Berlin: Hauptstadt der europäischen Massenmörder, Occupy-Biennale und Fußball EM

Ich muss diesen Artikel schreiben, noch bevor die Männerhysterie sich heute abend wieder austobt, denn dann habe ich keine Ruhe mehr dazu. In FußballER-Zeiten (besonders innerhalb der Weltmeisterschaft) nimmt der Bierkonsum, der Rausch, das Gebrülle und das Anfeuern der hinter dem Ball herjagenden Männerhorden besonders grauenhafte Lautformen an. Auch die Europameisterschaft kommt lauterstärker und aggressiver daher denn je. Warum? Weil mann die Vuvuzelas mittels Geschrei übertönen will? Fußball ist längst Teil des Krieges und gehört zum Tittytainment: Brot und Spiele, damit das Mord(s)geschäft weiter laufen kann.

Die Biennale-Hall von „Occupied Biennale“ in den KW der diesjährigen Berlin-Biennale zeigt dies ebenfalls auf und niemand von den Occupisten – wie auch während und besonders nach der Love-Parade in Duisburg – organisiert Verantwortung und Verantwortlichkeit für das Tittytainment der „Occupy-Biennale“.

Dies begann bereits vor der offiziellen Eröffnung. Obwohl mir ein Platz für meine workshops mit Kindern zugesichert worden war und mir dieser gezeigt wurde, stand dort plötzlich ein riesiger Klotz von “Give-Box”. Kisten mit meinem Arbeitsmaterial, die dort hinein gestellt worden waren, waren geplündert. Besonders geschockt war ich darüber, dass meine Kornmühle fehlte, die ich für die Waffelback-Aktionen mit Kindern benötig(t)e. Noch geschockter war ich darüber, dass ein “Anonymous” eine klebrige Flüssigkeit in meine Mac-Tastatur geschüttet hatte. Ob absichtlich oder nicht, weiss ich nicht. Auf meine Bitte hin, mir dabei zu helfen, das Problem zu lösen und sich solidarisch zu zeigen, wurde mit Arroganz und Ignoranz reagiert. Da ich zu diesem Zeitpunkt kein Geld mehr besaß, um mir ein Neues zu kaufen, musste ich in mühevoller Arbeit jede Taste aus dem Keyboard lösen und sowohl keyboard, samt Tasten incl. der feinen Drähte und Federn säubern, trocknen lassen und dann wieder einbauen. Die Feder der Leertaste war jedoch hinüber. Stoisch ertrugen die Kameraden und KameradInnen rechts und links neben mir das laute Hämmern auf die Leertaste, wenn ich an meinem MacPower PC G4 (ohne Intel) arbeitete. Dabei hätte schon ein USB-Adapter im Wert von 2 Euro geholfen…

So begann das Tittytainment und die Unverantwortlichkeit wurde immer schlimmer. Täglich findet des nächtens Gesaufe und Party statt. Gestern nacht wieder und das mehrmalige Flehen von Frauen die schlafen wollten, wurde mit noch lauterer Musik beantwortet. In der Küche (Küche und Kantine der „Occupied Biennale“ wurden nie fertig gestellt!) steht in großen Lettern: “ANIMAL AND HUMAN RIGHTS” und auf einem grünen Flyer: “Wir sind Menschen, die für die Gesellschaft in der wir leben, Verantwortung tragen wollen.” Es herrscht mittelerweile in der Halle, in dem in der Zentralperspektive ein Militärzelt steht – das Prinzip des Sozialdarwinismus und der Willkür vor. Anarchie auf niedrigstem Niveau, das von Alpha-Affen dominiert wird. Deutsche haben noch nie integere Anarchisten hervor gebracht, wie wir am Beispiel von Wilhelm Marr sehen können. Im Gegenteil: die deutsche Anarchie (=Willkür) hat – wie wir am Beispiel der Ermordung von Kurt Eisner durch Anton Graf von Arco auf Valley sehen können – zur Liquidierung aller integerer Anarchisten und Revoltierenden geführt, nachdem die Theoretiker der Revolution beseitigt worden waren. Rosa Luxemburg war das erste – und immer noch prominente Opfer – des Krieges gegen den jüdischen Bolschewismus.

In der 68er Zeit – in der damit begonnen wurde dies aufzuarbeiten – wurde mittels der Experimente der “antiautoritären Erziehung” durch die Maoisten Reinhart Wolff und Lutz von Werder – die sich anarchistisch gaben – aufgezeigt, dass dadurch eher der autoritäre Charakter gestärkt wird und infantile Alpha-Affen die Kinderläden dominierten und schwächeren Kindern ihren Willen aufzwangen.

