Zum BND-Neubau im Namen menschlicher Kultur

BND-Neubau Berlin-Mitte, Foto von: http://kiezspione.wordpress.com/

Am 10.04.1995 berichtete das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ unter der Headline „Panik made in Pullach“ über den Schmuggel von 363,4 Gramm waffenfähigem Plutonium und 201 Gramm des Metalls Lithium 6 in einem zivilen Flugzeug der Lufthansa, der durch den BND inszeniert worden ist. Das ereignete sich 1994 unter der Regentschaft von Helmut Kohl, dem politischen Ziehvater der heutigen Kanzlerin Angela Merkel.

Ich erwähne dies deshalb, weil es gerade einen Atomstreit mit dem Iran gibt, dessen Atomprogramm angeblich eine große Bedrohung bedeutet. Nicht, dass ich für das Ayatollah-Regime im Iran etwas übrige hätte – das Gegenteil ist der Fall – aber ich halte den BND u.a. deshalb für weitaus bedrohlicher. Dies auch deshalb, weil diejenigen, die diesen Plutoniumdeal initiiert haben und dafür enorme Summen an Bestechungsgeldern gezahlt haben, niemals vor Gericht gestellt und belangt wurden, sondern weiter arbeiten durften.
Deshalb gehört der deutsche Staat an die Spitze der Schurkenstaaten.

Und noch etwas, was mich sehr wütend macht: Obwohl es immer hieß und heißt, dass der öffentliche Dienst sparen müsse werden dem BND enorme Mengen an Finanzmitteln zur Verfügung gestellt! Für uns jedoch gibt es Arbeitsplatzabbau, das Verscherbeln kommunaler Güter (in Berlin z.B. sogar das Trinkwasser), sowie den Verkauf von Grundstücken und kommunalen Wohnungsbaugesellschaften. Soziale Projekte, wie Jugend- und Senioreneinrichtungen werden geschlossen, Bildungsangebote reduziert. Außerdem existiert eine drastische Verarmung der Erwerbslosen und Geringverdiener durch explodierende Miet- und Betriebskosten, die durch die Verteuerung der Energiekosten noch zunimmt.

Die arbeitende Zivilbevölkerung krepiert zunehmend vor sich hin, aber die Nazis des Staates im Staate werden gesponsert. Das dürfen wir nicht mehr hinnehmen!

Kürzlich hat wieder ein Kabarettist davon gesprochen, dass Deutschland eine Bananenrepublik sei. Ich halte dies aber für eine Beleidigung aller Staaten, die Bananen anbauen, ernten und sie exportieren (müssen). Dies auch nicht nur wegen der kolonialistischen Konnotation. Deutschland ein Würstelstand und ideologisch bezüglich des

Deshalb singe ich Euch hier ein Lied, das zur Melodie von „Oh Tannenbaum“ zu singen ist:
Oh Würstelstand. Oh Würstelstand, wie braun sind Deine Würstel?
Du bräunst nicht nur zur Sommerzeit, sondern auch im Winter, wenn es schneit.
Oh Würstelstand, oh Würstelstand, wie braun sind Deine Würstel!

Augenline_l

 

Die Situation vor Ort heute war grotesk, denn das Verhältnis Demonstranten/Journalisten in der Zelebrierung des Internationalen Menschenrechtstages vor dem Neubau der BND-Zentrale war 1 : 100 Polizisten, d.h. auf je einen Demonstranten, Fotografen und Publizisten kamen 100 Polizeibeamte, die den Bau schützten und die Chausseestr. verwandelte sich in eine Bannmeile.

Ich hatte Farben und Plakate dabei, doch es hieß sofort, dass an den Bauzaun nichts angebracht werden darf und die Aktion des zivilen Ungehorsams, mittels kreativer Intervention Kultur statt Menschenfeindlichkeit auch am Bauzuan einzufordern, konnte nicht umgesetzt werden und es blieb beim Verlesen des obigen Textes und der anschließenden Kommunikation mit den Anwesenden.

