Kosovo ausgedehnt hatte – kinkelte Fischer in Genschers Fußstapfen.

Er setzte das Werk faschistisch-nationalsozialistischer bzw. imperialistischer Außenpolitik der deutschen Bourgeoisie fort und Waffenexporte inbesondere an Diktaturen wurde unter der rot-grünen Regierung beträchtlich gesteigert und ausgeweitet. (sie dazu „Schwarzbuch Waffenhandel“ von Jürgen Grässlin). Dies ist Beihilfe zum Völkermord.

Doch nun zurück zu den Drogen: Drogen in den Händen der Geheimdienste und Mafia dienen der Zersetzung und Zerstörung von sozialen Bewegungen oder Widerstandsbewegungen, worin zunächst die CIA die meisten Erfahrungen sammeln konnte, später wurden Drogen über GI’s in Frankfurt in die Studentenbewegung in Deutschland gebracht, um diese zu zersetzen und zu „befrieden“, denn dies diente ebenfalls dem „kalten Krieg“.  Auch die Iran-Contra-Affaire zeigt auf, wie stark Geheimdienste in Drogengeschäfte verwickelt sind.

Es muss meiner Auffassung gemäß davon auszugehen sein, dass die Polizei vom Verfassungsschutz daran gehindert wurde, gegen die Drogendealer in der Schule vorzugehen. Die Drogen-Mafia wird in Berlin geduldet, benutzt und kann sogar Geldwäsche betreiben, womit dann ggf. Waffen für z.B. den Syrien-Krieg beschafft werden. Die traumatisierten Opfer dieser Massenabschlachtung werden anschließend – wie in Hellersdorf – von Nazis bedroht. Soviel zum „rechtsfreien Raum“, wobei wir bei der Frage wären:

Warum hat Innensenator Henkel diesbezüglich nicht gehandelt? Er ist der Oberboss der Polizei und wusste, was in der Schule vor sich ging, denn die Polizei wusste es auch. Wollte/will er damit erreichen, dass die Geflüchteten damit kriminalisiert werden können und dies auch gegen die Grüne Bezirksregierung verwenden?

Und den Kleinbürgern zu Diensten der Grünen und letztendlich des deutschen Imperialismus kann ich nur sagen: Schulen – insbesondere deutsche – machen dumm und gewalttätig. Dies eben deshalb, weil sie nicht nur Kopfverwurstungsfabriken zur Herstellung brauchbaren Menschenmaterials für die Wirtschaft sind, sondern auch, weil die Lehrerschaft besonders stark in der NSDAP vertreten war. Diese Tradition wirkt bis heute fort. Deshalb grassiert der Rassismus in deutschen Schulen und Kinder nichtdeutscher Herkunft wurden und werden gedemütigt und drangsaliert und ihnen später sogar noch „mangelhafte“ Integrationsbereitschaft vorgeworfen.  Dass die Ehefrau von T. Sarrazin Lehrerin ist, sollte Sie nicht verwundern.

Eben deshalb sind Schulen keine Lebensräume, was natürlich auch für die Schule in Hellersdorf gilt, in der z.T. schwer traumatisierte Flüchtlinge untergebracht sind, die durch die Hasspropaganda und -aufmärsche der Nazis weiter traumatisiert werden.

Die Destruktion menschlichen Wohlbefindens durch das bürgerliche Schulsystem haben die Kids der Banlieus in Paris eher begriffen als die in Deutschland. Innerhalb der Aufstände im Frankreich 2005 wurden zahlreiche Schulen in Brand gesetzt. Daraus spricht die Wut über diese sie demütigenden Zwangsanstalten.

In Berlin aber wurden die Geflüchteten in eine Schule hinein gepfercht, die obendrein in einem miserablen baulichen Zustand in Bezug auf Toiletten und Duschgelegenheiten war und es wurde deshalb eines der fürchterlichsten Lager Berlins daraus.

Die einzige Frau im Camp auf dem Oranienplatz – Napuli Langer – hat schon kurz nach dem Einzug der Geflüchteten in die Schule leidenschaftlich auf einem Plenum im Zirkuszelt dafür plädiert, dass sie an den Bezirk zurück gegeben wird und ihre Mitstreiter die Gerhard-Hauptmann-Schule verlassen sollen. Doch sie konnte sich gegen die Basisdemokratie der Mauschler nicht durchsetzen. Es waren vor allem Pseudo-„Supporter“, die einen Teil der Schule als „Soziales Zentrum“ behalten wollten, die gegen Napuli und die Geflüchteten agierten. Auch dadurch wurden die Geflüchteten gespalten: In die auf dem Oranienplatz und in die in der Schule. Dies zeigt: nicht nur die SPD beherrscht die politische Taktik von „teile und herrsche“, sondern auch die Grünen. Frau Kolat (SPD) setzte nur das Werk der Grünen fort.

Ein kluger Mann sagte mir in einer der Nachtwachen beim Hungerstreik vor dem Brandenburger Tor im Nov. 2012 -noch vor dem Bezug der Schule-: „Ich hoffe sehr, dass die Geflüchteten das Haus, das der Bezirk ihnen anbietet, nicht annehmen. Denn das ist der Anfang vom Ende“.

Es konnte dort durch Sabotage keine „Selbstorganisation“ entstehen. Sie wurde von Beginn an durch das zerstörerische Werk der Drogenmafia verhindert. Geheimdienste und Mafia arbeiten oftmals eng zusammen, wie „Irangate“ bzw. die Iran Contra Affäre exemplarisch aufzeigt.

Die Verbrechen der deutschen Dienste mit NS-Tradition lassen sich im u.a. im Buch „BND“ von Erich Schmidt-Eenboom  nachlesen. Dieses Buch sollte baldmöglichst auch in die französische, englische und arabische Sprache übersetzt werden.

Geheimdienste sind eine Kapitalverbrecherorganisation, doch sie werden gar noch – da sie ein Staatsunternehmen sind – aus Steuergeldern der hart arbeitenden Menschen, wovon viele  zu Dumpinglöhnen malochen – subventioniert.

Der Etat für Verbrechen gegen die Menschlichkeit war in diesem System immer schon viel höher als der für Asyl sowie Soziales und Bildung.

Deshalb ein Appell an alle, die dies bis hierhin gelesen haben:

Solidarisiert Euch mit den Geflüchteten, anstatt Euch gegen sie aufhetzen zu lassen! Gebt lieber den Opfern des deutschen imperialistischen Staates Geld statt diesen Moloch der Unmenschlichkeit zu füttern und tretet endlich in einen sozialen Streik! Organisiert Euch ! Macht Druck auf verdi und den DGB!

Die aktuelle Situation der Geflüchteten in Kreuzberg sowie weitere Infomationen über die emanzipatorischen Kämpfe der Geflüchteten finden Sie hier: twitter: #oplatz; #oranienplatz;

http://freedomnotfrontex.noblogs.org/

Facebook: https://www.facebook.com/freedomnotfrontex

twitter: @FreedomNotFront

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Über alikase99

I'm struggling for a good future for y-our (your/our) children. Ich bemühe mich um eine gute Zukunft für unsere Kinder. We all are sisters and brothers, children and parents. Wir sind alle Schwestern und Brüder, Kinder und Eltern.
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