Wie Joschka Fischer konnten auch Reinhard Wolff und Lutz von Werder im deutschen Staatsapparat aufsteigen und Karriere machen. Reinhard Wolff wurde später ein Anhänger von Niklas Luhmann und meine Kritik an Niklas Luhmann und dessen Paradigma mit Mobbing beantwortet. “Denk an Ulrike M. Meinhof und wie sie starb” sagten die hochbesoldeten Apo-Opas. Auf die Frage, ob das eine Drohung sein solle oder ihr Wunsch sei, antworteten sie mir jedoch nicht, sondern ließen mich durch eine Parteifunktionärin der PDS mittels aus dem ASTA/Stupa mobben. Dass an der Berliner Alice-Salomon-Fachhochschule für soziale Arbeit eher Dissozialität gelehrt wurde und wird, wurde mir aber erst wirklich-wirklich bewusst, als ich im letzten Jahr die sozial engagierte Professorin Mary Bricker-Jenkins aus den USA kennen gelernt habe. Die hätte mich niemals gemobbt, sondern unterstützt!

Und warum ich heute – in der EM – auf der Seite von Portugal stehe ist ganz einfach: Portugal hat immerhin eine Blumen-Revolution gemacht, während die Deutschen bislang jede Revolution “vergeigten”. Meine Großmama, – die eigentlich eine Kleinmama war – hat dazu gesagt: “Egal wie man sich dreht und wendet, der Arsch bleibt immer hinten. Nur in Deutschland marschiert er immer stramm voran!” Ich würde mich sehr darüber freuen, wenn ich Angela Merkel eine Karikatur von Thilo Sarrazin auf den Allerwertesten Pinseln könnte… Und außerdem sind alle Straßengören für Portugal, da ihr Lieblingsspieler Ronaldo ist. Ich stehe nun einmal an der Seite der Kinder. Die haben noch ein gutes Herz und wissen, dass Deutschland – mit dieser Regierung und diesem Staat – niemals ein Weltmeister der Herzen oder für Herzlichkeit werden kann. Auch das Buch, das ich derzeit lese: “Leichen im Keller – wie Deutschland internationale Kriegsverbrecher unterstützt-” von Markus Frenzel zeigt dies auf.

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Anmerkung (1) feministische Professor*innen inszenierten sogar mal ein Pogrom gegen Reinhart Wolff und Katharina Rutschky. Dabei ging es vordringlich um die Besetzung des Rektorates durch die Frauenlobby, d.h. um den Willen zur Macht. Damit aber wurde der Feminismus zu einem Werkzeug des Patriarchates und konnte anschließend noch durch den Frauensenator Harald Wolf – der auch das Berliner Trinkwasser teilprivatisieren ließ – gegendermainstreamt werden. Eben deshalb ist der Machismus von deutschen Männern in Berlin besonders ekelhaft. Bürgermeister Wowereit ist ein hoch dotierter Machist. Und der Bezirksbürgermeister Christian Hanke wollte sogar mal das Gesundheitsprojekt für Risikokinder im Wedding platt machen, obwohl er außerdem auch noch Gesundheitsstadtrat ist. Und er darf deshalb auch vor Kindern rauchen, während jede Erzieherin bei gleichem Verhalten sofort ihren Job verlieren würde. Ich unterstütze deshalb natürlich diejenigen, die für die Kitas eintreten und würde keines meiner sozialen Kinder je dem Bezirksbürgermeister zur Betreuung geschweige ihm auch noch Betreuungsgeld geben. Und die Occupisten der Biennale haben bislang mein Kinderbetreutungsangebot und das Projekt von Andreas Fasbender sabotiert. Andreas war der erste, der böse hinausgemobbt wurde. Das Angebot meiner Freundin Amelie wurde durch Asamblearismus nieder gemacht und Jasmin mit ihrem Kind durch Spraygas vertrieben. Frauen und Kinder stören die Manpower // deutsche Tüchtigkeit, die auch den Global Square – das Herz der Indignad@s-Occupy-Biennale – bereits am Eröffnungstag beseitigte. Doch schon in der Vorbereitungsgruppe hatte eine kluge Frau zum Namen mit “Indignados” gesagt: “The name is the death of the thing”… Auch mein Veto gegen den Männerdominanz-Namen und die “Presseerklärung” unter diesem Namen wurde bürokratisch hinweggemerkelt. Sachzwanggewalt des Tittytainments, dem die Inhalte zum Fraß vorgeworfen wurden! Aus der Love-Parade von Duisburg wurde nichts gelernt und das System marschiert weiter. Wer daran mal ausrastet, wird als „krank“ bezeichnet. Ich werde lieber „unheilbar gesund“ von Georg Kreisler hören, statt mich in dieser schlechen Gesellschaft der Unvernunft, der Irrationalität, (siehe dazu Arno Gruen: „der Wahnsinn der Normalität“) und der Männergewalt weiter nieder machen zu lassen.

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Über alikase99

I'm struggling for a good future for y-our (your/our) children. Ich bemühe mich um eine gute Zukunft für unsere Kinder. We all are sisters and brothers, children and parents. Wir sind alle Schwestern und Brüder, Kinder und Eltern.
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