Das Gebäude ist ein schrecklicher Hochsicherheitstrakt. Mittelerweile denke ich mir, dass es schnellstmöglich wieder abgerissen werden sollte. Denn es ist menschenunwürdig darin zu wohnen oder zu arbeiten. Eine lebensfeindliche Umwelt deformiert den Charakter und ruft Neurosen und Psychopathien hervor. Tiere im Zoo zeigen sich autoagressiv und verstümmeln sich oder Muttertiere töten die Jungtiere. Zusammen gepferchte Kinder in ungastlichen Schulen bekommen ADS-Tobsuchtsanfälle und können sich nicht auf den Lehrstoff konzentrieren. Das BND-Gebäude ist bereits jetzt – von außen optisch ein Monsterzoo. Es wirkt auf mich so, als ob sich der Architekt an dem Apparat für dessen Untaten und weil dieser so viel Ressourcen verschlingt, hat rächen wollen und sieht aus, wie eine neuzeitliche, kafkaeske Strafkolonie.
Außerdem macht dieser monumentale Hochsicherheitstrakt aggressiv. Und vielleicht ist ja sogar dies bezweckt? Denn wir dürfen nicht vergessen, dass sich die Menschheit seit 2001 in einem neuen Weltkrieg befindet, in dem Europa und insbesondere Deutschland mit seiner Rüstungsmaschinerie mitwirkt. Deshalb ist der Friedensnobelpreis an Europa zum diesjährigen Internationalen Tag der Menschenrechte eher orwellianisch zu er-sie-gründen und zu deuten.
Apropos 11. September 2001: Die Täter kamen aus Hamburg. Was hatte der BND damit zu tun bzw. was nicht? Und warum hat sich der BND zu diesem Zeitpunkt mehr um „Curveball“ bekümmert statt um Atta und Co.? Diese Frage hier insbesondere deshalb, weil die deutschen Dienste durchaus schon lange eng mit den Saudis zusammen arbeiten … und weil Syria.news in Bezug auf die nun angebliche Produktion von Giftgas auch wieder darauf zu sprechen kam. Anstatt dies diplomatisch zu klären, wurden jedoch gestern vier syrische Botschaftsmitarbeiter ausgewiesen. Das Szenario erinnert an Libyen, obwohl diese „Dissidenten-Ausspäher“ ja vielleicht sogar von „deutschen Diensten“ ausgebildet wurden, denn – arrangiert vom BND – haben sie den libyschen Geheimdienst und und Gaddafis Truppen geschult und aufgerüstet. Mittelerweile soll sich Libyen – lt. Telepolis – in einen polizeilicher Vorposten der EU verwandeln.

Ein Grund mehr dafür, sich für die Auflösung der Geheimdienste zu engagieren!

Die teuerste Schredderanstalt der Welt in der Chausseestr. sollte sozial verträglich umgestaltet und in LEBENsraum umgewandelt werden!

Herzlichen Dank an alle – auch an die Menschen in Uniform – die vor Ort waren!

Ich werde diese Kampagne nun fortsetzen, weil ich beim Verteilen der Flugblätter viel Zuspruch dafür erhalten habe.

Da der neue Geheimdienstchef Berlins, Bernd Palenda, uns Bürger*innen via Berliner Morgenpost am 9.12.2012 Transparenz versprochen hat und unsere Kids in den Schulen damit beglücken will, werde ich die Transparenz des Etats der „Dienste“ anfragen und diesbezüglich noch diese Woche eine Petition an den Bundespräsidenten formulieren. Ich werde dabei die gleichchen Nachweispflichten einfordern, wie sie AlG2-Empfänger*innen zugemutet werden. Der Bundesrechnungshof hat ja die auch die Pflicht, dies zu überprüfen, nicht wahr?

Advertisements

Über alikase99

I'm struggling for a good future for y-our (your/our) children. Ich bemühe mich um eine gute Zukunft für unsere Kinder. We all are sisters and brothers, children and parents. Wir sind alle Schwestern und Brüder, Kinder und Eltern.
Dieser Beitrag wurde unter Gesellschaft, Kriegsmaschinerie abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s