Was ZDF/NEO „Auf der Flucht“ verschwieg

Opfer des europäischen Rassismus; 1.1.1993 - 1.12.2012

Opfer des europäischen Rassismus; 1.1.1993 – 1.12.2012

Staatlich organisierter Menschenhandel mit Geflüchteten aus Afrika made in Germany

In der ZDF/Neo-Serie „Auf der Flucht“ wurde im ersten Teil behauptet, „Schlepperei / Menschenhandel“ wäre das weltweit größte Geschäft. Dies ist ein Lüge, denn die Banken machen mit ihren Derivaten und Fonds sowie „faulen Krediten“, Terminbörsen etc. viel höhere Gewinne. Auch das internationale Waffenbusiness verzeichnet Milliardengewinne und die deutsche Waffenlobby ist drittgrößter Handelspartner insbesondere für Diktaturen. Erst vor ein paar Tagen wurde bekannt, dass deutsche Firmen auch Chemie und Produktionsanlagen zur Herstellung von chemischen Waffen an Syrien geliefert haben. Und für die Waffenindustrie sind Menschen „Kanonenfutter“. Jeder Krieg ist die Darstellung der Waffentauglichkeit/Zielgenauigkeit und „Durchschlagskraft“ an „Lebendmaterial“, was das Geschäft mit Waffen steigert. Und genau diese Geschäfte sind es ja, die viele Menschen zur Flucht zwingen…

Doch zurück zum Begriff „Menschenhandel“: Die Filmemacher von ZDF/NEO vermieden  jedoch, den Menschenhandel zwischen der nigerianischen Botschaft und den deutschen Ausländerbehörden zu skandalisieren, obwohl dort sogar „Kopfgeld“ für Deportierte gezahlt wird. Es ist das Verdienst von refugee-Aktivist*innen, wie „The Voice“, dies aufgedeckt zu haben und dagegen vorzugehen. „Stellen Sie sich vor, der nigerianische Botschaft wird vorgeworfen, dass sie für jeden in ihrem mobilen Konsulat zur Abschiebung identifizierten Afrikaner 500 Euro Kopfgeld erhält. Dies hat die Beziehungen zwischen Nigerianern und Bürgern anderer afrikanischer Ländern verschlechtert“ berichtete thevoiceforum bereits im Mai 2008 und prangerte diese Praxis nicht nur an, sondern ging gegen dieses organisierte Verbrechen mit Faxkampagnen und parlamentarischen Anfragen durch Unterstützung von Abgeordneten der Partei „die Linke“ sowie offenen Briefen und Protestkundgebungen vor.

Immer wieder wiesen Aktivist*innen darauf und auf die tödlichen Folgen dieser Zwangsdeportationen hin, doch die Abschiebungsmaschinerie – mit organisiert durch die nigerianische Botschaft – lief ignorant und menschenverachtend sowie ungebremst weiter.

Am 15. Oktober 2012 gab es eine Demonstration und ein Go-In von Aktivist*innen gegen diese illegale Abschiebungspraxis. In dessen Verlauf gab es brutale Polizeiwillkür, Festnahmen sowie nun Gerichtsverfahren gegen die, die diesen Menschenhandel und Deportationswillkür beenden wollen.

Mehr dazu hier:

(mit Videos): http://thevoiceforum.org/node/2551

 http://thevoiceforum.org/node/742

http://thevoiceforum.org/node/2252

Prozesserklärung von Hatef Soltani: http://www.cross-point.tv/2013/09/erklaerung-soltani-nigerianischen-botschaft/

Am 26. September wird der Aktivist Mbolo Yufanyi Movuh wegen angeblichem „Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte“ vor dieses Gericht in Tiergarten (12:30 Uhr, Gerichtssaal 672) geladen, weil auch er am 15.10.2012 in Berlin bei den Protesten gegen die Zusammenarbeit der nigerianischen Botschaft mit dem deutschen Staat bei der Abschiebung von Flüchtlingen teilgenommen hat.

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Über alikase99

I'm struggling for a good future for y-our (your/our) children. Ich bemühe mich um eine gute Zukunft für unsere Kinder. We all are sisters and brothers, children and parents. Wir sind alle Schwestern und Brüder, Kinder und Eltern.
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